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   30.01.2006
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Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt gegen Rollstuhlhersteller

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück führt Ermittlungen gegen einen Hersteller von möglicherweise lebensgefährlichen Rollstühlen. Der Geschäftsführer einer Firma aus dem Raum Osnabrück werde verdächtigt, Spezialrollstühle aus minderwertigen Teilen nachgebaut zu haben.
«Diese bis zu 130 Kilogramm schweren Nach- und Eigenbau-Rollstühle neigen zum Umkippen und sind somit für die Nutzer gefährlich», sagte Staatsanwalt Manfred Manke am Montag und bestätigte einen Bericht des Magazins «Spiegel». «Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen kam bislang aber niemand durch den Gebrauch der Rollstühle zu Schaden.»

Konkret werde dem Verdacht auf Verstoß gegen das Medizinproduktegesetz sowie des Betrugs nachgegangen. Den Ermittlungen zu Grunde liege die Strafanzeige eines größeren Herstellers solcher elektronischen Spezialrollstühle. Der Mann aus dem Raum Osnabrück soll die Plagiate als Originale des Konkurrenten ausgegeben haben und auch als solche zur Abrechnung bei der AOK Niedersachsen deklariert haben. «Derzeit geht es um zwei nachgebaute Geräte, die Ermittlungen stehen aber noch am Anfang», sagte Manke.

Über ein Sanitätshaus in Vechta war der Fall laut Manke der AOK Niedersachsen bekannt geworden. Prüfer des Medizinischen Dienstes und des TÜV hätten schließlich die technischen Mängel der nachgebauten Rollstühle festgestellt.

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Zuletzt geändert am: 30.01.2006