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   02.07.2009
Gesundheitspolitik    
 

Hartmannbund lobt deutliche Erhöhung der Weiterbildungszuschüsse durch KV Niedersachsen

Der Vorsitzende des Hartmannbunds, Prof. Dr. Kuno Winn, hat den Beschluss der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Niedersachsen, niedergelassenen Ärzten, die in ihren Praxen Weiterbildungsassistenten beschäftigen, künftig einen Gehaltszuschuss von 1.900 Euro statt bislang 1.023 Euro zu gewähren, ausdrücklich begrüßt. Er appellierte an die anderen KVen, diesem Beispiel zu folgen. „Wer dem Ärzte- und Nachwuchsmangel wirksam begegnen will, kommt an einer gezielten Förderung der Weiterbildung nicht vorbei“, sagte Winn. Er lobte vor allem, dass hier eine KV der Umsetzung des gesetzlichen Auftrags an die Kassenärztliche Bundesvereinigung, den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft, die Förderung für die Weiterbildung im Gebiet Allgemeinmedizin auszubauen, zuvorkomme – und zwar fachübergreifend!
„Wir brauchen dringend attraktivere Rahmenbedingungen für die Weiterbildung, auch in den Praxen“, erläuterte Winn. Neben qualitativen Verbesserungen gehöre dazu auch eine bessere Bezahlung. Diese liege oft deutlich unter dem Niveau von Weiterbildungsassistenten in Krankenhäusern. Gleichzeitig macht der Hartmannbund-Vorsitzende darauf aufmerksam, dass der Ärztemangel ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. „Viele Ärzte, die frisch von der Uni kommen, wollen nach ihren Erfahrungen im Praktischen Jahr nicht mehr kurativ tätig werden – das ist alarmierend. Das Problem beginnt schon im Studium“, betonte Winn. Hinzu käme, dass die Arbeitsbelastung in den Krankenhäusern schwer vertretbare Ausmaße erreicht habe und es in strukturschwachen Regionen mit wenig Privatversicherten schwierig sei, eine Praxis wirtschaftlich zu führen. „Daher müssen Lösungen gefunden werden, die auch die Länder und Kommunen stärker integrieren“, forderte Winn auch in Richtung Politik. Der Hartmannbund vertritt als einziger politischer Verband die Belange aller Ärzte, Zahnärzte und Medizinstudenten in Deutschland und setzt sich für ihre wirtschaftlichen, beruflichen und sozialen Interessen ein. Darüber hinaus bietet er seinen Mitgliedern neben qualifizierten Beratungen zu rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen auch Fortbildungen und ein umfangreiches Informationsangebot.

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Zuletzt geändert am: 02.07.2009