Liebe
Leserin,
Lieber Leser,
Beiträge aus der Medizingeschichte.
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Heidelberger Anatomen entdecken den "Räuber Schwarzer Jonas" in ihrer Sammlung
Zweifel ausgeschlossen: Nicht das Skelett des Räubers "Hölzerlips" ist im Anatomischen Institut der Universität Heidelberg ausgestellt, sondern das des "Schwarzen Jonas", Gefolgsmann des Hunsrücker Räuberhauptmannes "Schinderhannes". Sara Doll und Anne Serwe, Präparatorinnen des Heidelberger Anatomischen Instituts haben erstmals die Sammlungsbücher der Jahre 1805 bis 1916 ausgewertet und dabei die Verwechslung entdeckt. Der "Schwarze Jonas" wurde 1803 zusammen mit seinem Kollegen "Schinderhannes" in Mainz hingerichtet; beide Skelette wurden 1805 in die Heidelberger Anatomie gebracht und können dort von der Öffentlichkeit besichtigt werden. mehr... |
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Urologen starten eigene Museums-Website
Ob Penis-Amulett, Steinzertrümmerer oder historische Schriften – das Museum und Archiv der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. hegt seltene Schätze. Mit dem Start der eigenen Museums-Website steht der Blick auf die Geschichte der Urologie, deren Errungenschaften von großer Bedeutung für die moderne Medizin sind, nun jedermann offen. mehr... |
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Experte analysiert die Rolle von Namensgebern neurologischer Erkrankungen in der Nazi-Zeit
Opfer, Täter, Mitläufer: Eine schwedische Studie, die auf der Jahrestagung der Europäischen Neurologengesellschaft in Mailand präsentiert wird, untersucht die Rolle, die prominente Neurologie-Forscher im „Dritten Reich” gespielt haben. Gemeinsam ist den Wissenschaftern, deren Biographie durchleuchtet wurde, dass nach ihnen neurologische Krankheiten benannt sind. Die neurologische Community sollte mit historisch besetzter Nomenklatur sensibel und bewusst umgehen, fordert der Autor der Studie.
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Chopin als produktiver Patient
Der polnische Komponist und Pianist Fryderyk Chopin, der bereits im Alter von 39 Jahren starb, litt Zeit seines Lebens an psychischen Krisen. Ein Medizinhistoriker deutet sie als Schlüssel zu seinem kompositorischen Werk. mehr... |
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Tagung zur NS-"Euthanasie" vom 12. bis 15. November 2008 in Gießen
Mehr als 200.000 kranke und behinderte Menschen wurden während der NS-Zeit ermordet. An diesem Tötungsprogramm ("Euthanasie") waren zahlreiche deutsche Ärzte beteiligt, darunter Universitätsprofessoren und Repräsentanten medizinischer Fachgesellschaften und der deutschen Ärzteschaft. An der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen werden sich vom 12. bis 15. November 2008 Wissenschafter aus dem In- und Ausland mit der Frage beschäftigen, wie Ärzte, medizinische Organisationen sowie Repräsentanten der internationalen Medizin- und Bioethik sich nach 1945 zur NS-"Euthanasie verhalten haben. mehr... |
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1958 wurde der erste Herzschrittmacher implantiert
Diese Tage wird er 50 Jahre alt - der implantierbare Herzschrittmacher. 1958 verpflanzte der schwedische Herzchirurg Åke Senning einen ersten vollständig implantierten Schrittmacher, den er zusammen mit dem Ingenieur Rune Elmquist entwickelt hatte. Ein epochales Ereignis, von dem bis heute Millionen Menschen profitieren. "Diese erste Implantation war ein bedeutsamer Meilenstein nicht nur für die Kardiologie, sondern auch für die Medizin insgesamt", urteilt Prof. Dr. Uwe Wiegand (Remscheid), Tagungspräsident der 19. Jahrestagung der Arbeitsgruppe "Herzschrittmacher und Arrhythmie". mehr... |
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Medizingeschichte: "Wintersemester 1808/09"
"Die Kunst Recepte zu schreiben", "ueber Hysterie und Hypochondrie" und "die Bandagenlehre" waren drei der 28 Lehrveranstaltungen, die die Medizinische Fakultät der Uni Jena vor genau 200 Jahren im Wintersemester 1808/09 anbot. Insgesamt fast 3.400 Vorlesungen und praktische Übungen kündigten die 50 Professoren, Privatdozenten und Doktoren jeweils vor Semesterbeginn in den Jahren von 1770 bis 1820 an. In dieser Zeit entwickelte sich die Jenaer Universität zu einem der bedeutendsten Orte der ärztlichen Ausbildung im deutschsprachigen Raum. Der jetzt im Rahmen des Sonderforschungsbereiches "Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800" erarbeitete Band "Professoren und Dozenten der Medizinischen Fakultät Jena und ihre Lehrveranstaltungen zwischen 1770 und 1820" verdeutlicht diese Entwicklung. mehr... |
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"Rolfincken" in Jena und Goethes anatomische Studien
Die Geschichte der anatomischen Sektion reicht bis in die Gründungszeit der Alma Mater Jenensis zurück. Im Jahre 1629 verrichtete der berühmte Mediziner Werner Rolfinck seine erste anatomische Sektion an zwei Bauern aus dem Dorfe Ammerbach. Noch während seiner Amtszeit wurde im Collegium Jenense nach italienischem Vorbild ein "Theatrum Anatomicum" eingerichtet. mehr... |
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Medizin im 20. Jahrhundert - Fortschritte und Grenzen der Heilkunde seit 1900
Der schon bisher reichhaltig bestückte Buchmarkt zum Thema Medizingeschichte ist dieser Tage um eine Neuerscheinung bereichert worden: "Medizin im 20. Jahrhundert. Fortschritte und Grenzen der Heilkunde seit 1900", herausgegeben von den Professoren Dominik Groß (RWTH Aachen) und Hans Joachim Winckelmann (Universität Ulm).Aber: "Wir füllen damit eine Marktlücke", sagt Winckelmann. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sei die Medizingeschichte in zahlreichen ausgezeichneten Lehrbüchern ausführlich dargestellt. "Eine zusammenfassende Einführung für die Entwicklung im 20. Jahrhundert gab es bisher nicht." mehr... |
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Preis für Studien zu Geschichte der Ärzte im Nationalsozialismus
Die Rolle der Ärzte im Nationalsozialismus soll weiter aufgearbeitet werden. Das Bundesgesundheitsministerium, die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben dazu zum zweiten Mal einen Forschungspreis ausgeschrieben. mehr... |
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Zweiter internationaler Workshop zur Geschichte des Robert Koch-Instituts im Nationalsozialismus
Am 18. und 19. Januar 2008 findet im Robert Koch-Institut (Standort Seestraße 10) der zweite internationale Workshop zur Geschichte des Robert Koch-Instituts im Nationalsozialismus statt. Bei der Tagung "Infektionskrankheiten und Institutionen - Das Robert Koch-Institut in internationaler Perspektive, 1930 bis 1950" widmen sich Wissenschaftler aus dem In- und Ausland den damaligen Forschungsarbeiten des Instituts und seinen wissenschaftlichen Netzwerken. Außerdem wird das Institut mit ähnlichen Einrichtungen im Ausland zu dieser Zeit verglichen. Die Referenten kommen aus den Bereichen der Allgemeinen Geschichte sowie der Medizin- und Wissenschaftsgeschichte. Die Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. mehr... |
