zur Startseite

 
  Mi, 22.05.13 - 17:35
 Aktuelle Infos für Ärzte
 Gesundheitspolitik
 Schwerpunktthema
 Online CME
 Videofortbildung
 Praxismanagement
 Kongresskalender
 Archiv
 

Artikelselektion nach:
 Erweiterte Suche
 
 
 Praxis-Service
 Nützliche Links
 Newsletter-Abo
 Kontakt
 Download
 Datenschutz
 Impressum
 Home
   15.01.2010
Gesundheitspolitik    
 

Streik trifft DRV in voller Breite – nervöse Reaktionen der Arbeitgeber

Eine „Intensivierung“ der Ärztestreiks beklagt die Deutsche Rentenversicherung Bund – die Ärzte an den Reha-Kliniken und im Sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung sprechen zu Recht von Eskalation. Rund 600 Ärztinnen und Ärzte in den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung Bund, der DRV Knappschaft Bahn See und der Tarifgemeinschaft Deutsche Rentenversicherung (TgDRV) sind in dieser Woche dem Streikaufruf des Marburger Bundes gefolgt. Das ergaben Rückmeldungen aus Einrichtungen aller drei Rentenversicherungsträger. Die streikenden Ärzte fordern eine Gleichstellung mit den Kollegen in kommunalen Kliniken und bessere Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen der DRV, die von Personalnot und Ärzteflucht geprägt sind.
„Der Streik hat Wirkung gezeigt. Die nervösen Reaktionen und hilflosen Versuche der Arbeitgeberseite, die Streikbeteiligung herunterzureden, zeugen von massiver Desorientierung. Während insbesondere bei der DRV Bund reines Wunschdenken bis hin zur Realitätsverleugnung die Oberhand gewinnt, mehren sich die Anzeichen, dass andere unter dem anhaltenden Druck der Streikmaßnahmen bereit sind, nach einer Verhandlungslösung zu suchen. Wir fordern die Arbeitgeber auf, sich nicht länger zu verweigern und endlich ein Angebot vorzulegen, das den berechtigten Forderungen der Ärzte entspricht. Solange ein solches Angebot nicht vorliegt, wird der Streik fortgesetzt und in der nächsten Woche erneut intensiviert“, sagte Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes.

Die Verhandlungen über einen arztspezifischen Tarifvertrag waren Ende November 2009 an der Blockadehaltung der Arbeitgeber gescheitert. „Die Arbeitgeber verhalten sich höchst irrational. Solange sie ihre Blockadehaltung aufrecht erhalten, wird es nicht gelingen, die vielen offenen Arztstellen in den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung neu zu besetzen. Man kann es den Ärzten nicht verdenken, dass sie dorthin abwandern, wo sie bessere Arbeitsbedingungen vorfinden und eine tarifübliche Bezahlung erwarten können. Niemand wird ein zehnprozentiges Minus hinnehmen, wenn er anderswo nach MB-Tarif bezahlt wird“, sagte Botzlar.

Beitrag bewerten (nach Schulnoten):
1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut ... 6 = ungenügend
Stichwortsuche:
   Ärzteproteste>>
Weitere Artikel zu diesem Thema:
   Nordrheins HNO-Ärzte setzen Protest fort: Vielerorts bleiben HNO-Praxen freitags für Kassenpatienten geschlossen (08.02.2013)
   Protest per Wutfax - Tausende Ärzte piesacken Krankenkassen (12.09.2012)
   Ärzte rufen immer lauter zu Protesten auf (10.09.2012)
   Bahr ruft Ärzte zu Besonnenheit auf (10.09.2012)
   Kassenärzte beginnen Proteste - Aktionen gegen Kassen-Bürokratie (10.09.2012)

Zuletzt geändert am: 15.01.2010