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   27.10.2006
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Gastroenterologen-Kongress in Berlin: Früherkennung hilft heilen

Darmkrebs ist heilbar, lautet eine der zentralen Botschaften des größten europäischen Gastroenterologen-Kongresses in Berlin. Wird die Erkrankung rechtzeitig erkannt, können neun von zehn Patienten gerettet werden, erklärte Prof. Reinhold Stockbrügger von der Universität Maastricht/Niederlande bei der 14. United European Gastroenterology Week (UEGW). Um diesem Ziel näher zu kommen, machen sich international renommierte Wissenschaftler für europaweite Früherkennungsuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr stark.


Die Wirklichkeit sieht noch anders aus: Darmkrebs ist mit über 300.000 Neu­erkrankungen pro Jahr die häufigste Krebserkrankung in Europa; jeder Zweite überlebt die Krankheit nicht. Die meisten Patienten sterben, weil sie zu spät zum Arzt gehen. „Dabei kann Darmkrebs wie kaum eine andere Tumorerkrankung im frühesten Stadium, wenn noch keinerlei Beschwerden vorliegen, erkannt und mit einer unproblematischen Operation beseitigt werden,“ sagte Prof. Stockbrügger während einer Kongress-Pressekonferenz.

Mit der Stuhluntersuchung und der Darmspiegelung (Koloskopie) gebe es zwei Früherkennungsmethoden, deren Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen sei. Beide gelte es, flächendeckend frühzeitig einzusetzen. „Ein rechtzeitig erkannter Darmkrebs ist in über 90 Prozent aller Fälle heilbar. Die Aussichten sinken jedoch rapide, wenn der Tumor bereits Zellen in andere Organe gestreut hat und dort Tochtergeschwülste, so genannte Metastasen, bildet.“
 

Patienten erkranken im Schnitt mit 65 Jahren

Die Europäische Kommission hat Darmkrebs als eines der großen Gesundheitsprobleme der Zukunft erkannt und jedes Land aufgefordert, der Vorbeugung und Früherkennung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Seitdem gibt es u.a. in Italien, Deutschland, Frankreich, Polen und den Niederlanden verschiedene Screening-Aktionen. Hochrechnungen belegen, dass dadurch viele Todesfälle verhindert werden können. Prof. Stockbrügger: „Patienten erkranken im Schnitt mit 65 Jahren an Darmkrebs. Da der Krebs sich über 10 bis 15 Jahre entwickelt, empfehlen wir ab dem 50. Lebensjahr eine Koloskopie und alle fünf bis zehn Jahre erneute Untersuchungen.“
 
In Deutschland erkranken jährlich über 60.000 Menschen an Darmkrebs, auch Frankreich mit knapp 35.000, Italien und Großbritannien mit je 33.000 Neuerkrankungen sind sehr häufig betroffen. Darmkrebs ist eines der Hauptthemen beim UEGW-Kongress, zu dem sich ca. 9.000 Magen-, Darm- und Leberspezialisten aus über 75 Ländern im Berliner ICC versammelt haben.

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Zuletzt geändert am: 27.10.2006