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Die "erste" Grippe-Pandemie anno 1580
Grippe-Pandemien sind kein Phänomen allein im Zeitalter des Flugzeugs. Allerdings liegt die Geschichte der Grippe noch weitgehend im Dunkeln. Bislang haben Historiker von allen Seuchen nur die Pest näher erforscht. Der Saarbrücker Kulturhistoriker Professor Wolfgang Behringer weist nun erstmals mit neuen Quellen Grippe-Pandemien in der Frühen Neuzeit nach und zeigt, wie sehr sie die weltgeschichtlichen Ereignisse beeinflussten. mehr... |
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Medizingeschichte: Langer Streit um die Wechseljahre beim Mann
Für die einen sind die "männlichen Wechseljahre" eine der wichtigsten medizinischen Entdeckungen der vergangenen zehn Jahre. Für die anderen sind sie nichts weiter als eine Erfindung der Pharmaindustrie, die blendende Geschäfte verspricht. Ein Medizinhistoriker der Universität Bonn hat die Wurzeln der seit langem kontrovers geführten Diskussion untersucht. Die Frage, ob auch der Mann ein Klimakterium durchläuft, ist keineswegs neu, sondern sorgte schon Anfang des 20. Jahrhunderts für Auseinandersetzungen. Dass die Debatte gerade jetzt wieder so lautstark geführt wird, sei allerdings kein Zeichen, dass Männer heute eher zu ihrem Alter stehen: Die Pharmabranche verkaufe die Hormontherapie als eine Art Jungbrunnen, mit dem Mann die Zeit einfach zurückdrehen könne. mehr... |
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Neurologie vor 100 Jahren – Von der „Irrenabteilung“ zur Nervenheilkunde
Neurologische Erkrankungen wurden lange als Allgemeinerkrankungen betrachtet und als Teil der Inneren Medizin mitbehandelt. Tatsächlich stand man aber dem weiten Spektrum neurologischer Symptome wie z.B. den Lähmungen nach Schlaganfall, Sprach- und Sprechstörungen oder der Epilepsie weitgehend hilflos gegenüber. Sie wurden mit anderen schwierigen oder bedrohlichen internistischen und psychiatrischen Erkrankungen vermengt, blieben unverstanden und unbehandelt. Die Unterbringung von Geisteskranken wurde z.B. in Preußen erst durch ein Reglement von 1702 für „irre und tolle Leute“ bestimmt. In Berlin entstand z.B. die größte Abteilung für „Irre und Wahnwitzige“ im deutschen Raum. mehr... |
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Die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens: Pubertäts-Ausstellung der Universität Jena bis 15.1.2008
Es ist die schwierigste Zeit der menschlichen Entwicklung: die Pubertät. Jene Periode, die aus Jungen Männer und aus Mädchen Frauen macht, wird von den Betroffenen wie vom Umfeld als komplizierte Phase mit Wechselbädern der Gefühle erlebt. "Die ,Zeit der eintretenden Geschlechtsreife', wie der lateinische Begriff Pubertät übersetzt heißt, beschreibt den umfassendsten nachgeburtlichen Gestaltwandel des Menschen", erklärt Dr. Karina Weichold von der Universität Jena. "In diesem Lebensabschnitt ereignen sich nicht nur umfassende körperliche Veränderungen", weiß die Diplompsychologin, "auch die Beziehungen in allen Umwelten verändern sich, was von den Jugendlichen eine große Anpassungsleistung fordert." mehr... |
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Internet-Lexikon mit Biographien von Wissenschaftlern und Ärzten zwischen 1850 und 1920
Das neue Internet-Lexikon stellt Biographien von Wissenschaftlern und Ärzten aus der Phase des wissenschaftlichen Aufbruches zwischen 185o und 1920 vor und möchte über das historische Wissen neues Verständnis bei Schülern und Studenten fördern. Es ist einer jungen nachwachsenden Generation gewidmet. Die Biographien und ihre historisch fundierte Betrachtung versprechen eine Verbesserung des Verständnisses unserer Gegenwart und unseres speziellen Umfeldes. mehr... |
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Humangenetik: Rätsel um Schillers Schädel
Anthropologen und Gesichtschirurgen der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wollen Rätsel um Schillers Schädel lösen
Die Arbeitsgruppe Anthropologie am Institut für Humangenetik und Anthropologie der Freiburger Professorin Dr. Ursula Wittwer-Backofen sowie Dr. Dr. Marc Metzger, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, untersuchen zwei Schädel, die dem Dichter Friedrich Schiller zugeschrieben werden. mehr... |
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100 Jahre Deutsche Gesellschaft für Urologie - Vom Kellerkind zum Werbeträger deutscher Medizin
Vom Kellerkind zum Exportschlager und Werbeträger der Deutschen Medizin – Die Geschichte der Urologie in Deutschland kommt einem modernen Märchen nahe. Das einstige „Schmuddelkind der Medizin“, das in Kellerräume verbannt war, hat es binnen kurzem geschafft, in vielen Bereichen an die Weltspitze des medizinischen Fortschritts zu gelangen. Dies auch gegen lang anhaltenden Widerstand aus den chirurgischen Reihen, wie Professor Dr. Peter Rathert von der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) deutlich macht. mehr... |
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Internationale Fachtagung "Antike Medizin im Schnittpunkt von Geistes- und Naturwissenschaften", 7.6.-9.6.2007 in Berlin
Aus Anlass seines 100jährigen Bestehens richtet das Corpus Medicorum Graecorum / Latinorum eine internationale Fachtagung aus zum Thema "Antike Medizin im Schnittpunkt von Geistes- und Naturwissenschaften". Experten aus dem In- und Ausland werden in Vorträgen unter anderem die Bedeutung der antiken medizinischen Schriften vor Augen führen und die historischen Wurzeln der neuzeitlichen Medizin bewusst machen, auch im Hinblick auf aktuelle Fragestellungen wie Gesundheits- und Therapieforschung, ganzheitliche Medizin und medizinische Ethik. mehr... |
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Ausstellung Diabetes: Geschichte - Technik - Prävention
Diabetes ist zur neuen Volkskrankheit geworden. Etwa acht Millionen Menschen leiden in Deutschland unter den verschiedenen Formen dieser Krankheit. Und aktuellen Prognosen zufolge werden es im Jahr 2010 zehn Millionen sein. Aufklärung und Information über Diabetes bietet vom 11. Februar bis zum 27. Mai eine Präsentation im Showroom des Heinz Nixdorf MuseumsForums in Paderborn. Das Krankheitsbild wird ebenso dargestellt wie die historische Entwicklung von der Entdeckung der "Zuckerkrankheit" und des Insulins bis zu heutigen Therapiemethoden. mehr... |
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Internationaler Workshop ZU NS-Medizinverbrechen 1.-3.2.2007 in Dresden
Die Präsentation der Ausstellung "Tödliche Medizin: Rassenwahn im Nationalsozialismus des United States Holocaust Memorial Museum Washington, D.C. bietet die Gelegenheit, diese Ausstellung in Bezug auf Inhalte, Präsentations- und Vermittlungsformen sowie der Rezeption zu befragen. Die Ende 2004 eröffnete Dauerausstellung "Medizin und Verbrechen. Das Krankenrevier des KZ Sachsenhausen 1936 - 1945" der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen bietet zusammen mit den Erfahrungen der "Euthanasie"-Gedenkstätten eine konkrete Vergleichsperspektive. Die jeweiligen Gestaltungen, Vermittlungsziele und Besuchererfahrungen werden in dem Workshop vorgestellt, analysiert und diskutiert.
