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   22.02.2008
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Medizintechnische Entwicklung aus Trier ist eines der 100 wegweisenden Produkte für das 21. Jahrhundert

Innovative Medizintechnik für den Kampf gegen Parkinson, Dystonie, Tremor oder Schmerzerkrankungen 'Made in Trier': Gemeinsam mit der Neurochirurgie im Klinikum Idar-Oberstein hat die Fachhochschule neue Verfahren für die Operationsplanung und -navigation bei der Tiefenhirnstimulation entwickelt. Dadurch können die Therapien hinsichtlich der Operationszeiten und ihrer Sicherheit maßgeblich verbessert werden.
Seit 2004 arbeitet Professor Dr. Peter Gemmar im Institut für innovative Informatikanwendungen (i3A) der FH Trier an innovativen Informatikanwendungen für die Gehirnchirurgie. Das Institut ist spezialisiert auf die Entwicklung moderner Computeranwendungen - unter anderem in den Bereichen automatische Bild-und Signalanalyse.

Eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eingesetzte, hochkarätige Kommission aus führenden Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen zeichnete die Entwicklungen des i3a als eines der 100 wegweisenden Produkte für das 21. Jahrhundert aus. "Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung. Sie zeigt, dass wir in interdisziplinärer Zusammenarbeit sehr erfolgreich angewandte Forschung und zukunftsträchtige Entwicklungen durchführen", freut sich Peter Gemmar. Geleitet wurde die Kommission von Professor Theodor Hänsch, 2005 Nobelpreisträger für Physik. Die ausgezeichneten Produkte werden in dem Buch "100 Produkte für die Zukunft" dargestellt, welches im September 2007 im Econ-Verlag erschienen ist.

Zur Behandlung von Bewegungsstörungen und Schmerzen werden spezielle computergestützte Gehirnoperationen, so genannte Stereotaxien, durchgeführt. Hierbei werden Elektroden für Hirnschrittmacher sehr präzise in kleinste Zielstrukturen des Gehirns implantiert.

Die Planung dieser komplizierten stereotaktischer Hirnoperationen wird durch die Entwicklung der Trierer erheblich erleichtert. In mehr als zehn Diplom- und Bachelor-Abschlussarbeiten wurden unterschiedliche Problemstellungen untersucht und Lösungsansätze erarbeitet. Die dabei entwickelten Programme führen zu einer deutlichen Reduktion der Operationszeiten und erhöhen die Operationssicherheit.

Inzwischen ist die Entwicklung an die weltweit führende Medizintechnikfirma Medtronic (USA) verkauft.

Weitere Informationen
Prof. Dr. Peter Gemmar
Tel. +49 651 8103-375 oder -583
Fax +49 651 8103-480
E-Mail: i3a@fh-trier.de
Weitere Informationen:

Quelle: Fachhochschule Trier

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Zuletzt geändert am: 22.02.2008