zur Startseite

  Do, 09.09.10 - 15:05
 Aktuelle Infos für Ärzte
 Gesundheitspolitik
 Schwerpunktthema
 Praxismanagement
 Kongresskalender
 Archiv
 

Artikelselektion nach:
 Erweiterte Suche
 
 
 Kooperationspartner
 Patienteninfos
 Praxis-Service
 Nützliche Links
 Newsletter-Abo
 Kontakt
 Download
 Datenschutz
 Impressum
 Home
   04.08.2008
Infos für Ärzte    
 
DGGG: HPV Test als Ergänzung des zytologischen Abstrichs für Frauen ab 30 Jahren

Frauen ab 30 Jahren sollten als Teil der Vorsorgeuntersuchung des Zervixkarzinoms routinemäßig auch auf eine HPV-Infektion (Humanes Papillomvirus) getestet werden. Dieses Vorgehen empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in ihren neuen S2-Leitlinien zur „Diagnostik und Therapie der HPV-Infektion des weiblichen Genitals“. Der HPV-Test sollte in Kombination mit der zytologischen Untersuchung einhergehen. Zudem empfiehlt die Gesellschaft, dass Labore die von QIAGEN entwickelte Hybrid Capture® 2 (hc2) Technologie (digene® HPV Test) verwenden. Der digene HPV Test ist derzeit der einzige Test, der von der FDA (Food and Drug Administration) zugelassen und in Europa CE-markiert ist.



„Mit den aktualisierten Leitlinien tragen wir den wissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten Jahre Rechnung. Zahlreiche Studien zeigen, dass die Kombination aus Zytologie und HPV-Test signifikant sensitiver als Zytologie alleine ist. Eine Kombination bietet damit mehr Sicherheit bei der Identifizierung von Frauen, die das Risiko haben, an einem Zervixkarzinom zu erkranken,“ so Klaus Friese, Vorsitzender des Leitlinien-Gremiums und Professor für Gynäkologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. „Gebärmutterhalskrebs tritt bei Frauen ab 30 Jahren am häufigsten auf. Durch die Verwendung beider Tests bei dieser Altersgruppe hoffen wir, die Anzahl der Frauen, die am Zervixkarzinom erkranken oder sogar sterben, deutlich zu reduzieren.“

Der digene HPV Test wurde bereits in einer Vielzahl von klinischen Studien mit insgesamt mehr als 300.000 Frauen validiert. In Deutschland erstatten die meisten privaten Krankenversicherungen den Test als Ergänzung des zytologischen Primärscreenings. Viele Experten hoffen, dass zukünftig auch die gesetzlichen Krankenkassen den HPV-Test erstatten werden. Ein Pilot-Screening-Programm wurde bereits in Wolfsburg von der Deutschen Betriebskrankenkasse, dem Wolfsburger Klinikum und niedergelassenen Gynäkologen initiiert. In diesem Programm werden die Kosten für den digene HPV Test von der Deutschen BKK übernommen.

"Im Gegensatz zu anderen Krebsarten kann Gebärmutterhalskrebs praktisch zu 100 Prozent verhindert werden – wenn die Frauen und ihr Ärzte den Zugang zum HPV-Test und weiteren Fortschritten der Präventionsdiagnostik haben“, sagt Peer Schatz, Chief Executive Officer von QIAGEN. „Die neuen Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe spielen eine wertvolle Rolle dabei, Ärzten zu helfen — und durch sie auch ihren Patientinnen — die effektivsten Methoden zu verstehen, um aus dieser Krankheit eine Tragödie der Vergangenheit werden zu lassen.“

Die neuen Leitlinien sind unter www.dggg.de veröffentlicht.

Quelle: QIAGEN

Beitrag bewerten (nach Schulnoten):
1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut ... 6 = ungenügend
Stichwortsuche:
   Zervixkarzinom>>
Weitere Artikel zu diesem Thema:
   Gebärmutterhalskrebs-Experten drängen auf routinemäßigen Einsatz des HPV-DNA-Tests als primäres Screening-Instrument (18.03.2010)
   Neuer HTA-Bericht über die Impfung gegen humane Papillomaviren (11.03.2009)
   Kritik an Krebsimpfung nach Todesfällen - Behörden: keine Verbindung (01.02.2008)
   Nach Todesfällen: CDU will Studie zu Gebärmutterhalskrebs-Impfung (30.01.2008)
   Gebärmutterhalskrebs: Langfristiges Risiko auch nach Früherkennung (19.11.2007)

Zuletzt geändert am: 04.08.2008