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Infos für Ärzte   
Liebe Leserin,
    Lieber Leser,

Sie finden hier aktuelle Informationen für Ärzte.
Ältere Beiträge dieser Kategorie finden Sie in unserem  Archiv oder Sie können interessante Beiträgen einfach und bequem über unsere Suchfunktion finden.

03.02.2012
Aktualisierung der DEGAM-Leitlinie Müdigkeit
Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) hat ihre Leitlinie zum Thema Müdigkeit überarbeitet. Der Beratungsanlass Müdigkeit stellt eine Herausforderung für den Hausarzt dar, der einen bio-psycho-sozialen Ansatz in Diagnostik und Therapie erfordert. Mit einem diagnostischen Basisprogramm sowie ggf. einer strukturierten Begleitung des Patienten bei längerem Krankheitsverlauf kann der Hausarzt seiner Betreuungsaufgabe gerecht werden.
03.02.2012
Protonenpumpeninhibitoren erhöhen bei Raucherinnen das Risiko von Hüftfrakturen
Frauen, die Protonenpumpeninhibitoren gegen Magengeschwüre einnehmen, haben später ein leicht erhöhtes Risiko einer Hüftfraktur. Betroffen sind laut einer Studie unter der Leitung des Massachusetts General Hospital vor allem Raucherinnen. Die im British Medical Journal veröffentlichten Forschungsergebnisse weisen einen Zusammenhang zwischen der langfristigen Einnahme von sogenannten Protonenpumpeninhibitoren und Knochenbrüchen bei Rauchern nach.


03.02.2012
Psychopharmaka sind besser als ihr Ruf
In der Öffentlichkeit herrscht ein gewisses Misstrauen gegenüber der Wirkung von Psychopharmaka. Immer wieder werden Studien veröffentlicht, die den Nutzen der Medikamente in Frage stellen. Häufig seien sie kaum sinnvoller als Placebos. Prof. Stefan Leucht, Klinik für Psychiatrie des Klinikums rechts der Isar der TU München, konnte mit einer Datenanalyse belegen, dass die Wirkung von Psychopharmaka derer von Arzneien anderer Disziplinen nicht nachsteht.
03.02.2012
Knapp werdende Rohstoffe: Keine Zukunft ohne seltene Metalle
Nicht nur in Laptops, Handys und LED-Bildschirmen schlummern seltene Metalle, sondern auch in Solarzellen, Batterien für E-Mobile und vielem mehr. Die wachsende Nachfrage erhöht das Risiko eines Versorgungsengpasses. Am «Technology Briefing» erläuterten Empa-Forscher und Industrievertreter, weshalb seltene Metalle für viele Schlüsseltechnologien wesentlich sind und wie sich eine Verknappung vermeiden lässt.
03.02.2012
Todespilz: toxische Aminosäuren verantwortlich für Todesfälle in China?
War der Verzehr von giftigen Pilzen schuld an einer Reihe seltsamer Todesfälle in der chinesischen Provinz Yunnan? Ein Team um Ji-Kai Liu (Peking) hat jetzt weitere Belege für diese Hypothese gefunden. In der Zeitschrift Angewandte Chemie stellen die Forscher zwei ungewöhnliche toxische Aminosäuren vor, die sie in Extrakten der Pilze identifizieren konnten.

