Die im Jahr 2000 gegründete Hans und Ilse Breuer Stiftung hat sich zur Aufgabe gemacht, die Lebenssituation von Demenzkranken und ihren Angehörigen entscheidend zu verbessern. Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist es, exzellente wissenschaftliche Forschung im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzerkrankungen zu fördern und wissenschaftliche Netzwerke auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung zu unterstützen. Darüber hinaus fördert die Breuer Stiftung zahlreiche Projekte aus den Bereichen Versorgung, Betreuung und Therapie, die wesentlich dazu beitragen, das Leben von demenziell Erkrankten und ihren Familienangehörigen zu erleichtern.
Seit 2006 wird von der Stiftung der mit 100.000 Euro deutschlandweit höchstdotierte Alzheimer-Forschungspreis an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verliehen, die herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung oder ähnlicher Demenzerkrankungen erbringen. Die 100.000 Euro des Preises stehen dem Preisträger im Rahmen seiner Forschungsarbeiten zur freien Verfügung. Die Mittel sind zum Einsatz bei der Erforschung der Alzheimer-Krankheit sowie ähnlicher Alterserkrankungen bestimmt. Der Preis wird an Wissenschaftler im In- und, sofern die Rückkehr nach Deutschland geplant ist, auch an deutsche Wissenschaftler im Ausland verliehen.
Bewerbungsverfahren und Vergabe der Förderleistungen
Für den Forschungspreis können sich Wissenschaftler bewerben, die auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung, der Demenzforschung sowie der Forschung ähnlicher Alterskrankheiten tätig sind. Bewerbungen sind in deutscher oder englischer Sprache bis zum 31. Juli eines jeden Jahres elektronisch (info[at]breuerstiftung.de) an das Kuratorium der Stiftung zu richten.
Die Bewerbung besteht aus:
· Zusammenfassung des eigenen wissenschaftlichen Beitrags zum Forschungsgebiet (max. 3 Seiten à 34 Zeilen)
· Lebenslauf
· Publikationsverzeichnis
· Auswahl der fünf besten Publikationen
· Beschreibung geplanter Forschungsprojekte (max. 3 Seiten à 34 Zeilen)
· einer rechtsfähig unterschriebenen Erklärung, aus der hervorgeht, dass die vom Antragsteller gemachten Angaben der Richtigkeit entsprechen und er sich verpflichtet, die Stiftung über Änderungen unverzüglich zu informieren.
Das Scientific Advisory Board der Stiftung sichtet alle eingehenden Bewerbungen, bewertet jede zunächst für sich und führt dann eine vergleichende Bewertung durch.
Das Scientific Advisory Board besteht aus folgenden Personen:Dr. Eva-Maria Mandelkow, Dr. André Fischer, Prof. Ulrike Müller, Dr. Lawrence Rajendran,Prof. Christoph Hock, Prof. Christian Haass. Sofern das Board es für notwendig erachtet, können einzelne Bewerbungen an mindestens zwei internationale Fachgutachter zur Beurteilung weitergeleitet werden.
Das Scientific Advisory Board der Stiftung kann ebenfalls Kandidaten für den Forschungspreis nominieren. Wie die Kandidaten, die sich selbst um den Forschungspreis beworben haben, werden die nominierten Kandidaten an ihrer wissenschaftlichen Leistung gemessen und nach internationalen Standards beurteilt. Das Board wurde für fünf Jahre berufen.
Aus allen Bewerbungen und Nominierungen heraus unterbreitet das Scientific Advisory Board dem Kuratorium der Stiftung eine Empfehlung für den/die nächsten Preisträger. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe des Preises trifft das Kuratorium. Die Vergabe erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.
Weitere Informationen zur Hans und Ilse Breuer Stiftung – auch zu der Ausschreibung von Promotionsstipendien - finden Sie auf der Website http://www.breuerstiftung.de/.