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   13.07.2009
Gesundheitspolitik    
 

Kassenärzte fordern neue Honorarreform

Die Kassenärzte wollen die umstrittene Honorarreform nach der Bundestagswahl wieder aufschnüren. «Wir wollen keine Pauschalen mehr in der Ärztevergütung», sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler, der «Financial Times Deutschland» (Montag). Die Pauschalvergütungen führten dazu, dass die Ärzte ihre Leistungen für die Patienten einschränkten.


Wenn es bei der Vergütung nicht darauf ankomme, wie lange der Arzt mit seinem Patienten spreche oder ob er noch zusätzliche Untersuchungen vornehme, «dann strebt der Arzt natürlich danach, innerhalb der Pauschale möglichst wenig Aufwand zu treiben. So kann eine gute Versorgung auf Dauer nicht gewährleistet werden», sagte Köhler. Mit ihrem Vorstoß wollen die Kassenärzte einen Grundpfeiler des komplizierten Honorarsystems kippen und eine erneute Umverteilung der Ärztehonorare auf die Agenda der nächsten Bundesregierung setzen.

Köhler verlangte die Einführung eines Bonussystems. «Beispielsweise können wir einem Arzt eine Zusatzvergütung in Aussicht stellen, wenn er mit Hilfe von Medikamenten oder Ernährungstherapie 70 Prozent seiner Bluthochdruck-Patienten auf einen normalen Blutdruck bringt.» Dazu müsse ein Katalog mit Erkrankungen und Zielvorgaben gesetzlich verankert werden. Die nächste Regierung müsse die gesetzlichen Kassen zudem verpflichten, gestaffelte Tarife anzubieten. Dabei soll der einheitliche Beitrag erhalten bleiben, die Tarife müssten sich aber in der Höhe der Eigenbeteiligung unterscheiden.

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Zuletzt geändert am: 13.07.2009