zur Startseite

  Fr, 30.07.10 - 20:20
 Aktuelle Infos für Ärzte
 Gesundheitspolitik
 Schwerpunktthema
 Praxismanagement
 Kongresskalender
 Archiv
 

Artikelselektion nach:
 Erweiterte Suche
 
 
 Kooperationspartner
 Patienteninfos
 Praxis-Service
 Nützliche Links
 Newsletter-Abo
 Kontakt
 Download
 Datenschutz
 Impressum
 Home
   04.07.2006
Infos für Ärzte    
 
Infektionen können Typ-I-Diabetes mitverursachen

Verbreitete Infektionen können bei Kindern und jungen Erwachsenen ein Auslöser für Diabetes sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der Newcastle University und der University of Leeds gekommen. Das Team analysierte Daten aus einem Zeitraum von 25 Jahren, die von mehr als 4.000 jungen Menschen aus Yorkshire stammten, die an Typ-1-Diabetes erkrankt waren.


Die Forscher wiesen Anhäufungen von ungewöhnlich vielen Krankheitsfällen bei den zehn bis 19 jährigen in bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten nach. Das weise, schreiben sie in dem Fachmagazin Diabetologia auf eine gemeinsame Ursache wie eine Infektion hin. In Großbritannien gibt es rund 250.000 Personen, die an Typ-1-Diabetes leiden. Die Anzahl der Erkrankungen bei Kindern steigt laut BBC jährlich um drei Prozent.

Eine Erkrankung entsteht, wenn der Körper nicht in der Lage ist Insulin zu produzieren um die Zuckerwerte im Blut zu kontrollieren. Sie tritt normalerweise vor dem 40 Lebensjahr auf. Jetzt wurde nachgewiesen, dass bei diesen Anhäufungen von Krankheitsfällen sechs bis sieben Prozent mehr Erkrankungen auftraten als zu erwarten war. Dieses Phänomen war bei Frauen und Mädchen besonders stark ausgeprägt. Das Muster, das Experten als "space-time clustering" bezeichnen, ist typisch für jene Bedingungen, die durch Infektionen ausgelöst werden. Bedingungen, die durch konstantere umweltbedingte Faktoren ausgelöst werden, führen an einem Ort zu Ballungen über einen viel längeren Zeitraum.

Es wurde bereits angenommen, dass Infektionen mit dem Entstehen von Typ-1-Diabetes bei Kindern zusammenhängen könnten, die genetisch bedingt für bestimmte umfeldbedingte Auslöser besonders empfänglich sind. Der leitende Wissenschaftler Richard McNally erklärte, dass diese neuen Erkenntnisse einen Beitrag zum besseren Verständnis von Typ-1-Diabetes beitragen könnten. Es handle sich aber auch dabei nur um ein Stück des Puzzles und weit mehr Forschung sei erforderlich, bis man die verantwortlichen Infektionen identifizieren und daraus entsprechende präventive Maßnahmen ableiten könne. "Es ist wahrscheinlich, dass diese Krankheit durch die Wechselwirkung verschiedener Faktoren verursacht wird. Infektionen sind dabei nur eines der beteiligten Elemente."

Beitrag bewerten (nach Schulnoten):
1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut ... 6 = ungenügend
Stichwortsuche:
   Diabetes>>
Weitere Artikel zu diesem Thema:
   Rosiglitazon: BfArM und die Europäische Arzneimittelagentur EMA weisen auf die Anwendungsbeschränkungen hin (30.07.2010)
   Typ-1-Diabetes: Neue Substanz zur Verbesserung der Inselzelltransplantation erforscht (28.07.2010)
   G-BA-Beschluss zu Glitazonen ignoriert Outcome-Datenlage: Pioglitazon - keine Therapiealternativen mit vergleichbaren Sicherheitsdaten (21.07.2010)
   Innovationspreis der deutschen Hochschulmedizin für Forschung an Fettleber und Adipositas (09.07.2010)
   ADA 2010: Post-hoc-Analyse Sitagliptin versus Glipizid (08.07.2010)
   DIRECT-Studie: Kann Candesartan die diabetische Retinopathie und Mikroalbuminurie bremsen? (01/08)
    Pleiotrope Wirkung von Pioglitazon senkt Re-Infarkt- und Re-Insultrisiko (05/06)
   Fixkombination aus Pioglitazon und Metformin bei nicht ausreichender Metformin-Monotherapie (04/06)
   Neu entdeckter Diabetes mellitus (01/05)
   Vielversprechende Therapieoption: Liraglutide (07/04)

Zuletzt geändert am: 04.07.2006