Update Kopflaustherapie: Mit Spezialdimeticon gegen Resistenzen
Wie epidemiologische Studien zeigen, ist Kopflausbefall zunehmend schwer in den Griff zu bekommen. „Ein Hauptproblem liegt in der zunehmenden Zahl an Kopflausstämmen, die gegen herkömmliche insektizidhaltige Kopflausmittel resistent geworden sind“, erklärte Prof. Dr. med. Jörg Heukelbach, Epidemiologe an der medizinischen Fakultät der Universität von Ceará/Brasilien, anlässlich der Fachpressekonferenz „Update Pediculosis capitis“ am 25. September 2009 in Düsseldorf.
Heukelbach verwies auf Untersuchungen aus Großbritannien und den USA, die auf eine zunehmende Unempfindlichkeit der Kopfläuse gegen herkömmliche Wirkstoffe wie Pyrethrum und Pyrethroide hindeuten. (1) In einer dänischen Studie waren sogar 70 Prozent der Kopfläuse resistent gegen die herkömmlichen Präparate. (2) In Deutschland liegen noch keine validen Daten zur Resistenzsituation vor, jedoch könnte auch hier eine vergleichbare Problematik herrschen, wie die Erfahrungen von Betroffenen zeigen. So berichtete Ute Lohse aus Neubiberg, eine „kopflauserprobte“ Mutter von fünf Kindern, dass früher wirksame Permethrin-haltige Präparate bei ihren Kindern heute nicht mehr wirken. „Wir haben sie angewendet – und die Läuse waren putzmunter, das war frustrierend.“
„Zudem können diese insektizidhaltigen Kopflausmittel vor allem bei wiederholter Anwendung beispielsweise wegen ihres allergenen Potentials ein Gesundheitsrisiko darstellen“, gab Prof. Heukelbach weiter zu bedenken. Dies gilt ebenso für natürliche Substanzen wie Teebaumöl. Der Absatz von Kopflaus-Mitteln ist in den letzten Jahren um 50% gestiegen, was hauptsächlich auf die zunehmende Wirkungslosigkeit diverser Mittel zurückzuführen ist.
Gegen Ersticken kann eine Laus nicht resistent werden“, veranschaulicht Prof. Heukelbach, "daher sind Resistenzen gegen das Zweistufendimeticon NYDA nicht zu erwarten". NYDA verdickt und verschließt das Atemsystem. Die Läuse, Larven und Nissen ersticken und sterben irreversibel. In vitro-Untersuchungen an Kopfläusen [3] und Lauseiern [4] bescheinigen NYDA® nicht nur eine hohe pedikulozide (lausabtötende), sondern auch eine hohe ovizide (eiabtötende) Wirkung. Denn auch die Eier der Laus weisen Atemöffnungen auf, die so genannten Aeropylen, so dass auch diese effektiv erstickt werden. Die Ergebnisse einer kontrollierten, randomisierten Untersucher-blinden (observer-blinded) klinischen Studie [5] bestätigen diese in vitro-Ergebnisse. Mit einer Heilungsrate von 97,2% - im Vergleich zu 67,6% unter 1% Permethrin (in einer wässrigen Lösung) – belegt die Studie eindrucksvoll, dass NYDA auch bei hochgradiger parasitärer Beladung zuverlässig wirksam ist.
Aufgrund der Zusammensetzung und der physikalischen Wirkweise belastet NYDA weder den menschlichen Organismus, noch birgt es ein erhöhtes Risiko für allergische Nebenwirkungen. Auch ist das Auftreten von Resistenzen unter diesem Therapieregime sehr unwahrscheinlich. Für alle Betroffenen, die bewusst auf kosmetische Zusatzstoffe verzichten möchten ist seit dem 1. September 2009 außerdem NYDA sensitiv ohne zusätzliche Duftstoffe in Apotheken erhältlich. Besonders hautfreundlich ist auch der neue klinisch getestete Läuse- und Nissenkamm mit sehr eng stehenden, langen Metallzinken. Diese sind am Ende abgerundet, sodass die Kopfhaut nicht unnötig gereizt wird.
Konsequente Behandlung entscheidend für den Therapieerfolg
Tritt in einer Schulklasse ein Fall von Kopflausbefall auf, so Heukelbach, so ist es unwahrscheinlich, dass dieser Fall der einzige ist oder dass der Befall nicht schon 3-4 Wochen zurückliegt. Also sollten alle Kinder der Klasse gleichzeitig behandelt werden.
Zur vollständigen Beseitigung des Kopflausbefalls empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin 8 bis 10 Tage nach der Erstbehandlung eine zweite Behandlung mit dem eingesetzten Pedikulozid. (6) Genau hier liegt laut Prof. Heukelbach auch der häufigste Anwendungsfehler und ein wesentlicher Grund für mögliches Therapieversagen: „Gerade die Zweitbehandlung wird häufig vergessen.“ Deshalb bietet NYDA einen kostenlosen SMS-Service an: Betroffene können unter www.nyda.de ihre Handynummer angeben und erhalten automatisch für die Zweitbehandlung eine Erinnerungs-SMS. Unterstützt wird die wirkungsvolle Bekämpfung der Kopfläuse – insbesondere wenn die ganze Familie betroffen ist – auch durch die neue NYDA- Doppelpackung. Wie bei der Einzelpackung ist auch hier die Wirksamkeit klinisch nachgewiesen und es besteht ebenso eine Erstattungsfähigkeit bis zum zwölften Lebensjahr.
Referenzen:
[1] Hill N. et al. (2005): Single blind, randomised, comparative study of the Bug Buster kit and over the counter pediculicide treatments against head lice in the United Kingdom. BMJ 331, 384-387, doi: 10.1136/bmj.38537.468623.E0.
[2] Kristensen M. et al. (2006): Survey of permethrin and malathion resistance in human head lice populations in denmark. J. Med. Entomol. 43 (3), 533-538.
[3] Oliveira F.A.S. et al. (2008): In vitro-Wirksamkeit von fünf gängigen Kopflausprodukten. Monatsschr. Kinderheillkd., Band 156, suppl. 1, S.82
[4] Sonnberg S. et al. (2008): ovizide Wirksamkeit von over-the-counter Kopflausprodukten. Monatsschr. Kinderheillkd., Band 156, suppl. 1, S.82-83
[5] Heukelbach J. et al. (2008): A highly efficacoius pediculicide based on dimeticone: randomized observer blinded comparative trial. BMC Infect. Dis. 8 (115); doi:10.1186/1471-23334-8-115.
[6] http://www.rki.de/cln_151/nn_468404/DE/Content/Service/Presse/Pressemitteilungen/2007/08__2007.html