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   02.06.2004
Infos für Ärzte    
 

Altersbedingter Makuladegeneration aktiv begegnen

Anlässlich des Tages der Sehbehinderten am 6. Juni 2004 empfiehlt die Initiative Augengesundheit allen Menschen über 50 Jahren, mindestens einmal pro Jahr zum Augenarzt zu gehen. "Eine regelmäßige Kontrolle des Auges ist unser wichtigstes Instrument, um Netzhauterkrankungen wie die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) rechtzeitig zu erkennen und gezielt Maßnahmen zum Erhalt der Sehkraft einzuleiten", betont der Augenarzt Dr. Peter Heinz, Schlüsselfeld.
In Deutschland leiden ca. 3 Millionen Menschen an einer mehr oder weniger schweren Form der AMD. Bei ungünstigem Verlauf kann diese Netzhauterkrankung, bei der die Stelle des schärfsten Sehens (die Makula) geschädigt wird, Betroffene in der selbstständigen Bewältigung ihres Alltags stark einschränken. Trotz ihrer Häufigkeit und den möglichen negativen Auswirkungen auf die Sehkraft ist AMD in weiten Kreisen der Bevölkerung noch völlig unbekannt, wie eine von der Initiative Augengesundheit in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage vom Februar diesen Jahres bestätigt.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt sind ein wichtiger Baustein in der Prävention der AMD. Auch ist der aktive Augenschutz bei dieser Netzhauterkrankung nicht zu unterschätzen. Man weiß heute, dass starke Sonneneinstrahlung sowie freie Radikale an der Entstehung einer AMD mitwirken. Freie Radikale entstehen z. B. durch Medikamente, Rauchen, oxidativen Stress und unausgewogene Ernährung. Von außen können wir unser Auge durch eine geeignete Sonnenbrille mit Blaulichtfilter schützen. Die Natur selbst hat mit dem Carotinoid Lutein von innen Mechanismen zum Schutz der Makula entwickelt, die unterstützt und aktiviert werden können. Es gilt als gesichert, dass Lutein schädliches UV- und Blaulicht filtern und freie Radikale abfangen kann. Da dieses Schutzpigment mit dem Alter im Auge abnimmt und vom Körper selbst nicht hergestellt werden kann, müssen wir von außen dafür sorgen, dass es in ausreichender Menge in der Makula vorhanden ist. Dies gewährleisten wir durch eine luteinhaltige Ernährung mit grünem Gemüse wie Brokkoli, Spargel und Grünkohl sowie eine kontrollierte Bereicherung unserer täglichen Nahrung mit luteinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln. Auch eine die Augengesundheit fördernde Lebensweise gehört zum Aufgabenbereich des Augenarztes. "Der Augenspezialist ist nicht nur erster Ansprechpartner was Diagnose und Therapie betrifft. Er ist auch wertvoller Ratgeber und Begleiter in allen Fragen einer augengesunden Lebensweise", beschreibt Heinz seine Rolle als Augenarzt.

- Niemals "oben ohne": Die richtige Sonnenbrille schützt
- Über eine gesunde Ernährung freut sich das Auge
- Augenschutz stärken durch Lutein
- Auf Zigarettenkonsum verzichten - Regelmäßig zum Augenarzt

Wer feststellen möchte, ob die Makula bereits durch eine AMD geschädigt ist, kann einen einfachen Selbsttest, den so genannten Amsler-Gittertest, durchführen. Eine Broschüre mit ausführlichen Informationen zur AMD und einem Amsler-Gittertest sind bei der Initiative Augengesundheit kostenlos erhältlich unter: Postfach 70833, 60599 Frankfurt.

Quelle: Initiative Augengesundheit

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Zuletzt geändert am: 02.06.2004