03.02.2012
Zusammenhang zwischen Darmbakterien und der Ausbildung von Fettleibigkeit
Änderungen in der Zusammensetzung und Stoffwechselfunktion von Darmbakterien werden zunehmend mit der Ausprägung von Fettleibigkeit und anderen schwerwiegenden Stoffwechselstörungen in Verbindung gebracht. Professor Antonio Gasbarrini von der EAGEN, einer Organisation im europäischen Gastroenterologie-Verband UEGF, ist der Auffassung, dass jüngste Studien an Tieren hilfreich für das Verständnis der Ausbildung von Fettleibigkeit waren und auf mögliche zukünftige neue Wege zur Bekämpfung dieser Erkrankung deuten. „Wir wissen schon seit vielen Jahren, dass Fettleibigkeit das Ergebnis komplexer Wechselwirkungen zwischen genetischen und Umweltfaktoren ist“, sagt er. „Die neuesten Erkenntnisse, dass sich Veränderungen in der Darmflora auch auf die Ausbildung von Fettmasse, Insulinresistenz und unterschwelligen Entzündungen auswirken, sind faszinierend und bieten bei einigen Stoffwechselstörungen bisher ungeahnte Möglichkeiten für neue therapeutische Ansätze.“
02.02.2012
Humantis: Produkt- und Serviceangebote für die orthopädische Praxis
Moderne, GKV-unabhängige pharmazeutische Produkte, besondere Serviceangebote und kompetente Mitarbeiter – dies ist das Erfolgskonzept der am 01. Juli 2011 gegründeten Humantis GmbH. Mit einem Portfolio aus bewährten und innovativen Produkten zur arztgestützten Selbstmedikation sowie für individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) hat sich das in Köln ansässige Pharmaunternehmen konsequent auf Produkt- und Serviceangebote für die orthopädische Praxis spezialisiert. Im Fokus stehen dabei die Kompetenzfelder „Arthrose/Gelenkschmerz“, „Osteoporose“ und „Revitalisierung“.
02.02.2012
Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern: Erster Patient in gesamteuropäisches Register (PREFER in AF) eingeschlossen
Die Daiichi Sankyo Europe GmbH gab den Einschluss des ersten Patienten in das Register PREvention oF thromboembolic events – European Registry in Atrial Fibrillation (PREFER in AF, Prävention thromboembolischer Ereignisse – europäisches Register bei Vorhofflimmern) bekannt. (1) Mit einem neuen Ansatz für das Patientenregister werden bei PREFER in AF Daten über das gesamte Spektrum von Patienten mit Vorhofflimmern (VHF) einschließlich valvulärer und nicht valvulärer Formen der Erkrankung erhoben. (1)
02.02.2012
Verhütung bei Adipositas: Für übergewichtige Frauen werden östrogenfreie Kontrazeptiva empfohlen
Übergewicht wird auch in der Frauenarztpraxis immer mehr ein Thema. Nicht nur weil die Adipositas Risikofaktor für viele chronische Krankheiten sein kann, sondern auch weil Übergewicht das Thromboserisiko erhöht. Sowohl die WHO als auch das britische Royal College of Gynecologists and Obstetricians (RCOG) stufen deshalb kombinierte orale Kontrazeptiva (KOK) nicht als Methode der 1. Wahl ein, während sie östrogenfreie Verhütungsmethoden auch bei starkem Übergewicht als empfehlenswert erachten.
02.02.2012
Mikrobielle Sulfit-Reduktion: Baupläne für neue Energiewandlungssysteme
Biologen der TU Darmstadt erforschen Energiestoffwechselsysteme von Mikroorganismen, deren Aktivität die globalen Stoffkreisläufe von Stickstoff- und Schwefelverbindungen wesentlich beeinflussen. Jetzt ist ihnen die Charakterisierung eines neuartigen Enzymsystems eines Bakteriums zur Reduktion der Schwefelverbindung Sulfit gelungen. Da solche Systeme bausteinartig aufgebaut sind, eröffnet sich die Möglichkeit, künftig gezielt mikrobielle Energiestoffwechseleigenschaften zu planen.

02.02.2012
Umfrage zum Infektionsschutz in deutschen Krankenhäusern startet
Die Initiative Infektionsschutz, ein interdisziplinäres Expertengremium, führt derzeit eine online-basierte Umfrage unter ärztlichen und kaufmännischen Direktoren, Krankenhaushygienikern, Chefärzten und Pflegedirektoren durch. Mit Hilfe der Umfrage möchte die Initiative Infektionsschutz Erkenntnisse zu Hygienestandards und zu Strategien bezüglich der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben in deutschen Krankenhäusern gewinnen.
02.02.2012
Strengeres kardiovaskuläres Monitoring bei Ersteinnahme von Fingolimod
Das Krankheitsbezogene Kompetenznetz Multiple Sklerose (KKNMS) und der Ärztliche Beirat der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft, Bundesverband e.V. (DMSG) weisen darauf hin, Multiple Sklerose Patienten ab sofort vor, während und nach der Neueinstellung auf Fingolimod einer engmaschigen kardiovaskulären Überwachung zu unterziehen. Nachdem in den USA eine Patientin in weniger als 24 Stunden nach der Ersteinnahme von Fingolimod aus bislang unbekannter Ursache verstarb, hat die Europäische Arzneimittel Agentur (EMA) einen Reviewprozess eingeleitet. Die Ergebnisse werden für März 2012 erwartet.