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Über den Umgang mit unheilbar Kranken und Sterbenden
Das durch die medizinische Technik künstlich verlängerte Sterben ist gegenwärtig ein sehr präsentes Schreckensbild: Die Öffentlichkeit diskutiert rege über die Rechte und die Autonomie von Patienten. Zunehmend verfassen auch gesunde, junge Menschen Patientenverfügungen, in denen sie vorsorglich das ärztliche Handeln im Falle einer unheilbaren Krankheit begrenzen wollen. mehr... |
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Genie und Wahn - Krankheiten großer Musiker
Neue Vortragsreihe der Dialoge zwischen Kunst und Wissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH) setzt sich mit den Krankheiten großer Musikerinnen und Musiker auseinander Mozarts überraschender Tod, Schumanns angebliche Schizophrenie, Chopins Schwindsucht - Krankheiten von Musikerinnen und Musikern gehören zu den Topthemen von Filmen, Romanen und Biographien. Wissenschaftlich beschäftigen sich mit dieser Problematik im kommenden Wintersemester an der HMTH zwölf Vorträge, die ihren Focus auf die Folgen von Krankheiten für das Werk und die Rezeption in der Wissenschaft legen.
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Zur Kulturgeschichte der Empfängnisverhütung
Der Wunsch, die Empfängnis zu kontrollieren, ist so alt wie die Menschheit. Erste Belege über die Anwendung von Verhütungsmitteln stammen aus der Antike, wo man etwa Pessare aus Holz oder Leder nutzte oder auf die Wirkung von Substanzen wie Krokodilskot, Honig und Akazienharz vertraute, die vaginal als Tampon oder Lösung verabreicht wurden. Dieses alte Wissen existierte, um volksmedizinische Erfahrungen angereichert, bis ins hohe Mittelalter. Offiziell aber konnte es nur eine unmaßgebliche Rolle spielen in einer Gesellschaft, in der kirchliche und weltliche Obrigkeit sexuelle Beziehungen nur zum Ziele der Zeugung, nicht der Lust zugestand.
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"Pflegemuseum": Neue Dauerausstellung am Klinikum der Universität München
Am 19.7. wurde in der zentralen Eingangshalle am Standort Großhadern des Klinikums der Universität ein neues Pflegemuseum eröffnet. Das Projekt hat Pflegedirektor Peter Jacobs initiiert, dessen private Sammlung auch die Basis der Ausstellung darstellt. Schon als Schüler an der Krankenpflegeschule hat er erste Exponate gesammelt, heute reichen seine Schätze vom Bronchitiskessel aus dem Jahr 1900 (dem Vorläufer des modernen Inhalators) bis zum Betäubungsgerät aus den Anfängen der Anästhesie. "Das noch kleine Museum ist ein Anfang, der aber deutlich die Wertschätzung des Vorstandes gegenüber den Krankenschwestern und Krankenpflegern an einem Hause universitärer Maximalversorgung zum Ausdruck bringt", sagt Jacobs, der selbst auch Spendengelder für das Museum akquiriert hat. mehr... |
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Historischer Augenatlas wieder neu aufgelegt
Medizinhistorische, augenheilkundliche und fotografiehistorische Interessen waren der Anlass für die Wiederauflage von Albert Neissers (1855-1916) Stereoscopischem Medicinischen Atlas. Nach einer historischen Einleitung werden darin rund 300 Stereofotografien von Augenerkrankungen gezeigt, die in diesem Ausprägungsgrad heute kaum noch zu sehen sind. Mit einer dem Buch beigefügten Speziallupe können die Krankheitsbilder dreidimensional betrachtet werden. Einer der drei Herausgeber des Werkes ist Privatdozent Dr. Antonio Bergua, Oberarzt an der Augenklinik des Universitätsklinikums Erlangen, wobei das Buch aus einer Kooperation zwischen der Augenklinik und dem Institut für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität Erlangen-Nürnberg hervorgegangen ist. mehr... |
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Quälgeister im menschlichen Körper: Gallen-, Nieren-, Harn- oder Blasensteine
"Das steinerne Herz" ist nicht nur Titel einer Erzählung von E.T.A. Hoffmann (und später von Arno Schmidt), sondern Metapher für Gefühllosigkeit. Dabei sind Steine im menschlichen Körper gar nicht außergewöhnlich und verursachen oft auch Gefühle - und zwar schmerzhafte. Zwar gibt es keine Herz-Steine, dafür bei fast jedem dritten Europäer einmal im Leben Gallen- oder Nieren- oder Harn- oder Blasen- oder andere Steine. Zudem sind Knochen und Zähne aus Grundbausteinen der Gesteine, den Mineralien aufgebaut. mehr... |
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Stärkekleister bei Magen- und Darmkatarrhen...
"Stärke bei Durchfall (und Halsbeschwerden) empfiehlt G. Hauffe (Kreiskrankenhaus Gr.-Lichterfelde). Es wurde jüngst flüssige Gelatine und als Ersatz dafür Kalbsfusssuppe gegen Diarrhoe empfohlen. Autor weist nun auf ein ähnliches Verfahren hin, das seit Jahrzehnten von Schweninger angewandt wird: das Stärketrinken das sich durch Einfachheit und Billigkeit auszeichnet. Stärkemehl wird in heissem Wasser verrührt, bis ein mässig dickflüssiger, sämiger Kleister hergestellt ist. mehr... |
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Psychische Erkrankung Robert Schumanns hat Spätwerk nicht negativ beeinflusst
Dass sich die psychische Erkrankung Robert Schumanns (1810-1856) auf seine kompositorische Arbeit negativ ausgewirkt und die Qualität seines Spätwerks unter ihr gelitten habe - gehört zu den Klisches über den romantischen Komponisten par excellence. Gegen dieses weit verbreitete Vorurteil legt die neuere Schumann-Forschung ihr Veto ein. mehr... |
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150. Geburtstag von Sigmund Freud am 6. Mai 2006
Sigmund Freud wurde am 6.5.1856 in Freiberg in Mähren (heute Pribor) geboren und starb nach seiner Flucht vor nationalsozialistischer Verfolgung am 23.9.1939 in London. Er arbeitete in Wien als Nervenarzt und Dozent für Neuropathologie. Umfangreiche Forschung und Selbstbeobachtung waren die Grundlage für das Jahrhundertwerk "Die Traumdeutung" (1900). Freud entwickelte die Psychoanalyse als international anerkanntes und inzwischen wissenschaftlich verifiziertes psychotherapeutisches Verfahren. mehr... |
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1906 wurde der Diphterie-Impfstoff Antitoxin von Dr. Ernst Lederle zugelassen
Vor genau 100 Jahren – im März 1906 – wurden die intensiven Forschungsanstrengungen von Dr. Ernst Lederle von Erfolg gekrönt: Er erhielt die Zulassung für den damals innovativen Impfstoff Diphtherie Antitoxin. Bis zu diesem Zeitpunkt starben jährlich tausende Menschen an Diphtherie. mehr... |
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Medizingeschichte wurde in Leipzig zur Wissenschaft
Am 1. April diesen Jahres ist das Karl-Sudhoff-Institut für Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften 100 Jahre alt. Das Institut war weltweit das erste Institut für Geschichte der Medizin. Am 31.3. 2006 gab es dazu eine wissenschaftliche Veranstaltung. mehr... |
