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   22.03.2010
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Erhöhte Thrombosegefahr für CED-Patienten? Kein Grund zur Sorge

Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen haben vor allem in einer Schubphase ihrer Erkrankung ein erhöhtes Risiko für eine tiefe Beinvenenthrombose oder gar eine Lungenembolie. Das ist das Ergebnis einer jüngst veröffentlichten Studie im international renommierten Fachblatt The Lancet. "Dies Ergebnis kommt nicht überraschend und es ist kein Grund zu übermäßiger Sorge für die betroffenen Patienten", betont Dr. Bernd Bokemeyer vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng).



"Das absolute Risiko ist zwar erhöht, aber es bleibt für den einzelnen Patienten überschaubar. Nach den jetzt vorgelegten Daten erlitten von 13.756 Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen 139 Patienten in einem Zeitraum von 14 Jahren eine Thromboembolie."

Eine generelle Vorbeugung für Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist nach Einschätzung internationaler Experten vorerst nicht angebracht. "Ob die prophylaktische Verordnung zum Beispiel von blutgerinnungshemmenden Medikamenten überhaupt Vorteile die Betroffenen haben würde, muss erst in Studien überprüft werden" so der bng-Spezialist.
Dennoch ist das Problem ernst zu nehmen. In Schubphasen der Erkrankung bedarf es einer besonderen Beachtung der individuellen Umstände. Ein Krankenhausaufenthalt oder Bettlägerigkeit zuhause sind beeinträchtigende Umstände, die das individuelle Risiko deutlich erhöhen können. "Es ist die Aufgabe des behandelnden Gastroenterologen jeweils die individuelle Krankheitssituation zu beurteilen", erklärt Dr. Bokemeyer. "Der Facharzt ist darauf spezialisiert, gegebenenfalls angemessene und ausreichende Maßnahmen zur Vorbeugung einzusetzen."

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Zuletzt geändert am: 22.03.2010