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13.10.2009 |
Gesundheitspolitik |
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Sportärzte: Prävention könnte Milliarden sparen
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Die Kosten im Gesundheitswesen könnten durch regelmäßige körperliche Bewegung der Bevölkerung und einen gesunden Lebensstil wesentlich gesenkt werden. Einige Zahlen belegen den Spareffekt der Prävention: Krankenkassen erwarten 26 Prozent an Einsparungen bei einer Prävention durch einen besseren Lebensstil. Die Burda Stiftung sagt: Die Einsparungen durch einen optimierten Lebensstil betragen bei Diabetes mellitus 90 Prozent, bei Herz-Kreislauferkrankungen 82 Prozent und bei Schlaganfall 75 Prozent.
In Österreich glaubt man, ca. 270 Millionen Euro durch körperlicher Aktivität einsparen zu können. In der Schweiz geht man von 1,6 Milliarden Franken Kosten durch Bewegungsmangel aus und hält Einsparungen bis zu 60 Prozent für möglich. In Kanada sind 2,5 Prozent der Gesundheitskosten auf Bewegungsmangel zurückzuführen, in den Vereinigten Staaten 1,5 – 3,0 Prozent. Hier geht es um Milliardenbeträge. In Amerika hat man ausgerechnet, dass das Training für ein gewonnenes Lebensjahr nur 311 Dollar kostet – was einem Spottpreis gleichkommt. Und in England geht man von 530 Euro Kosten pro gewonnenem Lebensjahr aus, wodurch zusätzlich noch die Unfallkosten im Alter durch Stürze wesentlich gesenkt werden.
Körperliche Aktivität ist ein wesentlicher Bestandteil der Prävention, regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivität senken die Sterblichkeit, die Häufigkeit bei einigen Krankheiten und steigern die Leistungsfähigkeit, Fitness und die Lebensqualität.
Konkret heißt das: Ein gesunder Lebensstil und regelmäßige körperliche Aktivität bedeuten eine deutlich bessere „gesundheitsbezogene“ Fitness, ein geringeres Risikoprofil im Hinblick auf verschiedene Erkrankungen, eine bessere Leistungsfähigkeit und Lebensqualität und weniger chronische Krankheiten. Krankheiten verlaufen gegebenenfalls weniger schwer, und es gibt weniger berufliche Fehltage.
Zu einem gesunden Lebensstil zählen: Nichtrauchen (Suchtprophylaxe), Gewicht im Sollbereich, vernünftige „kluge“ Diät (Mittelmeerkost), regelmäßige Bewegung (körperliche Aktivität) und die Vermeidung von schädlichem Stress (Dystress).
Im Hinblick auf eine Kosten- Nutzen-Analyse bedeutet ein gesunder Lebensstil: weniger Medikamenten- oder Tabletteneinnahme, seltenere stationäre Krankenhausbehandlungen, weniger Herz-Kreislaufkrankheiten, seltener Stürze und Fallneigung im täglichen Leben, bessere Lebensqualität (Autonomie, Selbstständigkeit), ein längeres Leben und ein späteres Auftreten pflegebedürftiger Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer-Krankheit. Es sind zwar mehr Sportunfälle zu registrieren, jedoch betragen die Kosten nur etwa 10 Prozent der Kosten, die durch Bewegungsmangel entstehen.
Eine Empfehlung zur Bewegung wird oft ausgesprochen, doch es gibt Probleme bei der Umsetzung. So fehlt es oft an der Motivation, den gesunden Lebensstil in die Tat umzusetzen, der Arzt hat keine Anreize für eine entsprechende Beratung (keine Abrechnungsmöglichkeit des Beratungsgespräches) und die sportärztliche Vorsorgeuntersuchung wird nicht vorgeschaltet.
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Prävention>>
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Zuletzt geändert am: 13.10.2009 |
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