Die Herstellerfirma hat einen entsprechenden Rote-Hand-Brief veröffentlicht.

02.02.2012
Leberschäden erkennen mit Bluttest statt Biopsie
Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe. Damit ist das Verfahren schonender und genauso verlässlich wie die bisher notwendige Gewebeentnahme, deren Ergebnis meist erst nach etwa einer Woche vorliegt. Der neue Test wurde von Siemens Healthcare zusammen mit dem University College London entwickelt und kann als Routinetest auf den Siemens ADVIA Centaur Immunoassay-Systemen eingesetzt werden.
01.02.2012
Nephrologie: 7. Post ASN-Meeting
Das Post-ASN Meeting, das in diesem Jahr zum 7. Mal vom Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V. in Kooperation mit der American Society of Nephrology (ASN) und der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie veranstaltet wurde, bot an zwei Tagen die Gelegenheit, sich über die wichtigsten Themen und wissenschaftlichen Erkenntnisse des Jahreskongresses der amerikanischen Nephrologischen Gesellschaft in kompakter Weise zu informieren. Nephrologen aus den USA und Deutschland präsentierten in Berlin in 6 Blöcken Daten zu nahezu jedem Gebiet der Nephrologie: von der klinischen Nephrologie, über glomeruläre Erkrankungen, Dialyse, akutes Nierenversagen, Bluthochdruck bis zur Transplantation.
01.02.2012
Neue Biomarker zur Schnelldiagnose akuten Nierenversagens
Es gibt keine typische klinische Symptomatik bei akuter Nierenschädigung. Der Kreatininwert braucht ein bis zwei Tage, bis er nach einer Schädigung der Niere ansteigt. Er steigt allerdings auch bei einer schlechteren Durchblutung der Niere an, die meist keinen Notfall darstellt. Daher werden Nierenschädigungsparameter gesucht, die sich auch für die Situation in der Notaufnahme eignen. Prof. Kai Schmidt-Ott und Prof. Friedrich C. Luft, ECRC Berlin, untersuchten bei 1700 Notaufnahme-Patienten fünf Urin-Biomarker, um deren Eignung als Diagnose- und Prognoseinstrument zu überprüfen, und sie wurden fündig.
01.02.2012
Vermeintlich robustere Knieprothese zeigt höheren Verschleiß
Ist bei Arthrose im Knie der Gelenkknorpel nur einseitig zerstört, jede Belastung aber trotzdem eine Qual, kommt für manche Betroffene ein Teilersatz des Gelenks in Frage. Dafür gibt es sogenannte Schlittenprothesen in zwei verschiedenen Ausführungen. Welche der beiden Varianten langjährigem Einsatz besser standhält, hat Biomechaniker Dr. Jan Philippe Kretzer von der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg mit seinem Team erstmals im Bewegungssimulator untersucht. Dabei schnitt gerade die Prothese schlechter ab, die theoretisch weniger verschleißen sollte: Aus ihr lösten sich mehr Kunststoffpartikel, die langfristig die Haltbarkeit des Gelenkersatzes begrenzen können.
01.02.2012
Pharma-Stellungnahme zur IQWiG-Dossierbewertung von Linagliptin (Trajenta®): "Äpfel mit Birnen verglichen"
Boehringer Ingelheim und Lilly, Partner in einer weltweiten Diabetes-Allianz, haben ihre Stellungnahme zur frühen Nutzenbewertung von Linagliptin an den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) abgegeben.
01.02.2012
Idiopathische Lungenfibrose: Pirfenidon jetzt als 4-Wochen-Packung erhältlich
Als erste und einzige zugelassene medikamentöse Therapie zur Behandlung der leichten bis mittelschweren idiopathischen Lungenfibrose (IPF) steht Esbriet® (Pirfenidon) Patienten in Deutschland seit September 2011 zur Verfügung. Ab dem 1. Februar 2012 vereinfacht nun eine 4-Wochen-Packung die Therapieplanung für Arzt und Patient – und hat für Letzteren zudem Kostenvorteile.