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Orthopädie als Spiegel der Zeitgeschichte
Zum frühen orthopädischen Schwerpunkt der Versorgung von Knochenfehlbildungen im Kindesalter ist vor allem der immer bessere künstliche Ersatz verschlissener Gelenke im Erwachsenenalter gekommen. Der Trend zu Leistungs- und Risikosport spiegelt sich in der rasanten Entwicklung sportmedizinischer Operationen an Schulter und Kniegelenk wider. "Wir möchten mit diesem Symposium verdeutlichen, dass die Zeitgeschichte sich in der Entwicklung des Faches Orthopädie in unserer Klinik widerspiegelt", erklärt Professor Dr. Volker Ewerbeck, Vorstandsvorsitzender der Klinik. mehr... |
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Gentechnik in islamischen Ländern
Wann beginnt menschliches Leben und wie schützenswert sind Embryonen im Mutterleib? Die Möglichkeiten der modernen Medizin und Gentechnologie stellen nicht nur den Westen vor diese Fragen, sondern auch islamische Rechtsgelehrte. Dr. Thomas Eich, Islamwissenschaftler und Leiter des DFG-Projektes "Bioethische Fragen im Kontext des islamischen Rechts" an der RUB, gibt in seinem vor kurzem erschienenen Buch "Islam und Bioethik" unterschiedliche Standpunkte wieder. Dabei macht er deutlich, dass eine Einigung über Fragen des Klonens, der Stammzellenforschung oder der Abtreibung nach Pränatal-Diagnostik auch in der islamischen Welt noch lange nicht in Sicht ist. mehr... |
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Killer aus der Vergangenheit - das Supervirus von 1918
Die Spanische Grippe kostete 1918 mehr Menschen das Leben als der Erste Weltkrieg. Das Virus kam damals zunächst als gewöhnliche Grippewelle. Erst im Herbst 1918 kehrte es plötzlich als Killer zurück. Kein anderes Virus und kein Bakterium haben je so viele Menschen binnen so kurzer Zeit ausgelöscht. Für Wissenschafter ist das Virus von 1918 ein wichtiges Forschungsobjekt. Spezialisten fahnden vor allem nach Influenza-Erregern vom Typ A. Die Viren des Typs A müssen heute bereits von H1 bis H16 und von N1 bis N9 durchnummeriert werden - wobei alle Stämme stetig mutieren und neue Varianten bilden. mehr... |
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Thymian ist die Arzneipflanze des Jahres 2006
Der Würzburger Studienkreis "Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde" hat den Echten Thymian (Thymus vulgaris) zur Arzneipflanze des Jahres 2006 gekürt. Das auch als Gewürz verwendete Gewächs hat eine lange Geschichte als Heilkraut und zählt heute zu den wertvollsten Arzneipflanzen bei Erkältungskrankheiten. mehr... |
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Cocain-Adrenalin zur Anästhesie in der Zahnheilkunde...
Anaesthesie, Narkose. Die Localanaestesie in der Zahnheilkunde bespricht Zahnarzt L. Rosenberg (Berlin), der jetzt sich des Cocain-Adrenalins bedient. Er schreibt: „ Hatte ich sieben Jahre vorher meine in gleicher Weise angestellten Versuche mit 1 bis 2 proc. Cocainlösungen wegen mangelhafter Resultate aufgegeben, so gelang es jetzt infolge der bedeutenden Tiefenwirkung der Cocain-Adrenalinmischung, auch die intraalveolaren, also die Zahnnerven selbst zu anaesthesieren. Allerdings waren diese Erfolge nicht immer gleichmässig im Ober- und Unterkiefer. mehr... |
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Ärzte im 16. Jahrhundert Förderer des Rauchens
"Rauchen gefährdet die Gesundheit", "Rauchen kann Krebs auslösen", "Rauchen macht süchtig". So lauten heute die medizinisch begründeten Warnhinweise auf Zigarettenschachteln. Rauchen gilt als der schlimmste vermeidbare Risikofaktor für die Gesundheit. Dies war nicht immer so. Im 16. Jahrhundert, als nach der Entdeckung Amerikas das Laster sich von Spanien und Portugal ausgehend über Europa ausbreitete, galt Tabak Ärzten als viel versprechende Heilpflanze. mehr... |
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Medizin im Nationalsozialismus und das System der Konzentrationslager
Seit den 1980erJahren sind viele Veröffentlichungen zur Geschichte der Medizin im Nationalsozialismus sowie zu den nationalsozialistischen Konzentrationslagern vorgelegt worden. Mit zunehmend detaillierter Kenntnis der Geschichte der Lager und der Bedeutung von Medizinern und medizinischen Einrichtungen im System der Konzentrationslager wird deutlich, wie vielschichtig und unterschiedlich die Bezüge zwischen beiden, oftmals unabhängig voneinanderbearbeiteten Themenkomplexen, sind. mehr... |
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Freiheit oder Determinismus - ein neues Menschenbild aus der Hirnforschung
Wie frei ist der menschliche Wille? Gibt unser Gehirn Entscheidungsstrukturen vor? - Mit diesem zur Zeit sehr aktuellem Thema beschäftigen sich am Wochenende Studierende und Nachwuchswissenschaftler der Universität Leipzig, die über den Tellerrand hinausschauen wollen. mehr... |
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"Grabhäuser" aus Judäa: Ossuare geben Einblick in die Bestattungsriten zur Zeit Jesu
Nur zehn von ihnen gibt es in Deutschland, davon befinden sich sieben an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz: Ossuare sind Knochenkästen, in denen die Knochen der Verstorbenen ein Jahr nach dem Tod und damit nach der Verwesung eingesammelt wurden. "Solche Ossuare gab es in Palästina nur während des Chalkolithikums (4. Jt. v.Chr.) und dann noch einmal um die Zeitenwende", erklärt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Zwickel vom Seminar für Altes Testament und Biblische Archäologie des Fachbereichs Evangelische Theologie der Johannes Gutenberg-Universität, "fast alle dieser jüngeren Ossuare wurden in der Zeit zwischen 20 v.Chr. und 70 n.Chr. benützt und sind damit bedeutende Relikte aus der unmittelbaren Umwelt des Neuen Testaments. mehr... |
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Kosmetik im Altertum. Literarische, kulturhistorische und medizinische Aspekte
Waren Schönheit, und damit auch die Schminkkunst, Sauberkeit und Hygiene im alten Ägypten sogar gesetzlich vorgeschrieben, sahen heidnische Dichter die dekorative Kosmetik gleich als Vorzeichen für einen Moralverstoß. Für die Christen ist die wahre Schönheit innerlich. Die Kirchenväter lehnten jede künstliche Veränderung der von Gott geschaffenen Erscheinung ab. Ungeachtet dessen interessierte sich die antike Damenwelt zunehmend für kosmetische Pflege und das Make up. In der Publikation "Kosmetik im Altertum" spannt Dr. Maren Saiko (Klassische Philologie, Ruhr-Universität Bochum) den Bogen vom alten Ägypten bis zur christlichen Spätantike und öffnet damit zugleich eine Fundgrube an kosmetischen Rezepturen, Schminktechniken und Schminkutensilien. mehr... |
