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   15.11.2007
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Kinderärzte warnen vor hochkalorischen „Gute-Nacht-Mahlzeiten“ aus der Flasche

Nur satte Kinder schlafen gut – damit bewerben viele Kindernahrungshersteller ihre speziell für das abendliche Fläschchen entwickelten Fertiggetränke, die Babys und Eltern eine ungestörte Nachtruhe schenken sollen. Doch für gesunde Säuglinge sind diese besonderen Nuckelflaschen-Produkte ungeeignet und gefährden die Kindergesundheit, warnt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ).



Meist verbergen sich hinter diesen „Abend-Trink-Mahlzeiten“ und „Gute-Nacht-Fläschchen“ hochkalorische Energiebomben, die am Bedarf gesunder Babys vorbeigehen. „Problematisch ist die Vermarktungsstrategie, die den Verbraucher leicht täuschen kann“, kritisiert Berthold Koletzko, Vorsitzender der DGKJ-Ernährungskommission. „Die Produkte entsprechen nicht den gesetzlichen Auflagen für Anfangs- und Folgenahrung, weil ihre Energiedichte viel zu hoch ist. Sie sind Beikostprodukte, die für die Fütterung mit der Flasche nicht geeignet sind. Die Werbung aber zielt genau auf den Markt der Säuglingsfläschchennahrung.“

Bei regelmäßig derart überfütterten Babys kann sich ein deutlich erhöhtes Risiko entwickeln, später fettleibig zu werden. Auch die Zutatenlisten der Produkte steht in der Kritik der Wissenschaftler, denn häufig finden sich hohe Anteile von glutenhaltigem Getreide, das damit viel zu früh und zu plötzlich in die Ernährung eingeführt wird und zu schweren Unverträglichkeiten führen kann. Zudem sollte selbst im Kleinkindalter davon abgesehen werden, gesüßte und energiereiche Nahrung über eine Einschlafflasche zu geben, denn durch diese Gewohnheit droht die Entstehung der Nuckelflaschenkaries.

Die Ernährungsexperten der DGKJ fordern die Hersteller auf, die Vermarktung von Beikostprodukten zur Flaschenfütterung sofort einzustellen. Kinder- und Jugendärzte sollten Eltern konsequent von der Verwendung solcher Produkte in der Nuckelflasche abraten, da dies die Kindergesundheit gefährdet.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ)

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Zuletzt geändert am: 15.11.2007