01.02.2012
Gutachter diskutieren in Jena Fragen zur berufsbedingten Lärmschwerhörigkeit
Mit der Berufskrankheit Lärmschwerhörigkeit beschäftigt sich das 16. Jenaer Fort- und Weiterbildungskolloquium zu Gutachten in der Hals-Nasen- und Ohrenheilkunde, das am 3. und 4. Februar am Universitätsklinikum Jena stattfindet. Die etwa einhundert Teilnehmer - Ärzte, Vertreter von Berufsgenossenschaften und Juristen aus dem gesamten Bundesgebiet - widmen sich in diesem Jahr als Hauptthema den Ursachen und der Begutachtung dieser Berufskrankheit. Sie wird deutschlandweit am häufigsten anerkannt, allein im Jahr 2010 in 5606 Fällen. So stellen Experten der Berufsgenossenschaften und ärztliche Gutachter am Samstag die als „Königsteiner Empfehlung“ neu überarbeitete Richtlinie für die Begutachtung der Lärmschwerhörigkeit vor. Ergänzt wird das Programm durch Vorträge zur Begutachtung von Atemwegserkrankungen und berufsbedingten Allergien.
01.02.2012
Risiko Brustimplantat/ Experte: "Silikonpads sind keine One-Time-Surgery"
Silikonimplantate in der Brust stellen immer ein bestimmtes Gesundheitsrisiko dar - auch solche, die nicht von der Skandalfirma PIP und deren Abnehmer stammen. "Ideal wäre zwar, dass Brustimplantate nach dem Einsetzen 20 Jahre im Körper verbleiben können. Das ist jedoch meist nicht der Fall. Silikonimplantate sind keine One-Time-Surgery und Probleme eher Regel als Ausnahme. Patientinnen müssen mit einem Austausch nach fünf Jahren rechnen", sagt Peter M. Vogt, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie DGPRÄC im pressetext-Interview.
01.02.2012
Unterstützung für pflegende Angehörige
Das DZNE und der Landesverband der Alzheimer Gesellschaft Mecklenburg-Vorpommern schließen einen Kooperationsvertrag zur Entwicklung von Schulungsangeboten für Angehörige demenzkranker Menschen.
31.01.2012
Neue AWMF-Leitlinie zur Rhinosinusitis: Experten empfehlen Myrtol standardisiert®
Die Rhinosinusitis ist eine häufige Erkrankung: Rund sechs Millionen Mal wird in Deutschland die Diagnose „akute Sinusitis“ gestellt. Und bei rund drei Millionen Patienten diagnostizieren Ärzte eine chronische Sinusitis. Aktuelle Therapieoptionen im Interesse einer optimalen Patientenversorgung sind jetzt neu in der Rhinosinusitis-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde definiert, die in der Datenbank der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlich Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) im Internet veröffentlicht sind (1). Die Experten zitieren eine Studie, wonach die Behandlung mit Myrtol standardisiert®, das zusätzlich zu abschwellenden Nasensprays gegeben worden war, den Symptomenscore bei akuter Sinusitis statistisch signifikant gegenüber Plazebo verbessert hatte.
31.01.2012
Rund ein Drittel der Vorschulkinder mit Sprachproblemen
Etwa jedes dritte Kind im Vorschulalter hat eine gestörte Sprachentwicklung - mit auffälligen Unterschieden zwischen Jungen und Mädchen. Im sechsten Lebensjahr haben rund 38 Prozent der Jungen eine Sprechstörung, dagegen nur 30 Prozent der gleichaltrigen Mädchen. Das geht aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten neuen Arztreport der Krankenkasse Barmer GEK hervor.
31.01.2012
Abwehrzellen zielgenau aktivieren und bremsen
Eine am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) untersuchte Substanz kann die Zellen der körpereigenen Abwehr stimulieren – bis auf einen bestimmten Typ von ihnen, den sie sogar gezielt hemmt. Weil die betreffende Klasse von Immunzellen, genannt „Th 17“, manchmal gesundheitliche Probleme verursacht, hoffen die Forscher auf vielfältige Einsatzmöglichkeiten für das Molekül. Vor allem als Impfstoff-Zusatz, auch Adjuvans genannt, könnte es eine maßgeschneiderte Immunisierung gegen bestimmte Erreger ermöglichen.
