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   01.12.2009
Gesundheitspolitik    
 

Zöller regt Verzicht auf Praxisgebühr an

Der neue Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), hat einen Verzicht auf die Praxisgebühr angeregt. «Wir müssen darüber diskutieren, ob die Praxisgebühr noch sinnvoll ist», sagte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Dienstag). Derzeit müssen Kassenpatienten für einen Arztbesuch zehn Euro pro Quartal bezahlen.


Wegen vieler besonderer Verträge etwa zwischen Kassen und Ärzten könne die Zahlung heute oft vermieden werden. Von den ursprünglich geplanten Mehreinnahmen von 2,4 Milliarden Euro pro Jahr werde heute nur rund ein Viertel erreicht. «Da stellt sich schon die Frage, ob die Gebühr ihren Zweck erfüllt, zumal die Erhebung ja auch wieder Kosten verursacht. Dann kann man das vielleicht gleich lassen», sagte Zöller. Zunächst müsse aber eine Analyse des Gesundheitsministeriums abgewartet werden. Minister Philipp Rösler (FDP) hatte bereits «ein unbürokratischeres Erhebungsverfahren» angekündigt.

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Zuletzt geändert am: 01.12.2009