zur Startseite

  Fr, 30.07.10 - 20:13
 Aktuelle Infos für Ärzte
 Gesundheitspolitik
 Schwerpunktthema
 Praxismanagement
 Kongresskalender
 Archiv
 

Artikelselektion nach:
 Erweiterte Suche
 
 
 Kooperationspartner
 Patienteninfos
 Praxis-Service
 Nützliche Links
 Newsletter-Abo
 Kontakt
 Download
 Datenschutz
 Impressum
 Home
   02.02.2010
Infos für Ärzte    
 
Forscher nehmen MRSA-Ausbreitung unter die Lupe

Wissenschaftler des Wellcome Trust Sanger Institute haben ein Verfahren zur genauen Nachverfolgung der Ausbreitung von MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) in Krankenhäusern entwickelt. Die Forscher untersuchten das Genom von MRSA-Stämmen rund um die Welt und in einem Krankenhaus in Thailand. Es gelang ihnen, winzige Veränderungen zu erkennen, die es ermöglichten, einen Stamm zu einem individuellen Patienten zurückzuverfolgen. Damit sei laut den Wissenschaftlern klarer geworden, wie sich diese Bakterien so rasch verbreiten können. In weiterer Folge sollten sich basierend auf diesem Wissen auch verbesserte Behandlungsmöglichkeiten entwickeln lassen.


Für die aktuelle Untersuchung haben britische Wissenschaftler mit Kollegen aus Thailand, Portugal und den Vereinigten Staaten zusammengearbeitet. Sie setzten neue Hochleistungstechnologien für die DNA-Sequenzierung der MRSA-Proben von Patienten ein. Untersucht werden sollte, wie sie genetisch miteinander verwandt sind. Es gelang, einzelne Unterschiede im genetischen Code zu identifizieren. Analysiert wurden zwei verschiedene Probensammlungen, eine mit Proben aus der ganzen Welt und eine aus einem Krankenhaus in Thailand. Das gesamte Genom jeder Probe wurde sequnenziert.


MRSA-Stamm verändert Gen-Code

Es zeigte sich, dass in keinem Krankenhaus zwei Infektionen durch völlig gleiche Bakterien verursacht wurden. Dadurch wurde nachvollziehbar, ob ein Patient den anderen angesteckt hatte oder ob die Infektion anders zustande gekommen war. Der untersuchte MRSA-Stamm veränderte seinen genetischen Code alle sechs Wochen leicht. Zusätzlich wurden Proben von Krankenhäusern in verschiedenen Teilen der Welt untersucht, die seit mehr als 20 Jahren gesammelt worden waren. Das Ausmaß der Mutation unterstützt laut BBC-Bericht die Theorie, dass MRSA in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts im Rahmen des weit verbreiteten Einsatzes von Antibiotika entstanden ist.

Details der Studie wurden im Wissenschaftsmagazin Science http://www.sciencemag.org veröffentlicht. (pte)

Beitrag bewerten (nach Schulnoten):
1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut ... 6 = ungenügend
Stichwortsuche:
   MRSA>>
Weitere Artikel zu diesem Thema:
   Wirkung von Makrolid-Antibiotika je nach Art des bakteriellen Ribosoms unterschiedlich effektiv (28.06.2010)
   MRSA: Defensin Plectasin gegen hochresistente Keime (01.06.2010)
   Mediziner entwickeln Nasenspray gegen MRSA (25.05.2010)
   Kupfer gegen Keime im Krankenhaus (31.05.2010)
   Neues Antibiotikum gegen multiresistente Keime entdeckt (29.04.2010)

Zuletzt geändert am: 02.02.2010