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   02.12.2009
Gesundheitspolitik    
 

Pflegenoten im Internet - Stopp in Rheinland-Pfalz

Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können erstmals Noten für Pflegeheime und ambulante Dienste im Internet finden. Von den Bewertungen für zunächst rund 2000 Pflegeheime seien die ersten 20 veröffentlicht, berichtete der Ersatzkassenverband vdek am Mittwoch in Berlin. Wegen massiver Bedenken der rheinland- pfälzischen Sozialministerin Malu Dreyer (SPD) werden laut ARD- Magazin «Report Mainz» die Berichte in dem Bundesland zunächst nicht veröffentlicht.


Der Medizinische Dienst der Kassen in Rheinland-Pfalz stellte demnach fest, dass von 48 überprüften ambulanten Pflegediensten im Bundesland die Mehrheit die Note mangelhaft für pflegerische Leistungen erhalten habe. Die Ministerin kritisierte deshalb, dass viele ambulante Pflegedienste wohl schlechter abschnitten als verdient. Dreyer schrieb: «Der Grundsatz ambulant vor stationär würde gegebenenfalls ins Gegenteil verkehrt.» Rheinland-Pfalz sei nun das erste Bundesland, das die Berichte erst einmal nicht veröffentlichen wolle.

vdek-Chef Thomas Ballast zeigte sich ungeachtet der Kritik zuversichtlich, dass die Noten flächendeckend kommen und die Heime unter Wettbewerbsdruck setzen. «Es muss eine Qualitätsspirale in Gang gesetzt werden», sagte er. Die bislang geprüften Einrichtungen hätten die Durchschnittsnote 2,2. In rund 5 Prozent der Heime sei die Qualität aber nur mit mangelhaft oder ausreichend bewertet worden. Wer ein Heim suche, solle sich unbedingt die Einzelnoten anschauen und nicht nur auf die Durchschnittsnote vertrauen, riet Ballast.

Insgesamt gibt es in Deutschland 12 000 ambulante und 10 000 stationäre Pflegeeinrichtungen, die künftig einmal im Jahr geprüft werden sollen. Die Prüfer schreiben so genannte Transparenzberichte mit Noten. Auch die AOK zeigte sich zuversichtlich, dass die Zahl der veröffentlichten Berichte rasch anwächst und dies Transparenz und Qualität verbessert.

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Zuletzt geändert am: 02.12.2009