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   07.04.2002
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Klinische Studie belegt: Fluvastatin schützt vor kardialen Ereignissen

Eine am American College of Cardiology (ACC) vorgestellte wegweisende klinische Studie belegt, dass die Behandlung mit Fluvastatin-Natrium 80 mg/Tag (Anwendung von 40 mg zweimal täglich) bei Patienten, bei denen ein erster koronarchirurgischer Eingriff wegen einer Herzerkrankung durchgeführt wurde - sog. perkutane koronare Interventionen (PCI) -, einen signifikanten Schutz vor künftigen tödlichen, nicht-tödlichen kardialen Ereignissen, Bypass-OP oder Anlaß zur Reintervention bietet.


Die Ergebnisse der ‘Locol Intervention Prevention Study’ (LIPS) zeigen, dass die Therapie mit Locol 80 mg das Risiko schwerwiegender unerwünschter kardialer Ereignisse signifikant um 22% im Vergleich zu Plazebo senkte (p=0,013).

LIPS ist die erste prospektiv konzipierte, plazebokontrollierte Studie bei Herzerkrankungen, die den Nachweis erbringt, dass eine cholesterinsenkende Therapie mit einem Medikament der Statin-Klasse künftige schwerwiegende kardiale Ereignisse verhindert. LIPS ist eine internationale, von Novartis unterstützte Studie, in der 1677 Patienten, die aus 57 Zentren in 10 Ländern (Europa, Kanada und Brasilien) rekrutiert wurden, über 3 bis 4 Jahre beobachtet wurden. Die Patienten wurden randomisiert der Behandlung mit Locol 80 mg/Tag oder Plazebo vor der Entlassung aus der Klinik nach einer ersten PCI zugewiesen.

“Die LIPS-Daten zeigen erstmals in einer prospektiven Studie ausschließlich bei Patienten, die sich einem ersten PCI-Verfahren unterziehen, dass tödliche oder nicht-tödliche kardiale Ereignisse bei herzkranken Patienten mit einer Statintherapie verhindert werden können. Obgleich diese Eingriffe bei Patienten mit Herzerkrankung hochwirksam sind, bestand die dringende Notwendigkeit, die Langzeit-Erfolgsraten zu verbessern. Außerdem bestätigen die LIPS-Ergebnisse die Empfehlung, eine lipidsenkende Therapie mit Statinen bei Patienten, bei denen ein erstes PCI-Verfahren durchgeführt wird, bereits vor der Entlassung aus der Klinik einzuleiten”, sagte der Leiter der Klinischen Prüfung, Patrick WJC Serruys, MD, PhD, Professor für interventionelle Kardiologie an der Erasmus-Universitätsklinik, Rotterdam, Niederlande.

Weltweit betrug die Anzahl perkutaner koronarer Interventionen 1,8 Millionen in 2001 und nahm damit um +8,8% pro Jahr zu (1). Die Verfahren umfassen Ballonangioplastie, Stentimplantation, Rotationsatherektomie oder direktionale Atherektomie und Laserablation und werden zur Eröffnung verstopfter Gefäße durchgeführt. Obgleich es bei 90% der Patienten, die sich diesen Verfahren unterziehen, zu einer sofortigen Besserung der Brustschmerzen (Angina pectoris) kommt, sterben 66% der Patienten oder erleiden innerhalb von 10 Jahren nach dem operativen Eingriff ein kardiales Ereignis (2).

In bestimmten Gruppen von Hochrisikopatienten in der LIPS war der Nutzen von Locol sogar noch ausgeprägter. Bei Patienten mit Diabetes (12% der Gesamtstudienpopulation) kam es zu einer Risikoreduktion von 47% verglichen mit Plazebo (p=0,041), während sich bei Patienten mit Mehrgefäßerkrankung (37% der Gesamtstudienpopulation) eine Risikoreduktion von 34% im Vergleich zu Plazebo ergab (p=0,011).

Die Werte des schädlichen LDL-Cholesterins wurden unter der Therapie mit Locol im Verlauf der Studie signifikant auf Mittelwerte unter 100 mg/dl (2,6 mmol/l) gesenkt. Die LIPS-Daten bestätigen somit die NCEP-ATP III-Leitlinien, das LDL-Cholesterin bei allen Patienten nach einer perkutanen koronaren Intervention auf Werte unterhalb des Zielwerts von 100 mg/dl (2,6 mmol/l) abzusenken.

Die Daten aus der LIPS-Studie heben auch das ausgezeichnete Sicherheitsprofil von Locol hervor. In der LIPS-Studie kam es im Verlauf der 3-4jährigen Nachbeobachtung zu keinen signifikanten Erhöhungen der Creatinphosphokinase (CPK) über das 10fache der oberen Normgrenze (eine CPK-Erhöhung ist ein Hinweis auf einen Muskelzerfall, eine mögliche Nebenwirkung der Statin-Klasse). Diese Sicherheitsdaten entsprechen den Daten aus einer neueren Analyse, in die 8.951 Patienten aller randomisierten, kontrollierten, klinischen Studien mit Locol® als Monotherapie einbezogen wurden, und in der sich die Rate klinisch relevanter CPK-Erhöhungen unter keiner Locol-Dosierung signifikant von der Rate bei den Patienten in der Plazebogruppe unterschied (3). In der Tendenz zeigte sich die geringste Häufigkeit der CPK-Erhöhung in der Gruppe für die Locol 80 mg Retardtabletten.

Im April 2001 führte Novartis in Deutschland das Locol Retardpräparat mit täglicher Einmalgabe von 80 mg ein; dieses Präparat führte in Studien nachweislich zu einer effektiven Lipidtherapie mit Reduktionen des schädlichen LDL-Cholesterins um 38%, mit einer Reduktion der Triglyzeride bis zu 31% und Erhöhungen des günstigen HDL-Cholesterins bis zu 21% (4). Für die beiden letzten Werte werden die Ergebnisse insbesondere bei Patienten mit kombinierter Hyperlipidämie erzielt. In Zulassungsstudien lag der Eingangs-Triglycerid-Wert bei größergleich 300 mg/dl bzw. 3,4 mmol/l.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.de.

Literatur:
(1) [J.P.Morgan Securities Inc. ]

(2) Ruygrok PN, de Jaegere PT, van Domburg RT, et al. Clinical outcome 10 years after attempted percutaneous transluminal coronary angioplasty in 856 patients. Am Coll Cardiol. 1996;27:1669-1677.

(3) Benghozi et al. Frequency of creatinine kinase elevation during treatment with fluvastatin. Am J Card 2002, Jan 15.

(4) Ballantyne et al: Efficacy and Tolerability of Fluvastatin Extended-Releases Delivery System: A Pooled Analysis. Clinical Therapeutics 2001, No 2, Vol 23, p177-192

Anmerkung: Fluvastatin ist unter dem Handelsnamen Locol® erhältlich
Quelle: Novartis

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Zuletzt geändert am: 07.04.2002