| Neuer Polysaccharid-Impfstoff in Kürze verfügbar |
![]() Elektronenmikroskopische Aufnahme von isolierten Streptococcus pneumoniae |
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| Pneumokokkenimpfung für Risikogruppen ratsam | |||||
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Allein
in Deutschland sterben jährlich rund 12 000 Menschen an den Folgen einer
durch Pneumokokken ausgelösten Pneumonie, Meningitis oder Sepsis. Einzige
wirksame Prophylaxe ist die Impfung gegen Streptococcus pneumoniae, die
aber noch viel zu wenig genutzt wird. In Kürze wird in Deutschland ein
neuer Polysaccharid-Impfstoff zur Verfügung stehen (Pneumorix®).
Bleibt zu hoffen, dass als Nebeneffekt der Neueinführung die Impfmoral
angekurbelt wird. |
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Besonders Kinder in den ersten Lebensjahren und ältere Erwachsene ab 60 sind von Pneumokokkeninfektionen betroffen. Ein hohes Risiko haben außerdem Patienten mit Diabetes mellitus, HIV-Infektionen, schwerer Niereninsuffizienz, chronisch kardiopulmonalen Erkrankungen, Patienten mit Asplenie (s. Fallbericht) sowie Raucher und Alkoholkranke. Die quantitativ bedeutendste Pneumokokkeninfektion bei älteren Menschen ist die Pneumokokken-Pneumonie, erklärte Dr. Ralf R. Reinert, Aachen. Die Inzidenz liegt schätzungsweise bei jährlich 300 Fällen pro 100 000 Personen. Ältere Patienten sind noch zusätzlich gefährdet, da die Symptome einer Pneumokokken-Pneumonie bei ihnen eher gering ausgeprägt sind und gar nicht spezifisch auf eine Lungenentzündung hinweisen, so Dr. Michael Lafrenz, Rostock. Dadurch können sich Diagnosestellung und Beginn einer Antibiotikatherapie verzögern .
Für Antibiotika kann es schnell zu spät sein Eine Pneumokokken-Pneumonie
kann aber auch so dramatisch verlaufen, dass selbst eine sofortige Antibiotikatherapie
einen tödlichen Ausgang nicht mehr verhindern kann. Zudem nimmt die Resistenz
von Streptococcus pneumoniae gegen Penicillin und Makrolide weltweit
zu, obgleich die Resistenzlage in Deutschland mit nur etwa zwei Prozent
penizillinresistenten Stämmen noch vergleichsweise günstig ist. Bis zu 90 Prozent Schutz durch Impfung In Kürze wird der neue Pneumokokkenimpfstoff (Pneumorix®) zur Verfügung stehen. Er schützt gegen 23 verschiedene Serotypen von Streptococcus pneumoniae, die für etwa 90 Prozent der schweren Pneumokokken-Erkrankungen verantwortlich sind. Da es sich um einen Polysaccharid-Impfstoff handelt, auf den das unreife Immunsystem nicht reagiert, kann der Impfstoff erst bei Kindern ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr verimpft werden. Kinder ab dem vollendeten zweiten Lebensjahr und Erwachsene erhalten eine einmalige Dosis von 0,5 ml. Die Schutzwirkung setzt nach drei Wochen ein. Die Serokonversionsrate ist abhängig vom Alter und den bestehenden Grundkrankheiten und liegt laut Prof. Christel Hülße, Rostock, bei 60 bis 90 Prozent. Mehr als 80 Prozent der gesunden Erwachsenen entwickeln drei bis vier Wochen nach der Impfung Antikörper gegen alle 23 Serotypen. Eine Auffrischung der Impfung empfiehlt die STIKO frühestens sechs Jahre nach der ersten Impfung, bei Kindern unter zehn Jahren frühestens nach drei Jahren. |
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| Quelle: SmithKline Beecham Pharma |