Mehr als 9000 Menschen nehmen sich in Deutschland jedes Jahr das Leben - und darunter überproportional viele Senioren. «Die Situation spitzt sich von Jahr zu Jahr zu», mahnte die Deutsche Hospiz Stiftung zum Weltsuizidpräventionstag (10.9.) in Berlin. «Wir wissen, dass ein Suizid fast immer ein verzweifelter Ruf nach Hilfe ist», sagte Stiftungspräsident Eugen Brysch.
«Viele fürchten sich vor Einsamkeit, Abhängigkeit und einer Pflege, die auf ihre individuellen Bedürfnisse nicht eingehen kann.» Ein die Würde wahrendes Pflegesystem wäre die richtige Antwort auf diese Ängste.
Gleichzeitig fordert Brysch, die organisierte Suizidbeihilfe schleunigst zu verbieten. Mehr als ein Drittel der Selbsttötungen wird in Deutschland mittlerweile von Menschen über 65 Jahre verübt (36 Prozent). www.hospize.de