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Spannendes aus der Psychiatriegeschichte
Zum ersten Male findet die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Nervenheilkunde (DGGN) in Leipzig statt. Der von der Universität Leipzig ausgerichtete Kongress kann mit einem sehr vielseitigen Programm - auch zur Leipziger Psychiatriegeschichte - aufwarten: Thematisch wird mit Schillers bisher wenig beachteten philosophisch-physiologischen Arbeiten zum Beispiel auf das ausgerufene Friedrich-Schiller-Jahr Bezug genommen; auch nach Spuren des Leipziger Nervenarztes Paul Julius Möbius in Thomas Manns literarischem Werk wird gesucht. mehr... |
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Christen als Vermittler antiken medizinischen Wissens
Sie hießen Amazone, Augousta, Thekla oder Stephanis und gehörten zu den zehn Prozent weiblichen Ärzten unter christlichen Medizinern der Antike. Überhaupt genoss diese Berufsgruppe wider bisherigen Annahmen ein hohes Ansehen im Alten Rom. Doch mit der Erkenntnis, dass der Wissenstransfer von der Antike ins Mittelalter in besonderem Maße durch christliche Ärzte erfolgte, stellt PD Dr. Christian Schulze nun den bisherigen wissenschaftlichen Konsens in Frage. In seiner Habilitationsschrift (Institut für Geschichte der Medizin, Prof. Dr. Irmgard Müller) greift er auf eine bisher nicht gekannte Quellenfülle - vor allem auf Grabinschriften - zurück. mehr... |
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Wie Mediziner sich selbst wahrnehmen
Bis zu Beginn der Adenauerzeit besaßen deutsche Patienten in aller Regel uneingeschränktes Vertrauen zu ihrem Arzt. Doch schon in den fünfziger Jahren suchten sie einen Mediziner oft mit selbst gestellten Diagnosen und eigenen Überlegungen zur Therapie auf. Beruht dies heute auf Informationen aus dem Internet, so waren damals Artikel aus Boulevardzeitungen die Grundlage. mehr... |
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Geschichte der seelischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen
Schon früh erkannten die Menschen, dass sich seelische Störungen durch die Heilkunst beeinflussen lassen: Erste Versuche einer Klassifikation psychischer Beeinträchtigungen stammen aus dem zweiten Jahrtausend vor Christi Geburt. Wie die Gesellschaften vom Altertum bis in die Gegenwart mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen umgegangen sind, untersucht Gerhardt Nissen, der bis 1991 Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Uni Würzburg war, in einem neuen Buch. mehr... |
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Herpes
Localbehandlung des H. labialis mit 6%igem Jodvasogen (Peason) empfiehlt Regimentsarzt Dr. Fr. Halbhuber (Wien). Bevor ein H. labialis zum Ausbruch kommt, zeigt sich auf den Lippen ein eigenartiges Brennen und Jucken. mehr... |
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Vom Doppelkammer-Eichelkondom bis zum Scheidenpulverbläser - wie vor 100 Jahren verhütet wurde
Wer erfahren möchte, wie einfallsreich und mit welchen technischen Hilfsmitteln unsere Vorfahren Empfängnisverhütung betrieben haben, ist am Mittwoch, dem 22. Juni 2005, um 19.00 Uhr, recht herzlich in den Hörsaal des Institut für Physik, in der Domstraße 10 a eingeladen. Prof. Dr. med. Günter Köhler, Stellvertretender Direktor der Universitätsfrauenklinik Greifswald, wird im Rahmen der Ringvorlesung "Geschichten zum Sammeln - zu den Schätzen der Universität Greifswald aus Kunst, Kultur und Wissenschaft" einen Teilbereich aus der Geburtshilflich-gynäkologischen Sammlung der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe vorstellen. mehr... |
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Herkunft der Leichname für die Anatomie in der NS-Zeit weitgehend aufgeklärt
Bei ihrer intensiven und verantwortungsvollen Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit ist die Friedrich-Schiller-Universität Jena jetzt einen weiteren Schritt voran gekommen. Ein Team von Medizinern und Historikern aus Jena und Halle hat nach nur einjähriger Forschung weitgehend die Herkunft von Leichnamen geklärt, die das Anatomische Institut in der NS-Zeit erhalten hat. mehr... |
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Zur Wasserbehandlung des Typhus abdominalis...
Zur Wasserbehandlung des Typhus abdominalis empfiehlt Prof. G. Krönig (Berlin, Städt. Krankenhaus Friedrichshein) Bettbäder, durch die zum ersten Male eine Badeform geboten wird, welche in enger Anlehnung an die pathologisch-anatomischen Verhältnisse des Typhuspyretischen Effects das Princip der Schonung proclamirt. Autor hat mit diesem Verfahren, die Pat. im Bette selbst zu baden, sehr gute Erfolge erzielt. mehr... |
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Basedowsche Krankheit – Erysipel
Zur Behandlung der Basedowschen Krankheit mit Röntgenstrahlen liefert Dr. R. Stegmann (Rudolfinerhaus in Wien-Döbling) einen Beitrag. Derselbe hatte schon früher 2 Fälle von B. durch Bestrahlungen der Struma zur Heilung gebracht, und er verfügt jetzt über einen 3. derartigen Erfolg. mehr... |
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Hysterie: Eine vom Unterleib ausgehende Erkrankung
"Die sind ja völlig hysterisch!" So sagt man, wenn 13-jährige Mädchen beim Konzert ihrer Lieblings-Boygroup kreischen, weinen, in Ohnmacht fallen. Hysterie - damit ist heute ein überzogenes, theatralisches Verhalten gemeint. Vor gut 100 Jahren stand dieser Ausdruck noch für eine ernsthafte Krankheit, und die Betroffenen - fast ausschließlich Frauen - wurden in Psychiatrischen Anstalten behandelt. mehr... |
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Alfred Hoche: Krieg, Psychiatrie und Politik
1920 veröffentlichte der Freiburger Psychiater Alfred Hoche (1865-1943) zusammen mit dem Leipziger Juristen Karl Binding eine Schrift, die ob der Radikalität ihrer Forderung großes Aufsehen erregte: "Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens. Ihr Maß und ihre Form." mehr... |
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Elektrofisch statt Acetylsalicylsäure – Wie alte Kulturen Schmerzen behandelten
Im antiken Mittelmeerraum war es bei der Behandlung von schmerzenden Gliedern verbreitet, diese in Bottiche zu tauchen, die von elektrischen Fischen wimmelten. Die Torpedorochen versetzten den griechischen oder römischen Patienten Stromschläge und linderten dadurch deren Leiden. In medizinischen Schriften dieser Zeit werden die Tiere auch zur Behandlung chronischer Kopfschmerzen empfohlen. Dieser Therapieansatz hielt sich verblüffenderweise bis hinein ins 19. Jahrhundert, als endlich Apparaturen zur Bereitstellung von Elektrizität zur Verfügung standen. Die oft kuriose Geschichte der Schmerztherapie stellt Dr. Rainer Sabatowski von der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin der Universität zu Köln in der Fachzeitschrift "Current Pharmaceutical Design" vor. mehr... |
