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   18.01.2006
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Workshop zu Leberregeneration, Stammzellen und Transdifferenzierung

Das ist der Titel eines internationalen Workshops, in dem sich europäische und amerikanische Wissenschaftler mit den aktuellen Möglichkeiten der Stammzellforschung, vor allem in Bezug auf Lebererkrankungen auseinandersetzen.


Zeit: 19. Januar 2006, 12:30 Uhr bis 20. Januar 2006
Ort: Mendelssohn-Saal des Gewandhauses
Augustusplatz 8

"Viele Wissenschaftler versprechen sich eine effiziente Behandlung des akuten Leberversagens bzw. chronischer Lebererkrankungen nicht nur durch Lebertransplantation, sondern durch die Transplantation von Leberzellen (Hepatozyten), ihrer Vorläuferzellen oder Stammzellen.", erklärt Prof. Dr. Rolf Gebhardt, Direktor des Instituts für Biochemie an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. "Hier ist man in der medizinischen Grundlagenforschung in den letzten Jahren ein gutes Stück weiter gekommen, sei es im Verständnis der Zellplastizität, der experimentellen Beeinflussung oder der molekularen Charakterisierung." Der internationale Workshop solle dem jetzt Rechnung tragen und unterschiedliche Ansätze und Ergebnisse der Regeneration von Leberzellen vorstellen und diskutieren.


Der Workshop widmet sich drei Schwerpunkten:

1. Stammzellen und Leber. Hier widmet man sich einem Konzept, das in der Hirnforschung in Bezug auf Glia- und neuronale Zellen inzwischen gut etabliert ist. Besonderes Augenmerk liegt auf Zell-Zell-Interaktionen, Stoffwechsel-Einflüsse und extrazellulären Signalen, die die Differenzierung steuern.

2. Wiederherstellung von Leberzellen. Die Wissenschaftler untersuchen hier die Vorläuferzellen für die Leber- und Gallengangsentwicklung. Es scheint so, dass mit bestimmten Verfahren auch aus extrahepatischem Gewebe Vorläufer von Leberzellen gebildet werden können. Mehr noch, bringt man diese Zellen während der Transplantation nur mit Leberzellen zusammen, nehmen sie typische Merkmale der Leberzellen an. "Wir hoffen, dass wir bald die Signale besser verstehen lernen, die für die Leberzelldifferenzierung verantwortlich sind.", so Gebhardt.

3. Transdifferenzierung von Leber und Bauchspeicheldrüsenzellen. "Wir haben viel gelernt über die wechselseitige Umwandlung einer Zellart in eine andere (Transdifferenzierung). Das betrifft Zellen der Leber, der Bauchspeicheldrüse und anderer Organe.", erläutert Prof. Gebhardt. "Wenn es uns gelingt, die Faktoren zu beschreiben, die die verschiedenen genetischen Profile bestimmen, könnte das die Stammzellforschung erheblich voranbringen."


Rückfragen:
Prof. Dr. Rolf Gebhardt
E-Mail: rgebhardt@medizin.uni-leipzig.de

Quelle: Universität Leipzig

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Zuletzt geändert am: 18.01.2006