| |
 |
|
25.05.2004 |
Infos für Ärzte |
|
|
 |
 |
Postexpositionelle Prophylaxe bei HIV-, Hepatitis B und C |
|
|
Nadelstich- und auch Schnittverletzungen kommen immer wieder vor in der täglichen Klinikroutine. Leider besteht in einigen Fällen die Gefahr, dass auf diesem Weg Viruserkrankungen wie Hepatitis B und C oder HIV auf das medizinische Personal übertragen werden können. Meist ist nicht bekannt, ob der Patient, der behandelt wird, ein Träger dieser Viren ist oder nicht.
In unseren Augen ist es wichtig, über Maßnahmen im Falle einer beruflichen HBV-, HCV- oder HIV-Exposition bescheid zu wissen, um bei einem derartigen Unfall zu erkennen, ob eine Gefahr besteht oder nicht und wenn nötig, richtig und zügig handeln zu können - sei man selbst betroffen oder ein Kollege. Durch persönliche Erfahrungen mit diesem Thema (Tätigkeit in einer Schwerpunkteinrichtung für Virusinfektionen) und in zahlreichen Gesprächen mit Kollegen und Kommilitonen sind wir auf den großen Informationsbedarf aufmerksam gemacht worden. Die Idee zur PostVir-CARD entstand, als wir nach einem Weg suchten, die Informationen zur Postexpositionsprophylaxe, z.B. nach Nadelstichverletzungen, für möglichst viele Mitarbeiter unserer Klinik bzw. Mitarbeiter des Gesundheitswesens auf einfache Art und Weise überall zugänglich zu machen - unabhängig von dem Vorhandensein einer Bibliothek oder eines Internet-Anschlusses und unabhängig von der Uhrzeit.
Mit der PostVir-CARD sprechen wir gleichermaßen Ärzte, Medizinstudenten und Pflegepersonal in Kliniken und Arztpraxen an. Auf einer laminierten, flexiblen und jederzeit verfügbaren Karte finden sie relevante Informationen für das Vorgehen bei Verletzungen durch Nadel oder Skalpell – beginnend von den Maßnahmen in der ersten Minute bis hin zu den Nachkontrollen. Bei der Erstellung des fachlichen Inhaltes der PostVir-CARD haben wir die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) und der Fachgesellschaften als Grundlage genommen und uns an diesen orientiert. Änderungen der Richtlinien werden sich auch in der PostVir-CARD wiederfinden, da wir auf Aktualität bedacht sind.
Auf unserer Internetseite www.postvir-card.de bzw. www.infectiocard.de stellen wir Informationen über die Karte und Links zu allen führenden Einrichtungen und Fachgesellschaften zur Verfügung. Die PostVir-CARD ist gegen eine Schutzgebühr von zwei Euro erhältlich (beim Versand fallen zusätzlich noch die Porto- und Versandkosten an). Mit der Schutzgebühr werden die Druck- und Laminierungskosten finanziert.
Wir hoffen, auf diesem Weg möglichst vielen Ärzten, Krankenschwestern, Labormitarbeitern, Medizinstudenten und anderen Personen, die in Krankenhäusern, Kliniken und Arztpraxen tätig sind, die Informationen zugänglich zu machen. Nur wer weiß, wie er sich in so einem Fall verhalten muss, kann eine mögliche Gefährdung erkennen und richtig und zügig handeln.
Dr. med. Matthias Lademann (FA für Innere Medizin) und Maren Oldörp (Ärztin i.P.),
Email: info@postvir-card.de
|
| |
| Beitrag bewerten (nach Schulnoten): |
 |
|
 |
|
Infektiologie>>
|
 |
|
|
|
 |
 |
|
|
Zuletzt geändert am: 25.05.2004 |
|