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Typhus abdominalis
Zur Wasserbehandlung des Typhus abdominalis empfiehlt Prof. G. Krönig (Berlin, Städt. Krankenhaus Friedrichshein) Bettbäder, durch die zum ersten Male eine Badeform geboten wird, welche in enger Anlehnung an die pathologisch-anatomischen Verhältnisse des Typhuspyretischen Effects das Princip der Schonung proclamirt. Autor hat mit diesem Verfahren, die Pat. im Bette selbst zu baden, sehr gute Erfolge erzielt. Die Gummiunterlage wurde dermaassen verlängert und verbreitert, dass durch Aufhebung und Befestigung der Vorder- und Seitenseite des Gummilakens an die entsprechenden Theile der Bettpfosten mehr oder weniger hohe Wände aufgerichtet wurden und so eine Art von Gummiwanne hergestellt werden konnte. Das Gummilaken wird nun zugleich mit einem darunter befindlichen Leintuch zusammengefaltet und dem in seiner horizontalen Bettlage verbleibenden Pat. durch je einmaliges äusserst behutsames Umdrehen des letzteren auf die rechte und auf die linke Seite mit Leichtigkeit untergeschoben. In wenigen Minuten sind Seiten- und Vorderwände formirt und die Gummibadewanne ist hergestellt. mehr... |
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Alfred Döblin: Die Großstadt als Tollhaus diagnostiziert
Alfred Döblin (1878-1957) kannte das Milieu der Proletarierviertel im Berliner Osten genau, denn hier war er aufgewachsen und jahrzehntelang als Arzt tätig. Nur deshalb war er in der Lage, den ersten und bis heute bedeutendsten deutschen Großstadtroman zu schreiben: "Berlin Alexanderplatz". Die Gegend um den "Alex" war aus der Perspektive eines Kollegen, der an der Gedächtniskirche praktizierte, "eine Art Kongo". Den Niederschlag von Döblins ärztlicher Tätigkeit in seinem literarischen Werk und die Wechselbeziehung zwischen seinen beiden Berufen untersuchte Dr. Regina May vom Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universität zu Köln. mehr... |
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Fibrinöse Pneumonie
Ueber die Serumbehandlung der fibrinösen P. lässt sich Dr. Lindenstein (Lazarus-Kranken- und Diakonissenhaus Berlin) aus auf Grund seiner an 4 Fällen gemachten Erfahrungen. 4 Fälle wurden mit dem Römer’schen Pneumokokkenserum (Merck) behandelt, und zwar wurde dieses stets sofort angewandt, sobald die Pat. in Behandlung kamen, was bei allen 4 Pat. am 2. Tage der Erkrankung der Fall war. mehr... |
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Insectenstiche
Ueber die örtliche Wirkung des Bengue-Balsams bei Mückenstichen macht Prof. Dr. E. Harnack (Halle) eine Mittheilung, um zahlreichen Menschen, namentlich solchen, die nach Italien, dem Orient etc. reisen, einen Dienst zu leisten mit der Empfehlung des aus Menthol, Menthyl-Salicylat und Lanolin bestehenden und in Tuben in den Handel kommenden Präparats, mit dem autor bei sich und manchen anderen recht günstige Erfahrungen gemacht hat. Je rascher nach dem Stich die Einreibung erfolgt, desto eclatanter die Wirkung. mehr... |
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Tendinitis
Eine typische Erkrankung der Achillessehne beschreibt A. Schanz (Dresden). Es handelt sich um eine schmerzhafte Anschwellung der Achillessehne, welche sich im Anschluss am übermässige Inanspruchnahme dieser Sehne entwickelt. Die Pat. kommen mit der Angabe, dass sie an Schmerzen über der Ferse leiden, dass diese Schmerzen entweder nur oder doch hauptsächlich beim Gehen auftreten; das Leiden habe sich im Anschluss an eine Radtour, Bergparthie, längeres Schlittschuhlaufen oder dgl. bemerkbar gemacht., oder nach einem Abrutschen des nur mit der Spitze aufgesetzten Fusses von einer Treppenstufe.
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Behandlung des Klumpfusses, Pes varus
Die Behandlung des angeborenen Klumpfusses beim Neugeborenen u. Säugling bespricht Dr. M. Haudek (Wien). Derselbe hat die Verfahren von Finck und v. Oettingen combinirt und etwas modicifirt zur Anwendung gebracht und damit sehr gute Erfolge erzielt: manuell durchgeführtes Redressement und Fixirung des Resultates durch einen redressirenden verband. Die Behandlung kann – ausser wenn das Kind besonders schwach ist – schon in den ersten Tagen nach der Geburt einsetzen und soll es auch, da eine möglichst frühzeitige radicale Beseitigung des Klumpfusses wünschenswerth ist. mehr... |
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Augenentzündungen: Augenbäder mit Lösungen von künstlichem Emsersalz,...
die er sich selbst herstellte, empfiehlt Augenarzt Dr. Hesse (Pirna). Seit fünf Jahren verwendet er zu diesen Bädern Augenbadewannen, d. h. kleine Gläschen, deren Rand so geschliffen ist, dass er der Umgebung des Auges sich gut anpasst. Eine solche zugleich mit einer Glastube, enthaltend 20 Tabletten von künstlichem Emser Salz á 1 g und eine Glasflasche von 100 g, wird von der Chem. Fabrik Dr. E. Sandow in Hamburg in den Handel gebracht (zu haben in Apotheken und Drogenhandlungen, sowie direct von der Fabrik für Mk. 1,50). Die Flaschen werden mit abgekochtem Wasser angefüllt, um darin eine Tablette zu lösen; die Augenbadewanne damit zu Hälfte gefüllt, vom Pat. in die Hand genommen, dann das Auge geöffnet und bei vornübergebeugtem Kopf in die Badewanne hineingedrückt, so, dass der Rand der Badewanne überall der Umgebung des Auges fest anliegt. Alsdann soll der Kopf soweit nach rückwärts erhoben werden, dass das Wasser in der Badewanne sich über dem Auge befindet, um nun dasselbe bei fleissigem Oeffnen und Schliessen des Auges auf die Dauer von 1/2 Minute zu baden. Dies wird 4-6mal am Tage wiederholt. Diese absolut schmerzlosen Bäder haben sich bestens bei äusseren katarrhalischen und entzündlichen A., sowie zur Verhütung dieser Zustände und zur Pflege der Augen bewährt. mehr... |
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Die Meningokokkenpharyngitis als Grundlage der epidemischen Genickstarre...
beleuchtet in ihrer praktischen Bedeutung Dr. A. Ostermann (Hygien. Institut der Universität Breslau). Schon Flügge hat darauf aufmerksam gemacht, dass bei der Verbreitung der Genickstarre jedenfalls nicht so sehr die Genickstarrekranken selbst eine Rolle spielen, als vielmehr Kokkenträger, die nur mit einer specifischen Pharyngitis behaftet sind. Diese macht oft sehr geringe, ja gar keine klinischen Erscheinungen, sie ist aber zur Zeit einer Epidemie bei einer sehr grossen Anzahl von Menschen vorhanden, und zwar recht reichlich und recht lange Zeit. Von diesen Menschen erkranken nur einzelne, für M. Disponirte, selbst an Genickstarre, aber sie sind alle Verbreiter der Infection. mehr... |
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Typhus...
