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   13.01.2006
Infos für Ärzte    
 

Symposium zur Zentralen Notaufnahme

Mit dem heute stattfindenden Symposium "Zentrale Notaufnahme - Suche nach Standards" hat die Klinik und Poliklinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Plastische Chirurgie des Universitätsklinikums Leipzig offensichtlich den Nerv vieler Kollegen getroffen. Die 350 Plätze sind vollständig ausgebucht; mehr als 200 Interessenten musste schon abgesagt werden. Prof. Dr. Christoph Josten, Direktor der Klinik und Tagungsleiter, erklärt sich das hohe Interesse so: "In den vergangenen Tagen und Wochen gab es mehrfach tragische Ereignisse, wie z. B. die Tragöde in Bad Reichenhall, die auch den beteiligten Medizinern alles abverlangten. In solchen Situationen wird überdeutlich, welche hohen Anforderungen an eine interdisziplinäre Notfallmedizin gestellt werden.


Hier müssen Internisten, Chirurgen und andere Fachgebiete Hand in Hand zusammenarbeiten, sich auf Zuruf verstehen und auch ein pflegerisches und technisches Hinterland haben, das diese Zusammenarbeit fördert. Das haben viele Kollegen erkannt und sehen daher einen großen Gesprächsbedarf zum Erfahrungsaustausch aber auch der Definition von Standards." Die Zentrale Notfallaufnahme des Universitätsklinikums Leipzig sei eine der ersten interdisziplinären Notfallaufnahmen Deutschlands, könne schon auf langjährige Erfahrungen zurück greifen und sei aus seiner Sicht ein hervorragendes Modell auch für andere Kliniken.

Das Symposium wendet sich an alle Berufsgruppen, die mit der Notfallmedizin in Berührung kommen: Ärzte, Rettungssanitäter,
Pflegepersonal, Rettungsstellen und Feuerwehr. Es geht um die Etablierung von medizinischen, organisatorischen, technischen und auch rechtlichen Standards in der Notfallmedizin bezogen auf Zentrale Notaufnahmen.

Josten ist sich sicher, dass das morgige Symposium nicht das letzte zu diesem Thema ist: "Die Anforderungen an die Notfallmedizin wachsen beträchtlich. Ich denke da an Massenveranstaltungen wie die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft und Konzerte, aber auch an Gefahren durch Unglücke oder auch den Terrorismus. Wir müssen darauf eingestellt sein, einer Vielzahl von Menschen im Notfall die beste medizinische Versorgung angedeihen zu können. Dazu brauchen wir innovative Konzepte und eine optimale Infrastruktur. Die große Resonanz auf unser Symposium beweist, dass das in ganz Deutschland ähnlich gesehen wird."


Prof. Dr. Christoph Josten
E-Mail: josten@medizin.uni-leipzig.de

Quelle: Universität Leipzig

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Zuletzt geändert am: 13.01.2006