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   24.02.2012
Gesundheitspolitik    
 

Versicherungen wehren sich gegen Versorgung nach Kassenlage

In der Debatte über die Verwendung der Milliarden-Reserven in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stemmen sich die Kassen gegen einen Zugriff durch den Staat. «Wir wollen keine Gesundheitsversorgung nach Kassenlage», sagte die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, dem Berliner «Tagesspiegel» (Donnerstag). Der Verband wies darauf hin, dass zuletzt allein für die versicherungsfremden Leistungen 34,4 Milliarden Euro pro Jahr ausgegeben wurden.


Der mit Abstand größte Posten ist demnach mit 29,3 Milliarden Euro die kostenfreie Mitversicherung Familienangehöriger. Für Kinder und Jugendliche fließen 15,6 Milliarden, für nicht berufstätige Ehepartner 8,1 Milliarden und für Angehörige von Rentnern 5,6 Milliarden Euro. Der Einnahmeverlust durch Beitragsfreiheit bei Mutterschutz und Elternzeit wird auf 2,2 Milliarden Euro geschätzt. Hinzu kommen 3,9 Milliarden Euro für Leistungen wie Haushaltshilfen bei Schwangerschaft oder Krankengeld für Eltern, die wegen der Betreuung von Kindern nicht arbeiten können.

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Zuletzt geändert am: 24.02.2012