Zur Wasserbehandlung des Typhus abdominalis empfiehlt Prof. G. Krönig (Berlin, Städt. Krankenhaus Friedrichshein) Bettbäder, durch die zum ersten Male eine Badeform geboten wird, welche in enger Anlehnung an die pathologisch-anatomischen Verhältnisse des Typhuspyretischen Effects das Princip der Schonung proclamirt. Autor hat mit diesem Verfahren, die Pat. im Bette selbst zu baden, sehr gute Erfolge erzielt. Die Gummiunterlage wurde dermaassen verlängert und verbreitert, dass durch Aufhebung und Befestigung der Vorder- und Seitenseite des Gummilakens an die entsprechenden Theile der Bettpfosten mehr oder weniger hohe Wände aufgerichtet wurden und so eine Art von Gummiwanne hergestellt werden konnte. mehr... |
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Typhus
Zur Wasserbehandlung des Typhus abdominalis empfiehlt Prof. G. Krönig (Berlin, Städt. Krankenhaus Friedrichshein) Bettbäder, durch die zum ersten Male eine Badeform geboten wird, welche in enger Anlehnung an die pathologisch-anatomischen Verhältnisse des Typhuspyretischen Effects das Princip der Schonung proclamirt. Autor hat mit diesem Verfahren, die Pat. im Bette selbst zu baden, sehr gute Erfolge erzielt. Die Gummiunterlage wurde dermaassen verlängert und verbreitert, dass durch Aufhebung und Befestigung der Vorder- und Seitenseite des Gummilakens an die entsprechenden Theile der Bettpfosten mehr oder weniger hohe Wände aufgerichtet wurden und so eine Art von Gummiwanne hergestellt werden konnte. Das Gummilaken wird nun zugleich mit einem darunter befindlichen Leintuch zusammengefaltet und dem in seiner horizontalen Bettlage verbleibenden Pat. durch je einmaliges äusserst behutsames Umdrehen des letzteren auf die rechte und auf die linke Seite mit Leichtigkeit untergeschoben. mehr... |
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Hysterie
Ueber hysterisches Zittern liess sich Dr. F. Jamin aus. Ein hysterisches Zittern als solches lässt sich nicht bestimmt charakterisieren; bei der Hysterie können alle sonst auch beobachteten Zitterformen vorkommen. Am häufigsten wird Zittern bei der sogen. traumatischen Hysterie gesehen. Gerade bei Versicherungskranken in höherem Lebensalter (vom 50. Lebensjahre an) beiderlei Geschlechts kommt nicht selten eine Art des Zitterns zur Beobachtung, die sich zuweilen nach allgemeinen oder localen Traumen, häufiger wohl nach jahrelanger anstrengender körperlicher Arbeit vorwiegend im rechten arm entwickelt und dabei oft das einzige objective Zeichen einer functionellen nervösen Störung darstellt. mehr... |
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Pneumonie
Die äusserliche Anwendung des Guajakols in der Behandlung der P. empfiehlt auf Grund reicher Erfahrungen, die er von 1890-1904 gesammelt hat, Prof. Dr. Maldarescu (Bukarest).
Besonders veranlasste ihn die rasch nach der Anwendung folgende Entfieberung der Pneumoniker, diese Behandlung Jahre hindurch anzuwenden. Das flüssige Guajakol wird in einer Dosis von 6-8 g auf dem Rücken, entsprechend dem angegriffenen Lungenteil, in einer Ausdehnung von etwa 0,2 qm mittels Wattebausches eingerieben; die eingeriebene Fläche wird mit einer Watteschicht bedeckt. mehr... |
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Puerperaler Tetanus
Ein Fall von puerperalem T. nach Abort wird von Prof. Dr. P. Seegert (Kgl. Univers.-Frauenklinik Berlin) mitgetheilt. Ausräumung eines Aborts im dritten Monate digital. Sieben Tage darauf Beginn tetanischer Erscheinungen. 21 Stunden nach Entwickelung der letzteren zum ersten Male Injection von 100 A.-E. von Behring’s Tetanusserum; am nächsten tage Wiederholung der Injection. Trotzdem Verschlechterung des Zustandes und am dritten Krankheitstage Exitus letalis. Es beweist dieser Fall wieder, dass der T., ausgehend von der Innenfläche des Uterus, eine echte puerperale Infection sein kann und dass derselbe eine sehr triste Prognose hat. Bei der sonstigen Aussichtslosigkeit jeglicher Therapie wäre wohl in künftigen Fällen die sofortige vaginale Totalexstirpation des puerperalen Uterus mit gleichzeitiger Antitoxinbehandlung. mehr... |
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Syphilis
Die therapeutische Verwendbarkeit des Jothions rühmt Dr. R. Volk (k. k. Allgem. Krankenhaus Wien), der das Präparat bei einer grossen Anzahl von Syphilitikern mit bestem Erfolge anwandte. Am besten rein aufgepinselt (3-5 ccm auf einmal, die Stellen wechselnd, bei Pat. Mit sehr empfindlicher Haut mit Ol. Olivar. verdünnt), wird es von der Haut aus rasch resorbiert und wirkt prompt ein, namentlich in den späteren Stadien der S., wo es besonders da von unschätzbarem Werthe ist, wo Jodpräparate intern nicht tolerirt werden. Da man sehr grosse Dosen anwenden kann, wird man zu Jothion gern greifen, wo rasche Beeinflussung nöthig ist. Jodismus kommt recht selten vor. Manchmal verursacht das Jothion Brennen und Jucken, wogegen aber Amylpuderung rasch hilft. – Jothion als 20-25%ige Salbe leistete auch recht gute Dienste bei nicht zu alten Infiltraten im Nebenhoden nach blennorrhoischer Epididymitis (abwechselnd mit Wärmeapplication) und bei Prostatitis in form von Suppositorien (0,2-0,3 pro dosi) als Ersatz für Jodjodkalisuppositorien. mehr... |
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Einen Fall von primärem Lungencarcinom...
...mit Metastasen in den Bronchialdrüsen und im Gehirn beschreibt Dr. G. Schröder (Heilanstalt f. Lungenkranke zu Schömberg). 43jähriger Pat., dessen Bruder an Tuberculose leidet. Pat., im Beruf durch Staub geschädigt, aber früher nicht krank, bekam in den letzten Jahren leichte Arteriosklerose und Husten, seit 1903 auch allmähliche Abmagerung und Entkräftung; bei den Hustenanfällen (sie waren keuchhustenartig) Expectoration von spärlichem sanguinolentem Sputum. Seit einigen Monaten Gedächtnissschwäche und Schwachsichtigkeit. Acht Tage vor der Aufnahme apoplectischer Insult; seitdem unsicherer Gang, Zunahme der Gedächtnisschwäche und Sehstörungen.
