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   10.03.2010
Gesundheitspolitik    
 
Marktwirtschaft durch Planwirtschaft geht nicht!

Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtet heute über Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, ein neues Preissystem für patentgeschützte Medikamente einzuführen.



Dazu erklärt für die forschenden Pharma-Unternehmen Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: "Entschieden widerspreche ich Aussagen, unsere Preise seien zu hoch. Die stärksten Ausgabenschübe bei den Kassen kommen gegenwärtig aus anderen Bereichen des Gesundheitssystems, nämlich von der ärztlichen Behandlung und aus den Krankenhäusern, jedenfalls nicht von den Arzneimitteln."

"Trotzdem ist es richtig, sich mit der Zukunft des Gesundheitssystems zu befassen. Es wird auch künftig noch für jedermann eine qualitative Versorgung mit Arzneimitteln geben, wenn die Politik jetzt richtig handelt und nicht neue Fehlanreize setzt. 20 Jahre Regulierung zeigen uns, nirgendwo kann man so viel Geld versenken wie in einem planwirtschaftlichen Gesundheitssystem. Wenn die Politik die Finger von solchem Unsinn lässt, können wir uns auch künftig Innovationen leisten. Die Gesundheitspolitik steht jetzt an einer Wegscheide! Sie muss sich entscheiden, ob sie dem Wettbewerb eine Chance gibt, für mehr Effizienz zu sorgen oder ob sie auf die alten Modelle der Regulierung und Intervention setzen will. Für uns ist jedenfalls klar: Marktwirtschaft durch Planwirtschaft geht nicht, " so Yzer weiter.

Ihre Vorstellungen erläutert die Hauptgeschäftsführerin des vfa folgendermaßen: "Wir glauben an Effizienz durch Wettbewerb. Wir wollen, dass Kassen und Firmen viel stärker durch Verträge Versorgung und Erstattung regeln können und die staatliche Kosten-Nutzen-Bewertung nur dann zum Tragen kommt, wenn solche Einigungen nicht innerhalb von 2 Jahren gelingen."

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 90.000 Mitarbeiter. Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des vfa - auch im Internet.Mehr dazu unter:http://www.vfa.de/onlinepk

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Zuletzt geändert am: 10.03.2010