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   19.07.2012
Gesundheitspolitik    
 

Grüne tragen Bundestags-Resolution zu Beschneidungen nicht mit

Bei den Grünen gibt es Bedenken gegen die geplante Bundestags-Resolution zu religiösen Beschneidungen. Der fraktionsübergreifende Antrag wird deshalb am Donnerstagnachmittag nur von CDU/CSU, SPD und FDP eingebracht. Die Grünen würden die Erklärung - anders als geplant - nicht als Gesamtfraktion unterstützen, teilte der Parlamentarische Geschäftsführer Volker Beck mit. Den Grünen-Abgeordneten sei jedoch freigestellt, ob sie den Antrag unterstützen oder nicht. Auf Antrag der Grünen wird es am späten Nachmittag im Plenum auch eine halbstündige Debatte geben.


Mit der Resolution will sich der Bundestag symbolisch dafür stark machen, dass eine «medizinisch fachgerechte Beschneidung» bei männlichen Kindern grundsätzlich zulässig sein soll. Dies ist eine Reaktion auf ein Urteil des Kölner Landgerichts, das eine religiöse Beschneidung als Körperverletzung bewertet hatte. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) begrüßte die schnelle Reaktion des Parlaments. Nach seinen Worten wäre es in der Welt nicht zu vermitteln, wenn den Bürgern in Deutschland eine Beschneidung aus religiösen Gründen nicht ermöglicht werde.


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Zuletzt geändert am: 19.07.2012