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Erhöhte Homocysteinwerte sind offensichtlich während der Schwangerschaft für eine ganze Reihe mütterlicher wie kindlicher Komplikationen von Bedeutung. Nachdem kürzlich gezeigt werden konnte, dass dies für schwere Formen einer bestimmten Schwangerschaftskomplikation, der so genannten Gestose (Präeklampsie), gilt, untersuchten Forscher aus Miami, Florida, ob sich dieser Zusammenhang auch für leichtere Formen der Gestose darstellen lässt. Die Erkrankung äußert sich in der Entwicklung eines Bluthochdrucks während der Schwangerschaft, zusammen mit einer Proteinurie sowie oft begleitenden Ödemen vor allem der Beine.
Bei einer großen Zahl von Frauen wurde bei der ersten schwangerschaftsbegleitenden Untersuchung die Homocysteinkonzentration im Blut bestimmt. In den folgenden Wochen entwickelten 71 der untersuchten Frauen Zeichen einer leichteren Form der Gestose. Für jede dieser wurden aus dem Datenpool der nicht betroffenen Personen zwei in definierten Merkmalen besonders gut zusammen passende Frauen ausgewählt und in einer Analyse verglichen (sog. Matched-Pairs-Analyse). Es zeigte sich, dass die Frauen mit Gestose zum Zeitpunkt der Homocysteinbestimmung im Mittel signifikant höhere Werte aufwiesen (8.4 ± 2.4 gegenüber 7.07 ± 1.5 µmol/L; P.0001). Rechnerisch waren erhöhte Homocysteinwerte mit einem um das Vierfache erhöhten Risiko der Entwicklung einer leichteren Form der Gestose assoziiert.
Adresse zum Bestellen der Publikation: Dr. A.M. Cotter, Univ of Miami, Dept Obstet & Gynecol, POB 016960, Miami, FL 33101, USA. (E-mail: acotter@med.miami.edu)
Quelle: MEDICE
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