zur Startseite

  Fr, 03.09.10 - 10:41
 Aktuelle Infos für Ärzte
 Gesundheitspolitik
 Schwerpunktthema
 Praxismanagement
 Kongresskalender
 Archiv
 

Artikelselektion nach:
 Erweiterte Suche
 
 
 Kooperationspartner
 Patienteninfos
 Praxis-Service
 Nützliche Links
 Newsletter-Abo
 Kontakt
 Download
 Datenschutz
 Impressum
 Home
   30.07.2010
Gesundheitspolitik    
 
Wesiack: „Hausärzte brauchen eine feste Perspektive“

Als „fatal“ hat der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten, Dr. Wolfgang Wesiack, die jüngste Entwicklung in der Honorierung hausärztlicher Tätigkeit bezeichnet: „Es war falsch, dem Hausärzteverband ein Verhandlungsmonopol zu geben, es ist aber genauso falsch, die versprochenen Honorarzuwächse wieder einzukassieren“, so Wesiack. Die angekündigten Protestaktionen des Hausärzteverbandes hält er für kontraproduktiv: „Für die Bevölkerung entsteht der Eindruck, hier werde nur um Geld gekämpft, nicht aber für eine bessere Versorgung der Patienten.“



Wesiack betont, das sich an der Notwenigkeit, die Rahmenbedingungen hausärztlicher Tätigkeit zu verbessern, nichts geändert habe. So seien sowohl strukturelle als auch finanzielle Maßnahmen notwendig. Schon heute unterstützen Internisten im hausärztlichen Versorgungsbereich in einem immer größer werdenden Anteil die Versorgung der Patienten mit chronisch internistischen Erkrankungen. Durch die fatale Pauschalierung der Hausarztverträge werden qualifizierte internistische Leistungen nicht mehr abgebildet. Daher muss bei einer Änderung des § 73 b SGB V die besondere Qualität der internistischen Leistungen berücksichtigt werden. Sonst drohe das Ende einer qualifizierten und effizienten hausärztlichen Versorgung.

Um dies zu verhindern, müsse die Stellung des Hausarztes im System der Versorgung verbessert werden und die vielen neuen Aufgaben, die er bereits übernommen hat und die weiter auf ihn zukommen werden, auch endlich honoriert werden. Ein Beispiel sei die Mitarbeit der Hausärzte in Krebs- oder Palliativkonferenzen. „Dies geht aber“, so Wesiack, „nur im Verbund mit allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, auch den Fachärzten.“

Deshalb wäre es viel dringlicher, das Monopol des Hausärzteverbandes zu brechen und auf ein abgestimmtes Konzept zu setzen. Die politisch zugesagten Honorarzuwächse einzukassieren, sei der falsche Weg: „Dies wird das Vertrauen in die Politik nicht erhöhen.“

Beitrag bewerten (nach Schulnoten):
1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut ... 6 = ungenügend
Stichwortsuche:
   Ärzte>>
Weitere Artikel zu diesem Thema:
   Ärzte schließen Praxen – Steuerbedarf für Gesundheit offen (27.08.2010)
   Ärzte in Bayern schließen für zwei Tage Praxen (26.08.2010)
   Ärzte in Bayern schließen für zwei Tage Praxen (25.08.2010)
   GKV: Nur in Sachsen-Anhalt zu wenige Hausärzte (19.08.2010)
   Rösler: Ärztenachwuchs sollten Landpraxen kennenlernen (18.08.2010)

Zuletzt geändert am: 30.07.2010