HIV: Merck stoppt Tests für Impfstoff/ "Step" brachte nicht das erwartete Ergebnis
Das Pharmaunternehmen Merck hat die Tests für einen HIV-Impfstoff gestoppt, der als einer der vielversprechendstens im Kampf gegen Aids gegolten hat. Die Tests wurden beendet, nachdem der Impfstoff für nicht ausreichend wirksam erklärt worden war. Der Tests verhinderte bei Freiwilligen mit hohem Infektionsrisiko eine Ansteckung nicht.
Merck hatte laut BBC in der Vergangenheit große Erwartungen in diesen Impfstoff gesetzt. In die Entwicklung wurden insgesamt zehn Jahre Forschungsarbeit investiert. Der internationale Test Step begann 2004 mit 3.000 HIV-negativen Freiwilligen aus den verschiedensten Personenkreisen im Alter von 18 und 45 Jahren.
Laut Merck wurden 24 der 741 geimpften Personen mit HIV infiziert. In der nicht geimpften Kontrollgruppe infizierten sich 21 von 762 Freiwilligen. Eine unabhängige Expertengruppe empfahl in der Folge von weiteren Impfungen abzusehen. Ihrer Auffassung nach waren diese Tests zum Scheitern verurteilt. Für die meisten Teilnehmer bestand ein hohes Infektionsrisiko. Sie wurden wiederholt über sichere Sexualpraktiken informiert. Der Impfstoff enthielt einen verbreiteten Erkältungsvirus und Kopien von drei HIV-Genen. Es wurde gehofft, dass der Kontakt mit den Genen zu einer direkten Immunreaktion des Körpers führen würde. Körperzellen, die das Virus enthielten, sollten erkannt und zerstört werden. Said Sarah Alexander, eine Sprecherin des HIV Vaccine Trials Network bedauerte die Entscheidung des Unternehmens. Viele hätten gehofft, dass die Fähigkeit zur Aktivierung des Immunsystems den ersehenten Durchbruch bringen würde. Ärzte gehen davon aus, dass eine präventive Impfung die Ausbreitung von HIV am sichersten stoppen könnte. (pte)