31.01.2012
Mausmodell: Haut ohne Stammzellen in Gehirnzellen verwandelt
Wisenschaftler der Stanford University School of Medicine haben bei Mäusen Hautzellen direkt in Zellen umgewandelt, die sich zu den Hauptbestandteilen des Gehirns entwickeln. Bei diesem Experiment wurde auf den Einsatz von Stammzellen in der Mitte dieses Vorgangs verzichtet. Das Team um Marius Wernig zeigt sich in den Proceedings of the National Academy of Sciences in Hinblick auf den möglichen Einsatz in der Medizin optimistisch.
31.01.2012
Midazolam zur Behandlung akuter Krampfanfälle bei pädiatrischen Patienten
Ärzten und Betreuungspersonen steht jetzt mit Buccolam® (Midazolam, Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle) eine neue Option zur Behandlung länger anhaltender, akuter Krampfanfälle bei Säuglingen, Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 Monaten bis unter 18 Jahren zur Verfügung. Bei Säuglingen im Alter von 3 bis 6 Monaten sollte die Behandlung in einer Klinik erfolgen, in der Überwachungsmöglichkeiten und eine entsprechende Reanimationsausrüstung vorhanden sind.
31.01.2012
DGPPN: Krankenkassen bei der Behandlung der Tabakabhängigkeit in der Pflicht
In einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr fordert die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) gemeinsam mit weiteren medizinischen Fachgesellschaften die Tabakabhängigkeit als Erkrankung anzuerkennen.
31.01.2012
Nahrungsmittelskandale: Mit neuen Lichteffekten gefährlichen Keimen auf der Spur
Mit dem Ziel, einen neuartigen, äußerst messgenauen Durchflusszytometer zu entwickeln, kooperieren die Firma Quantum Analysis GmbH aus Münster, die FH Münster und das Institut iNano der Hochschule Niederrhein aus Krefeld. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) gefördert. Hintergrund ist die Optimierung des universellen Analyse- bzw. Diagnostikverfahren für mehr Patienten- und Verbrauchersicherheit.
30.01.2012
Phasenkontrast-Bildgebung: Innovation aus der Physik
Mitte Januar trafen sich 90 Physiker und Mediziner aus 11 europäischen Ländern in Garmisch-Partenkirchen beim 1. Interdisziplinären Europäischen Symposium zur biomedizinischen Anwendung der Phasenkontrast-Bildgebung. Thema waren neue Entwicklungen in Diagnose und Therapie. Die Initiatoren Prof. Maximilian Reiser (Klinikum der LMU München) und Prof. Franz Pfeiffer (TU München) wollten mit diesem Symposium Medizin und Physik eng vernetzen und frühzeitig eine Plattform für den Austausch etablieren. Gefördert wurde die Veranstaltung neben namhaften Medizin- und Pharmafirmen vom DFG-Exzellenzcluster „Munich-Centre for Advanced Photonics“, dessen Vorstand die beiden Professoren angehören.
30.01.2012
Asthma durch Verkehrsabgase weit unterschätzt
Feinstäube aus dem Straßenverkehr sind ein wesentlicher Faktor für die Entstehung und Verschlimmerung von Asthma. Die Kosten, die sie durch diese Krankheit verursachen, wurden bisher deutlich unterschätzt, berichten Schweizer und US-Forscher im "European Respiratory Journal". Bis zur Hälfte der finanziellen Last, die Asthma für die Gesundheitsversorgung bedeutet, ist direkt und indirekt auf Abgase aus dem Verkehr zurückzuführen, so das Ergebnis der ersten Asthma-Kostenrechnung.
30.01.2012
Sengers-Syndrom: Gestörter Lipidhaushalt in Mitochondrien kann Kardiomyopathie verursachen
Störungen im Lipidhaushalt der Mitochondrien und die damit verbundene funktionelle Beeinträchtigung der mitochondrialen Membranproteine sind mögliche Ursachen von Kardiomyopathien. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und der Technischen Universität München, die aktuell im Fachjournal The American Journal of Human Genetics publiziert wurden und unterstreicht damit die Bedeutung von Lipidmembranen für den Energiestoffwechsel.
