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09.06.2004 |
Infos für Ärzte |
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Informationstag „Brustkrebs“
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Jährlich erkranken in Thüringen 1400 Frauen neu an Brustkrebs, in ganz Deutschland werden pro Jahr 46.000 Neuerkrankungen gezählt. Brustkrebs ist damit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, jede 10. ist davon im Laufe ihres Lebens betroffen. Bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung der Erkrankung bestehen heute in 90 % der Fälle gute Aussichten auf Heilung. Entsprechend groß ist die Bedeutung der Früherkennung und der Beitrag therapiebegleitender Maßnahmen zur erfolgreichen Genesung.
Der Jenaer Brustkrebs-Informationstag greift diese Themen auf, und versucht dabei etwas besonderes: In der Veranstaltung werden Betroffene und Mediziner zusammengebracht, indem eine anerkannte Ärzte-Fortbildung des Brustzentrums auch für Patienten geöffnet wird. Der Informationstag soll so neben der Vermittlung neuester Erkenntnisse auch als ein Forum zur Begegnung dienen. „Wir haben daher viel Raum für Gespräche eingeplant“, erklärt Gisela Reinhold, Geschäftsführerin des Tumorzentrums und Organisatorin des Informationstages.
Den ersten Brustkrebs-Informationstag für Ärzte und Patientinnen veranstaltet am 12. Juni das Tumorzentrum am Universitätsklinikum Jena aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des „Brustzentrums“ am Klinikum. Unter dem Motto „Im Mittelpunkt steht die Patientin“ werden am Samstag von 9.00 bis 15.00 Uhr im Uni-Campus Vorträge zu den Schwerpunktthemen „Diagnostik von Brusttumoren“ und „Unterstützende Maßnahmen“ angeboten. Experten des Brustzentrums am Uniklinikum und der Universität Jena stellen dabei neben Diagnoseverfahren wie dem Mammographie-Screening und der Magnet-Resonanz-Mammographie auch neue Therapiemethoden wie die Kryotherapie und Möglichkeiten des Brustaufbaus nach erfolgter Tumoroperation vor. Eine Reihe der Vorträge beschäftigt sich mit therapie-begleitenden Maßnahmen wie Physiotherapie, der psychologischen Betreuung, den Möglichkeiten der Naturheilkunde und der Rolle der Ernährung. „Wir möchten damit hervorheben, dass neben der Therapie des Brustkrebses die ganzheitliche Betreuung der Patientin ebenso wie das Umfeld eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Behandlung spielen“, erläutert Prof. Klaus Höffken, Direktor der onkologischen Klinik am Uniklinikum Jena und einer der wissenschaftlichen Leiter des Informationstages. Durch richtige Ernährung kann z.B. die Verträglichkeit einer Chemotherapie oder Bestrahlung entscheidend verbessert werden. Auch der frühzeitige Einsatz von physiotherapeutischen Maßnahmen kann die Lebens-qualität nach Operationen wesentlich beeinflussen, indem die oft auftretenden und sehr belastenden Lymphödeme bereits in der Entstehung verhindert werden können.
Ansprechpartner:
Gisela Reinhold
Geschäftsführerin des Tumorzentrums am Universitätsklinikum Jena
e-mail: gisela.reinhold@med.uni-jena.de
Quelle: Uniklinikum Jena
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Zuletzt geändert am: 09.06.2004 |
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