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   25.11.2005
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RA: Behandlung mit Etanercept und Methotrexat führt zu anhaltender Verbesserung der funktionalen Fähigkeiten

Zum ersten Mal wurden jetzt radiologische 3-Jahres-Daten der längsten verblindeten Studie mit TNF-Hemmern bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) auf dem Rheumatologenkongress ACR (American College of Rheumatology) in San Diego (USA) vorgestellt. Die 3-Jahres-Ergebnisse der TEMPO-Studie (Trial of Etanercept and Methotrexate with Radiographic Patient Outcomes) zeigen, dass es bei über drei Viertel der Patienten, die eine Kombinationstherapie mit Etanercept und Methotrexat während eines Zeitraums von drei Jahren erhielten, zu keinem Fortschreiten der Gelenkschädigung kam (1).



„Rheumatoide Arthritis ist eine chronische Erkrankung, die eine Langzeitbehandlung benötigt. Es ist äußerst wichtig, Patienten Behandlungsoptionen anzubieten, die nicht nur die Krankheitssymptome lindern, sondern auch dabei helfen, die fortschreitende Gelenkschädigung zu stoppen, wodurch einer Behinderung vorgebeugt werden kann", sagte Dr. Désirée van der Heijde, Professorin für Rheumatologie der Universität von Maastricht (Niederlande). „Die Ergebnisse der TEMPO-Studie unterstreichen den Nutzen einer Kombinationstherapie aus Etanercept und Methotrexat und die Bedeutung einer wirkungsvollen Behandlung, die dabei helfen kann, einer langfristigen Behinderung
vorzubeugen.”

Nach drei Jahren wiesen 76% der Patienten, die mit der Etanercept- und Methotrexat-Kombinationstherapie behandelt wurden, über einen kontinuierlichen 3-Jahres-Zeitraum kein Fortschreiten ihrer Gelenkschädigung auf (2). Im Vergleich dazu kam es bei 61,1% der Patienten, die eine Etanercept-Monotherapie erhielten, und bei 50,5% der Patienten, die mit einer Methotrexat-Monotherapie behandelt wurden, nach drei Jahren nicht zu radiologisch fortschreitenden Gelenkschäden (2). Zur Bestimmung dieser validierten Scores werden radiologische Messungen zur Beurteilung der Gelenkschädigung verwendet. Kein Fortschreiten ist definiert als eine durchschnittliche Veränderung des Total Sharp Score (TSS - beurteilt das Ausmaß von Gelenkspaltverengung und Knochenerosion) < 0 seit Studienbeginn.

Weiterhin zeigten die beim ACR vorgestellten Daten, dass die Verbesserung der Funktionsfähigkeiten in der Etanercept-Kombinationsgruppe stärker war als bei den beiden Monotherapiegruppen. Bei den Patienten, die mit der Etanercept-Kombinationstherapie behandelt wurden, kam es im Mittel zu einer 56%igen Verbesserung bei den HAQ-Scores [HAQ = Health Assessment Questionaire -Fragebogen zur Erfassung des Ausmaßes der körperlichen Behinderung und der Einschränkung der Lebensqualität durch eine entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung] seit Studienbeginn, verglichen mit einer mittleren Verbesserung von 37% bei Patienten, die mit einer Etanercept-Monotherapie behandelt wurden, und von 33% der Patienten, die eine Methotrexat-Monotherapie erhielten (3). HAQ-Scores bestimmen die Fähigkeit des Patienten, Aktivitäten des täglichen Lebens, z. B. Anziehen, Gehen und Körperpflege, durchzuführen.

Für die TEMPO-Studie wurden 686 RA-Patienten randomisiert, von denen 638 in die radiologische 3-Jahres-Analyse eingeschlossen wurden (1). Die Patienten erhielten entweder Etanercept (25 mg 2 x wöchentlich), Methotrexat (bis zu 20 mg 1 x wöchentlich) oder Etanercept (25 mg 2 x wöchentlich) plus Methotrexat 1 x wöchentlich. Die Patienten in der TEMPO-Studie litten an aktiver RA und sprachen auf mindestens ein Basistherapeutikum (Disease-Modifying Antirheumatic Drug -DMARD) außer Methotrexat nicht ausreichend an. Der primäre radiologische Endpunkt war die Veränderung des van der Heijde-modifizierten TSS nach einem Jahr verglichen mit den Werten bei Studienbeginn. Zu den sekundären radiologischen Endpunkten gehörten Veränderungen der Gesamterosion, Veränderungen der Gesamtverengung des Gelenkspalts, die Anzahl der erodierten Gelenke sowie der Prozentsatz der Patienten ohne radiologische Progression.
Rheumatoide Arthtritis: Rheumatoide Arthritis ist eine häufig progressive, destruktive chronische systemische Autoimmunkrankheit unbekannten Ursprungs (4), die etwa 0,5 bis 1% der erwachsenen Bevölkerung weltweit betrifft (5).

Da es sich bei der rheumatoiden Arthritis um eine systemische Erkrankung handelt, kann sie auch zu Komplikationen der Lunge, der Augen und des Herzens führen (4). Patienten mit rheumatoider Arthritis leiden unter Schmerzen, Entzündungen und Morgensteifigkeit, gewöhnlich in den kleinen Gelenken der Hände und Füße, die oft symmetrisch auftreten (4, 6). Irreversible Gelenkschädigungen können bei fortschreitender Krankheit zu einem Verlust der funktionalen Fähigkeiten und Behinderung führen (7).

Quellen:
1. ACR 2005 Late-Breaking Abstract. “Three Years of Sustained Halting of Radiographic
Progression with Combination Etanercept and Methotrexate: Results from the TEMPO Trial.”
2. Ibid.
3. ACR 2005 Abstract. “Results of Patient-reported Outcomes in a 3-Year Double-blind Study of
Etanercept (Enbrel®) and Methotrexate, alone and Combined, in Patients With Active Rheumatoid
Arthritis.”
4. Harris ED Jr. Clinical features of rheumatoid arthritis. In: Kelley WN, Harris ED Jr, Ruddy S,
et al., eds. Textbook of Rheumatology. 7th ed. Philadelphia, Pa: Elsevier Saunders; 2005:967-
1000.
5. Gabriel, SE. The epidemiology of rheumatoid arthritis. Rheum Dis Clin North Am.
2001;27:269-281.
6. Harris ED Jr. Rheumatoid arthritis: pathophysiology and implications for therapy. N Engl J
Med. 1990;322:1277-1289.
7. Fuchs HA, Sergent JS. Rheumatoid arthritis: the clinical picture. In: Koopman WJ, ed. Arthritis
and Allied Conditions: A Textbook of Rheumatology. 13th ed. Baltimore, Md: Williams Wilkens:
1997; 1: 1041 – 1065.

Quelle: Wyeth

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Zuletzt geändert am: 25.11.2005