30.01.2012
Grundlagenforschung: Wie Nervenzellen in der Netzhaut des Auges Bilder analysieren
Forscher der Universitätsmedizin Göttingen und des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie Martinsried finden Mechanismen in den Nervenzellen des Auges, die beim Sehen zwischen kleinen, kontrastreichen und großen, kontrastarmen Objekten unterscheiden lassen.
30.01.2012
Diabetes: Gute Behandlung schützt Ohr im Alter
Diabetes kann bei Frauen dazu führen, dass der Hörverlust im Alter schneller vor sich geht als bei anderen. Das trifft meist dann zu, wenn die Krankheit nicht optimal durch Medikamente kontrolliert wird, berichten US-Forscher am Treffen der Triological-Gesellschaft in Florida. "Hörverlust ist im Alter bis zu einem bestimmten Grad normal. Oft wird er jedoch durch Diabetes verschlimmert, sofern der Blutzucker nicht durch Therapie und Ernährung im Griff ist", sagt Studienleiter Derek J. Handzo vom Henry Ford Hospital in Detroit.
30.01.2012
Chronische myeloische Leukämie: STAT5-Inhibitoren als vielversprechender Therapieansatz
Ein Forschungsteam unter der Leitung von Veronika Sexl (Vetmeduni Vienna) und Giulio Superti-Furga (CeMM) untersuchte die Wirkung eines neuen Therapieansatzes gegen eine häufig auftretende Form der Leukämie. Die neuen Medikamente gegen diese Form von Blutkrebs erwiesen sich zwar als wirkungslos, die Forscher gewannen jedoch neue und erstaunliche Erkenntnisse darüber, wie Leukämiezellen ihre Signalnetzwerke verändern. Die Ergebnisse aus der erfolgreichen Zusammenarbeit der beiden Forschungseinrichtungen wurden soeben in der Zeitschrift „Nature Chemical Biology“ veröffentlicht.
27.01.2012
CHMP empfiehlt EU-weite Zulassung von SOM230 zur Therapie von Morbus Cushing
Novartis wurde von der EMA(A) informiert, dass das CHMP(B) eine positive Empfehlung für die EU-weite Zulassung von SOM230 für die Therapie von Patienten mit Morbus Cushing abgegeben hat. Diese Indikation zählt zu den seltenen Erkrankungen: Die Anzahl der Neuerkrankungen liegt bei ca. 2 Patienten pro Million Einwohner und Jahr. (1) Die Prävalenz beträgt ca. 35 pro Million Einwohner. (2) Dies entspricht in Deutschland ca. 2.900 Patienten.
27.01.2012
Patientenflyer: „Halsbeschwerden – was hilft?“
Halskratzen, heiser, Stimme weg? Halsbeschwerden sind einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim Arzt oder der Apotheke. Häufige Ursache: Trockene Raumluft, stundenlanges Sprechen oder ein Atemwegsinfekt lassen den feinen Sekretfilm auf der Rachenschleimhaut versiegen, der die empfindliche Schleimhaut vor Krankheitserregern und Schadstoffen schützt.
27.01.2012
Rote-Hand-Brief: Strengere kardiovaskuläre Überwachung zu Beginn der Therapie mit Fingolimod bei Patienten mit schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose
Novartis möchte Sie über wichtige zusätzliche Empfehlungen zu Gilenya (Fingolimod) informieren. Diese betreffen eine intensivere Überwachung der kardiovaskulären Funktionen innerhalb der ersten 6 Stunden nach Behandlungsbeginn mit Gilenya, die, wenn erforderlich, über die 6 Stunden hinaus noch weitergeführt werden sollte.
27.01.2012
Biotechnologie: Hochwirksames Antibiotikum Cervimycin K
Neue Einblicke in die bakterielle Antibiotika-Produktion konnten Christian Hertweck, stellvertretender Direktor des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – und sein Team gewinnen. Sie fanden heraus, dass die Abwesenheit eines als CerJ bezeichneten Enzyms zur Produktion eines hochwirksamen Antibiotikums führt. Detaillierte Untersuchungen der Wirkungsweise von CerJ brachten einen völlig neuartigen Reaktionsmechanismus zu Tage. Die Arbeit wurde vor kurzem in der international renommierten Fachzeitschrift Nature Chemical Biology veröffentlicht.
