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   03.06.2004
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Vererbt: Idiopathisches Restless Legs Syndrom

Mit einer etwa 50prozentigen Wahrscheinlichkeit erkrankt ein Nachkomme eines RLS-Betroffenen ebenfalls am Restless Legs Syndrom. Die aktuelle Forschung geht in zwei Drittel der Fälle des sogenannten idiopathischen Restless Legs Syndroms vom autosomal dominanten Vererbungsmodus aus. Häufig beginnen die Symptome in einem früheren Lebensalter als es bei den Eltern der Fall war, nicht selten bereits im zweiten oder dritten Lebensjahrzehnt. Möglicherweise bildet eine bestimmte abweichende Genkonstellation die Anlage für RLS. Eine andere Vermutung ist, dass bei verschiedenen Familien jeweils unterschiedliche Einzelgene für die Prädisposition und letztlich für den Mangel am Botenstoff Dopamin verantwortlich sind.
Es ist davon auszugehen, dass das idiopathische RLS schwerere Verlaufsformen zeigt als das sekundäre RLS. Beschwerdefreie Intervalle verkürzen sich oder verschwinden mit zunehmendem Alter ganz. Die Symptomatik kann sich so weit verstärken, dass auch tagsüber eine Medikation nötig wird. Die typischen Missempfindungen wie Ziehen, Jucken, Brennen und Reißen in den unteren Extremitäten können auch auf die Arme übergehen. Die Symptome unterliegen einem zirkadianen Rhythmus. Sie zeigen sich in Entspannungsphasen und verstärken sich abends oder nachts. Bewegung lindert die Missempfindungen kurzfristig.

Für die Medikation ist L-Dopa das Mittel der ersten Wahl, besonders da es bei Bedarf verabreicht werden kann und die Wirkung bereits nach ca. 30 - 60 Minuten eintritt. Es muss nicht auftitriert werden. Gerade bei multimorbiden Patienten ist L-Dopa durch seine gute Verträglichkeit indiziert, um die meist mit zahlreichen Medikamenten versorgten Patienten nicht zusätzlich mit Präparaten gegen Nebenwirkungen zu belasten.

Sekundäre Erkrankungen, die das Restless Legs Syndrom hervorrufen oder verstärken können, müssen abgeklärt werden. Erst danach wird der Patient mit L-Dopa richtig eingestellt. RLS kann mit verschiedenen Erkrankungen einher gehen, z. B. Niereninsuffizienz, Eisenmangelanämie, selten auch mit Stoffwechselstörungen.

Restex® (Levodopa und Benserazid) ist das einzige für die Therapie des RLS zugelassene Medikament und wird von den gesetzlichen Kassen problemlos erstattet. Seit über 30 Jahren stellt der Wirkstoff L-Dopa seine Wirksamkeit und Verträglichkeit unter Beweis.

Quelle: Roche

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Zuletzt geändert am: 03.06.2004