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   29.09.2008
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Kopflausbefall: 9- bis 10-Jährige laut Inzidenzstudie besonders häufig betroffen

Nach Ansicht von Experten nimmt die Inzidenz von Kopflausbefall zu (1, 2). „Eltern sollten dennoch gelassen damit umgehen, wenn ihr Sprössling betroffen ist“, so Dr. Claudia Jahnke, Leiterin des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes des Braunschweiger Gesundheitsamtes. „Statt Hysterie oder gar Stigmatisierung ist konsequentes Handeln das Gebot der Stunde.“ Sehr gute Wirksamkeits- und Verträglichkeitsdaten hat das 2-Stufen-Dimeticon NYDA® in der Behandlung des Kopflausbefalls vorzuweisen.



Dr. Jahnke präsentierte eine aktuelle epidemiologische Untersuchung des Gesundheitsamtes Braunschweig, wonach fast 6% der untersuchten 6-Jährigen (n = 1890) im Laufe eines Jahres infestiert waren. In einer separaten Auswertung mit insgesamt 300 Kindern hatten in der Gruppe der 9- bis 10-Jährigen innerhalb dieses Zeitraumes sogar bis zu 26% Kopfläuse. Auch waren Mädchen häufiger infestiert als Jungen. „Diese Daten liefern die Grundlage für eine evidenzbasierte Behandlung.“ Die Ansteckungsgefahr durch Mützen, Kuscheltiere oder Polstermöbel sei vernachlässigbar, so Dr. Jahnke, direkte Kontaktpersonen hingegen sollten gezielt kontrolliert werden. „Wichtig für eine sichere Diagnose ist neben der visuelle Inspektion immer auch das feuchte Auskämmen mit einem Läusekamm, um alle Erscheinungsformen – Nymphen, adulte Läusen und vitale Eier – ausmachen zu können.“

Da der Absatz von Kopflausmitteln (Dimeticon, Pyrethrin, Permethrin, Allethrin, Shampoos) insgesamt um 52,5% gestiegen ist, muss davon ausgegangen werden, dass neben dem Anstieg der Inzidenz auch das Fehlschlagen vieler Erstbehandlungen dafür verantwortlich ist, indem weitere Mittel nachgekauft werden. In der aktuellen Studie lag die Rate der Therapieversager bei mehr als 20%, so Dr. Jahnke.

Die Untersuchung zeigt: Die erfolgreiche Behandlung der Pedikulose ist eine therapeutische Herausforderung. So werden die Kopfläuse aufgrund eines massenhaften Einsatzes der traditionellen, chemisch definierten Pedikulozide weltweit zunehmend resistent. In einer Studie in Dänemark waren 70% der getesteten Kopfläuse unempfindlich auf Permethrin (3). In England beobachtete man in einigen Orten sogar noch höhere Resistenzraten (4). Für Deutschland liegen noch keine vergleichbaren Untersuchungen vor.

Darüber hinaus enthalten traditionell angewendete Pedikulozide als Wirkstoff neurotoxisch wirksame Insektizide, wie z.B. Pyrethrum, Allethrin und Permethrin. Diese sind ihrem ursprünglichen Einsatzgebiet nach Schädlingsbekämpfungsmittel, die eine Übererregung des Nervensystems verursachen, welche schließlich zum Tod des Parasiten führt. Diese Läusemittel sind gesundheitlich nicht unbedenklich. Das 2-Stufen-Dimeticon NYDA® ist die Antwort auf die Forderung nach einer solchen unbedenklichen Therapie. In vitro-Untersuchungen an Kopfläusen (5) und Lauseiern (6) bescheinigen NYDA® nicht nur eine hohe pedikulozide, sondern auch eine hohe ovizide Wirkung. Die Ergebnisse einer kontrollierten, randomisierten Untersucher-blinden (observer-blinded) klinischen Studie (7) bestätigen diese in vitro-Ergebnisse. Mit einer Heilungsrate von 97,2% - im Vergleich zu 67,6% unter 1% Permethrin (in einer wässrigen Lösung) – belegt die Studie, dass NYDA® auch bei hochgradiger parasitärer Beladung zuverlässig wirksam ist.

„NYDA® lässt die Läuse ersticken“, erläuterte Dr. Michaela Gorath. Das Präparat enthält zwei unterschiedliche Dimeticone: ein dünnflüssiges, auch bei Raumtemperatur leicht flüchtiges und ein viskoses, schwer flüchtiges Dimeticon. Das niedrig viskose Dimeticon mit geringer Oberflächenspannung hat besonders hohe Kriech- und Spreiteigenschaften, um tief über die Atemöffnungen in das Tracheensystem der Parasiten einzudringen und dort die Luft zu verdrängen. „Dann verdampft das flüchtigere Dimeticon, verdickt und verschließt das Atemsystem der Läuse.“
ab

Quelle: Pressekonferenz „Neue Trends in der Kopflaustherapie“ am 19. September 2008 in München, Pohl-Boskamp

Literatur

1) Feldmeier H. (2006): Kopflausbefall – die wichtigste Parasitose des Kindesalters. Der Hygieneinspektor 6, 18-27.
2) Richter J et al. (2005): Kopfläuse – Umgang mit einer wiederauflebenden Parasitose. Dtsch Ärztebl; 36: 1909-1912.
3) Kristensen M. et al. (2006): Survey of permethrin and malathion resistance in human head lice populations in denmark. J. Med. Entomol. 43 (3), 533-538.
4) Hill N. et al. (2005): Single blind, randomised, comparative study of the Bug Buster kit and over the counter pediculicide treatments against head lice in the United Kingdom. BMJ 331, 384-387, doi: 10.1136/bmj.38537.468623.E0.
5) Oliveira F.A.S. et al. (2007): High in vitro efficacy of NYDA® L, a pediculicide containing dimeticone. J. Europ. Acad. Dermatol. Venereol., DOI: 10.1111/j.1468-3083.2007.02258.x.
6) Heukelbach J. (2008): Efficacy assessment of NYDA®. 3. Internationales Experten-meeting: Die Zukunft in der Kopflaustherapie: Dimeticon. Hohenlockstedt, Deutschland, 2. April 2008
7) Heukelbach J. et al. (2007): High efficacy of a pediculicide based on dimeticone in a population with a high intensity of infestation: a randomized controlled trial. Trop. Med. Int. Health, 12 suppl. 1, 178-179.

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Zuletzt geändert am: 29.09.2008