27.01.2012
Genetik der Lebenserwartung – Kreuzungsexperimente mit kurzlebigem Fisch liefern wichtige Hinweise
Lebewesen können unterschiedlich alt werden; die Lebenserwartung wird dabei in hohem Maße durch ihre Gene bestimmt. Doch welche Gene sind das genau? Forscher des Leibniz-Instituts für Altersforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena haben im Genom eines sehr kurzlebigen Fisches erstmals Bereiche ausfindig gemacht, wo die Information für die Lebensdauer verschlüsselt ist. Kreuzungsexperimente kurzlebiger und langlebigerer Stämme des in Afrika beheimateten Nothobranchius furzeri – neuer Modellorganismus in der Altersforschung - lieferten dazu wichtige Hinweise.
27.01.2012
Schädel-Hirn-Trauma: Welche Möglichkeiten bietet der neurochirurgische Eingriff?
Das schwere Schädel-Hirn-Trauma stellt nach wie vor ein zentrales Problem in der neurochirurgischen/neurointensivmedizinischen Versorgung dar. Es betrifft Patienten sämtlicher Altersgruppen mit einem großen Anteil an jungen Erwachsenen, die vor ihren Verletzungen noch voll im Berufsleben gestanden haben, so Professor Dr. med. Peter Vajkoczy, Tagungspräsident der ANIM 2012, Leiter der Klinik für Neurochirurgie mit Arbeitsbereich Pädiatrische Neurochirurgie, Charité–Universitätsmedizin Berlin.
26.01.2012
Morbus Basedow: OP versetzt Augen zurück
Zu den heikelsten Gebieten der Chirurgie gehören Operationen, die hinter dem Auge durchgeführt werden. Etwa bei der endokrinen Krankheit Morbus Basedow, die ähnlich wie bestimmte Tumorarten den Augapfel nach vorne treten lässt, ist öfters eine Versetzung der Innenwände der Augenhöhle nötig. Welche Neuerungen es auf diesem medizinischen Fachgebiet gibt, berichtet im pressetext-Interview Gert Santler, Präsident des demnächst anlaufenden Jahreskongresses der österreichischen Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen in Bad Hofgastein.
26.01.2012
Experten erarbeiten praxisrelevante Empfehlungen zur Therapie von Clostridium-difficile-assoziierten Diarrhöen
Die Zahl und Schwere der Clostridium difficile-assoziierten Diarrhöen (CDAD) nehmen nicht nur in der Klinik, sondern auch im ambulanten Bereich zu. Welche neuen Herausforderungen ergeben sich daraus und wie sollte die Therapie in der hausärztlichen Praxis erfolgen? Dieser Frage gingen Experten im Rahmen einer interdisziplinären Roundtable-Diskussion zum Thema „Therapeutisches Vorgehen bei Clostridium difficile-assoziierter Diarrhöe – Empfehlungen für die Praxis“ am 11. November 2011 in Berlin nach. Die Teilnehmer machten deutlich, dass schon bei klinischem Verdacht auf CDAD umgehend mit einer Therapie begonnen werden sollte. Entgegen den derzeitigen Empfehlungen sollten schwere CDAD-Verläufe mit 4x 250 mg oralem Vancomycin für 14 Tage behandelt werden.
26.01.2012
Trypanosomen: Neue Art der Genregulation vermutet
Der tropische Parasit, der beim Menschen die Schlafkrankheit auslöst, steht im Zentrum der Arbeit von Nicolai Siegel. Der junge Wissenschaftler ist Anfang 2012 aus Paris an die Universität Würzburg gekommen, um hier am Zentrum für Infektionsforschung seine eigene Nachwuchsgruppe aufzubauen.
26.01.2012
Burnout von Arbeitsqualität abhängig
Burnout ist von der klassischen Depression zu unterscheiden und primär von der Situation am Arbeitsplatz beeinflusst. Der heute, Mittwoch, von Wiener Universitätsprofessoren vorgestellte Verein "Burn AUT" möchte als Gesellschaft für Arbeitsqualität und Burnout als multidisziplinäre Plattform dienen und wünscht sich sogar das Unterrichtsfach "Schönes Leben" an den Schulen.
