|
Mehr als 30.000 Frauen erkranken jährlich in Deutschland an einer Endometriose: Die gutartigen, aber häufig schmerzhaften Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut führen bei vielen betroffenen Frauen zu ungewollter Kinderlosigkeit.
Am 8. November 2006, dem "Tag der Endometriose" in Baden-Württemberg, bietet die Abteilung Gynäkologische Endokrinologie der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Thomas Strowitzki) von 10 bis 13 Uhr eine Telefon-Hotline unter 06221 / 56 79 33 an. Dr. Christina Thöne und Privatdozent Dr. Michael von Wolff von der Endometriose-Sprechstunde der Frauenklinik beantworten Fragen zu Symptomen, Folgen und Behandlung der Endometriose.
Thema eines gemeinsamen Informationsabends der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg und des Landesnetzwerkes Endometriose am Donnerstag, dem 9. November 2006 ist "Endometriose und Kinderwunsch". Von 19 bis 21 Uhr stellen Experten im Hörsaal der Frauenklinik, Voßstr. 9, 69115 Heidelberg, für Patientinnen, Angehörige und Interessierte den aktuellen Wissensstand zur Erkrankung und zur Erfüllung des Kinderwunsches vor. Am Beispiel verschiedener Paare werden unterschiedliche Wege des Umgangs mit der Erkrankung aufgezeigt, die Frage nach der psychischen Beeinträchtigung erörtert.
Als Endometriose werden Absiedlungen von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter bezeichnet. Sie kann im ganzen Körper auftreten, findet sich jedoch am häufigsten am Bauchfell, auf der Gebärmutter oder den Eierstöcken. Wie die Gebärmutterschleimhaut reagieren Endometrioseherde auf die hormonellen Veränderungen des Monatszyklus, d.h. sie werden auf- und abgebaut und können bluten. Mit Medikamenten oder operativen Eingriffen können die Wucherungen und ihre Folgen behandelt werden.
Endometriose gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Frauen im gebärfähigen Alter; bei etwa der Hälfte treten starke Regelbeschwerden auf. Chronische Schmerzen und der oftmals unerfüllte Kinderwunsch sind eine erhebliche Belastung des täglichen Lebens und der Partnerschaft. Doch nicht jede Endometriose führt zur Unfruchtbarkeit: Betroffene sollten frühzeitig kompetenten Rat suchen.
Dr. med. Christina Thöne
Endometriose-Sprechstunde, Kinderwunschsprechstunde
Universitäts-Frauenklinik Heidelberg
E-Mail: christina.thoene@med.uni-heidelberg.de
Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg
|