Der Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) wird wegen Vorwürfen wie Vetternwirtschaft und Selbstbedienungsmentalität unter die Lupe genommen. In einer Sondersitzung sei beschlossen worden, dass zur Klärung ein weiterer externer unabhängiger Wirtschaftsprüfer eingeschaltet werde, teilte der DSO-Stiftungsrat am Freitag in Frankfurt mit.
Außerdem solle die innerbetriebliche Kommunikation verbessert werden, sowohl im Bereich der Hauptverwaltung als auch zwischen der Hauptverwaltung und den Regionen. Zwischen einem Rückgang der Organspende-Zahlen und den anonymen Vorwürfen gebe es aber keinen Zusammenhang. Wegen der Kritik überprüft auch das Regierungspräsidium Darmstadt als Aufsichtsbehörde, ob gegen Stiftungszwecke verstoßen wurde. Ein Hinweis kam vom Bundesgesundheitsministerium.
Der Stiftungsrat nehme die anonymen Klagen ernst, heißt es in der Mitteilung. Er wolle auch das Regierungspräsidium bei der Aufklärung «bestmöglich unterstützen und das weitere Vorgehen abstimmen». Der Stiftungsrat hatte sich am Donnerstag getroffen, eine Erklärung aber erst am Freitag veröffentlicht.