26.01.2012
Systematische Untersuchungen zum Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) fördert seit 2006 wissenschaftliche Studien zur systematischen Erfassung des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung. Aktuell findet eine Studie statt, bei der entsprechende Daten in einer repräsentativen Stichprobe bei Tierärzten und Landwirten erhoben werden. Das Ziel ist es, den durchschnittlichen Antibiotikaeinsatz je Tier in einem Betrieb oder einer Region abzuschätzen. Erste Ergebnisse werden Anfang 2013 erwartet.
25.01.2012
Krebsforscher warnen vor Trend zu Zusatzstoffen bei Zigaretten
Aromakapseln im Filter von Zigaretten sind das Rezept der Tabakindustrie, mit dem sie ihre Produkte wieder attraktiver machen will. Besonders die Zielgruppe der Jugendlichen soll durch darin platziertes Menthol oder andere Zusatzstoffe künftig angesprochen werden. Experten vom Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ warnen vor der Einführung, die den Raucheinstieg leichter und das Aufhören schwieriger machen soll und fordern ein Verbot.
25.01.2012
Warum Lidocain-Betäubungspflaster mal wirken und mal nicht
Über Nacht ein Pflaster auf die Haut und dann den ganzen nächsten Tag schmerzfrei sein: Für Patienten mit Nervenschmerzen ist das eine große Verheißung. Pflaster mit dem Wirkstoff Lidocain, die seit einigen Jahren auf dem Markt sind, können das – in vielen Fällen, aber leider nicht in allen. Wie das Pflaster wirkt und warum es manchmal nicht wirkt, wollen Schmerzspezialisten am BG-Universitätsklinikum Bergmannsheil der RUB herausfinden. Sie untersuchten die Pflasterwirkung bei gesunden Probanden mit der sog. Quantitativen Sensorischen Testung.
25.01.2012
Wirkung einer Vitamin D-Gabe nur bei bestimmten Personengruppen und Patienten gesichert
Ein positiver Effekt einer Vitamin D-Gabe ist heute nur in bestimmten Fällen gesichert: Zur Vorbeugung von Rachitis bei Säuglingen, für Menschen mit einer die Knochen erweichenden Osteomalazie, bei chronischer Niereninsuffizienz, Nebenschilddrüsenschwäche und zur Vorbeugung bei älteren Menschen, die Osteoporose- und sturzgefährdet sind – insbesondere bei Heimbewohnern. Zusammen mit Kalzium gehört Vitamin D zudem zur Basistherapie von Osteoporose.
25.01.2012
Höhere Erfolgsraten von künstlichen Befruchtungen
Zehn Prozent höhere Chancen auf eine Schwangerschaft – das ist das Ergebnis von Forschungsarbeiten eines wissenschaftlichen Teams der Klinik und Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Universitätsklinikum Leipzig. Das Team mit Prof. Dr. Hans-Jürgen Glander, Privatdozentin Dr. Sonja Grunewald und Prof. Dr. Uwe Paasch entwickelte eine Technik, mit der „schlechte“ Spermien im Magnetfeld aussortiert werden können. „Damit wird eine um zehn Prozent höhere Befruchtungsrate erreicht“, so Prof. Paasch.
25.01.2012
DNA in der Werkstatt: S100-Protein spielt zentrale Rolle bei der Reparatur des Erbgutes
Umwelteinflüsse, aber auch zelleigene Substanzen können die Erbinformation in menschlichen Zellen schädigen und so zum Zelltod oder zur Krebsentstehung führen. Gesunde Zellen haben sich dagegen gewappnet: Bei Brüchen von DNA-Strängen schalten sie beispielsweise die homologe Rekombinationsreparatur ein. Dabei wird anhand des intakten Schwester-Chromosoms, das als Sicherungskopie in der Zelle vorliegt, die beschädigte Struktur im lädierten Chromosom wiederhergestellt. Den Mechanismus dieses zentralen Reparaturprozesses will PD Dr. Christian Melle zusammen mit Kollegen am Universitätsklinikums Jena aufklären. Im Fokus seiner Forschung steht ein Regulator-Eiweiß aus der S100-Proteinfamilie.