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   04.11.2009
Infos für Ärzte    
 
Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Das Histaminintoleranzsyndrom

Das Histaminintoleranzsyndrom ähnelt in der Symptomatik der allergischen, IgE-vermittelten Reaktion. Die betroffenen Patienten, meist Frauen mittleren Alters, leiden z.B. unter Kopfschmerzen und Fließschnupfen, insbesondere nach dem Verzehr histaminreicher Nahrungsmittel, dem Genuss alkoholischer Getränke oder der Einnahme bestimmter Medikamente. Neben diesen Symptomen sind ebenfalls lebensbedrohliche anaphylaktische Reaktionen zu beobachten. Der vorliegende Artikel beschreibt die biochemischen Prozesse und zellulären Hintergründe des HIS und die diagnostischen und therapeutischen Verfahren auf. Unser Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf dieses oft unerkannte Krankheitsbild zu lenken und zu einem vertieften immunologischen Verständnis beizutragen.


Das biogene Amin Histamin und sein chemischer Ausgangsstoff Histidin kommen in unterschiedlichen Konzentrationen in fast allen Nahrungsmitteln vor . Gerade die Reifungs- oder Gärungsprozesse bei der Herstellung mikrobiell produzierter Lebensmittel können zu erheblichen Konzentrationen von Histamin führen. Ursache hierfür ist die gesteigerte HDC-Aktivität vieler Hefen und Bakterien. Nahrungsmittel mit potentiell hohem Histamingehalt sind zum Beispiel geräucherter oder gepökelter Fisch, gereifte Käsesorten, haltbar gemachte Wurst und Salami, aber auch Gemüse wie Sauerkraut, Auberginen, Spinat und Tomaten. Alkoholhaltige Genussmittel wie Weiß- und Rotwein , Bier und Champagner sind ebenfalls bekannt für den hohen Gehalt an Histamin und stehen zudem in Verdacht, das Enzym DAO zu blockieren.


Histamin und Medikamente

Einige Medikamente haben inhibitorische Wirkung auf die Diaminoxidase und führen so zu einem erhöhten Histaminspiegel. Zu diesen gehören unter anderem Broncholytika und Antiarrhythmika wie Aminophyllin und Propafenon und werden also zum Teil auch bei Symptomen eines erhöhten Histaminspiegels eingesetzt. Neben den DAO-Hemmern gibt es, speziell bei den nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR), eine Reihe von Histaminliberatoren, z.B. Mefenaminsäure, Diclofenac, Indometacin, Flurbiprofen, Naproxen, Ketoprofen und Acetylsalicylsäure. Die Einnahme dieser Substanzen führt ebenfalls zu erhöhten Blut- und Gewebsspiegeln an Histamin.

Lesen Sie den ganzen Beitrag in unserem "Schwerpunktthema"

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Zuletzt geändert am: 04.11.2009