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Rhinitis
Die Behandlung des Schnupfens der Säuglinge;
Beitrag zur Verhütung der epidemischen Cerebrospinalmeningitis, so betitelt sich eine Arbeit von Dr. K. Vohsen (Frankfurt a. M.). Pathologische Zustände der Nase und des Nasenrachenraumes schaffen, wie man jetzt weiss, eine erhöhte Disposition für die Aquisition einer Genickstarre. mehr... |
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Marmorek´s Serum
Ihre Erfahrungen mit Marmorek´s Serum bei der Lungenphthise theilen Dr. A. Krokiewitz und Dr. B. Engländer mit. Diese waren recht ungünstige. mehr... |
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Zur Behandlung der chronischen Obstipation
möchte Dr. O. Kohnstamm vor allem Weglassung des Fleisches empfehlen. Er ist zur Ueberzeugung gekommen, dass das Fleischeiweiss bei seiner Zersetzung im Darm einen peristaltikhemmenden Stoff erzeugen muss. mehr... |
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Der Eid des Hippokrates
Für den Laien dürfte es zunächst einmal interessant sein, dass der Hippokratische Eid nicht von Hippokrates stammt, sondern dass der berühmte griechische Arzt der Antike des 5./4. Jahrhunderts v. Chr. lediglich herhalten musste für eine Sammlung medizinischer Schriften namens Corpus Hippocraticum, zu denen auch der sogenannte Eid des Hippokrates gehörte. Der Eid wurde, angepasst an die Zeiten, verschiedentlich variiert, sein ethisches Programm blieb erhalten: die über allem stehende Wertschätzung des menschlichen Lebens. Das Ideal des Arztes leitet sich nach wie vor daraus ab; mehr... |
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Lagerung unreiner Kranker auf Torfmull
...empfiehlt Dr. O. Zippel (Hamburg). Im Hamburger Werk- und Armenhause liegen dauernd 300 alterssieche und chronisch Kranke zu Bett, von denen 20-30 Urin und Stuhl unter sich lassen. Autor lagert die unreinen Patienten seit sechs Jahren auf Torfmull und ist mir den Erfolgen sehr zufrieden; es wird in den meisten Fällen Decubitus verhütet: mehr... |
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Glidin, Dr. Klopfer´s Weizen-Lecithin-Eiweiss
...das ca. 96% Eiweiss und 1% Lecithin enthält, soll sich als Kräftigungsmittel, wie mehrfache Angaben in der Literatur es bezeugen, gut bewährt haben. mehr... |
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Acute Struma als Folge von Seekrankheit
...sah Dr. A. Rosenfeld (Breslau) auf einer Reise nach Südamerika bei einer 45jährigen Stewardess auftreten, die vorher nicht an Kropf gelitten hatte, aber einen solchen bekam, nachdem sie einige Tage seekrank gewesen. mehr... |
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Frostbeulen
In einer Notiz über Behandlung von Frostbeulen macht Prof. C. Binz (Bonn) darauf aufmerksam, dass er seit Jahren sehr gute Erfolge mit einer Salbe von Calcaria chlorata erzielt; 1 g davon und 9 g Paraffinsalbe werden gut zusammengerieben 8nur frische Salbe ist zu verwenden, riecht sie nicht mehr kräftig, dann wirkt sie nicht mehr). mehr... |
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Zur Aetiologie des Purperalfiebers
...berichtet Dr. H. Beer (Wien) über folgenden interessanten Fall. In der Praxis ener Hebamme kamen kurz nacheinander einige Fälle von Infection vor. Die Hebamme und ihre Instrumente wurden revidiert, aber nichts Verdächtiges gefunden. mehr... |
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Infusionsbomben
Stellt auf Veranlassung von Dr. H. M. Marcus (Wien) C. Haubner´s Engelapotheke in Wien her. mehr... |
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Magische Heilmethode der Römer: Gladiatorenblut gegen Epilepsie
Das Blut eines getöteten Gladiators war in der Vorstellung der Römer ein Medikament gegen Epilepsie. Den Menschen im Mittelalter reichte das Blut eines geköpften Verbrechers. Mögliche Ursprünge dieses schaurig-magischen Mittels in den rituellen Schwertkämpfen der Etrusker und das Andauern des Aberglaubens sogar bis ins 20. Jahrhundert hinein haben Professor Dr. Axel Karenberg und Dr. Ferdinand Peter Moog vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität zu Köln jetzt in einer Untersuchung aufgezeigt. mehr... |
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Seekrankheit
In einem Artikel zur Seekrankheit beschreibt der Maler P. Kappmeier (Altkloster) seine Neptunskappe wie folgt: mehr... |
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Ueber eine acute Saccharinvergiftung...
...berichtet Dr. Lüth (Bajohren). Eine Frau verschaffte sich 5 g Saccharin aus einer russischen Apotheke und nahm suicidii causa 3 Stück von ungefähr Roggenkorngrösse. 15 Minuten später war Autor zur Stelle. Er fand die Frau am Boden liegend, ganz das Bild acuter Alkoholvergiftung bietend. mehr... |
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Bergmann´sche Kautabletten
Zur Behandlung des D. insipidus berichtet Prof. C. Posner (Berlin) über einen Fall, bei dem die Bergmann´schen Kautabletten recht gute Dienst leisteten, speciell was die Trockenheit im Munde und das Durstgefühl anbetrifft. Der Kauact erzeugt ja reflectorischerhöhte Speichelabsonderung und erklärt sich die gute Wirkung der Tabletten, die nicht nur Durchfeuchtung der Mundhöhle herbeiführten, sondern auch einigermaassen eine Entlastung der Nieren bewirkten. Pat. mehr... |
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Zur Verbesserung der Blutverhältnisse...
Glidin, Dr. Klopfer´s Weizen-Lecithin-Eiweiss, das ca. 96% Eiweiss und 1% Lecithin enthält, soll sich als Kräftigungsmittel gut bewährt haben. mehr... |
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Gegen Erbrechen bei Bandwurmcuren
Zur Verhütung des Erbrechens bei Bandwurmcuren liess man bisher schwarzen Kaffee, Cognak, Citronensaft, Pfefferminzkuchen nehmen, doch war die Wirkung dieser Mittel unsicher. Seit mehreren jahren bedient sich San.-R.E. Apolant (Berlin) eines Verfahrens, das ihm sehr gute Dienste leistet. mehr... |
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Erfahrungen über die Anwendung von Eisen und Arsen
theilt Nervenarzt Dr. L. Laquer (Frankfurt a. M.) mit. Seit einer Reihe von Jahren leistete ihm Ferratose in den verschiednsten Fällen von nervöser Erschöpfung bei Männern und Frauen vortreffliche Dienste, wenn es darauf ankam, die gleichzeitig bestehenden Mängel der Blutmischung zu heben. Ferratose ist die wohlschmeckende Lösund von Ferritin und enthält 0,3% Eisen. Sie ist leicht bekömmlich und wird auch von Kranken mit reizbaren Verdauungsorganen gut vertragen. Autor zieht sie jetzt allen flüssigen Eisenpräparaten vor, zumal sie auch recht billig ist (250g M. 1,50). Er hatte aber oft den Wunsch, dem Präparat ein erprobtes Nervinum hinzuzufügen. Als solches steht in erster Linie das Arsen da, wohl das anregendste Agens bei allgemeiner Erschlaffung mehr... |
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Medizingeschichte: Menopause im 18. Jahrhundert
„Nachlassende Kreislaufkräfte“ und „schwankende Blutfülle“ machten Mediziner im 18. Jahrhundert für das Ausbleiben der Periode in der Menopause verantwortlich. Die meisten Publikationen dieser Zeit gehen von einem pathologischen Prozess aus. Die Vorstellungen über Krankheiten der Peri- und Postmenopause im 18. Jahrhundert entwickelten sich auf der Grundlage der damaligen Theorien zur Physiologie der Körpervorgänge; sie sind im wesentlichen geprägt von der Iatromechanik, der Lehre, dass der menschliche Organismus nach rein mechanischen Gesetzen funktioniert. mehr... |
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Bier´sche Stauungshyperaemie bei Augenkrankheiten...
...wurde in der Kgl. Univers.-Klinik in München versucht, wie Oberarzt Dr. Renner von dort mittheilt. Es wurde - aber nur bei jugendlichen Individuen - die von Bier empfohlene 3cm breite Gummibinde 6-12 Stunden täglich am Halse angelegt. mehr... |
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Eine sterilisirbare Wattebüchse für das Sprechzimmer...
...empfiehlt Augenarzt Dr. H.E. Oppenheimer (Berlin). Derselbe machte vor kurzem seine engeren Fachkollegen auf eine neue sterilisirbare Büchse aufmerksam, die etwa 25 fertig bereitete Augenverbände enthält, und zwar so, dass stets an die Stelle des herausgenommenen Verbandes ein neuer steriler automatisch heranrückt. Autor hat nun dies Princip auch für eine Wattetampons-Büchse verwerthet. mehr... |
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