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14.06.2004 |
Infos für Ärzte |
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Langzeitmanagement der atopischen Dermatitis mit Pimecrolimus
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In den vergangenen Jahrzehnten ist die Inzidenz der atopischen Dermatitis in den Industrieländern dramatisch angestiegen und liegt bei Kindern im Schulalter etwa zwischen 10 und 20 Prozent. Die meisten Fälle manifestieren sich bereits im ersten Lebensjahr, oftmals mit einem chronisch-rezidivierenden Verlauf. In der topischen Therapie der Neurodermitis bedeutete die Zulassung der Calcineurin-Inhibitoren Pimecrolimus und Tacrolimus die erste wirkliche Innovation seit Einführung der topischen Kortikosteroide vor mehr als 50 Jahren, so Prof. Thomas A. Luger, Westfälische Wilhelms-Universität Münster. Die Therapie mit Kortikosteroiden erfolgte immer intermittierend und war mit mehreren Problemen verbunden:
1. dem Risiko unerwünschter Nebenwirkungen, insbesondere bei Kindern wegen des ungünstigen Verhältnisses aus behandelter Körperoberfläche und Gewicht.
2. einer schlechten Compliance wegen weit verbreiteter Vorbehalte gegen eine Kortisontherapie.
3. einer Beschränkung auf die Akuttherapie ohne positiven Effekt hinsichtlich einer Abschwächung oder Verzögerung des nächsten Schubes.
Insbesondere der Calcineurin-Inhibitor Pimecrolimus bietet hervorragende Voraussetzungen für ein Langzeit-Management leichter und mittelschwerer Formen der atopischen Dermatitis. Im Langzeit-Management wird über den akuten Schub hinaus therapiert und die Behandlung bei Bedarf frühzeitig wieder aufgenommen – mit dem Ziel, langfristig Häufigkeit und Intensität der Schübe zu reduzieren.
Randomisierte, plazebokontrollierte Doppelblindstudien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Pimecrolimus wurden mit Erwachsenen , mit Kindern im Alter zwischen zwei und 17 Jahren und mit Kleinkindern im Alter zwischen drei und 23 Monaten durchgeführt . Die Behandlung mit Pimecrolimus führte in allen Studien zu einer Besserung der klinischen Symptomatik, zu einem selteneren Einsatz topischer Kortikosteroide und zu einer signifikanten Verringerung der Zahl an Ekzemschüben.
Inzwischen liegen für die 2002 veröffentlichte Studie an Kleinkindern4 Folge-daten über einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren vor . Während bei Studienbeginn alle Kinder mindestens unter mittelschweren Ekzemsymptomen litten, zeigten nach zwei Jahren 69,7 Prozent der Kinder keine oder nahezu keine Symptome mehr. Die durchschnittlich betroffene Körperoberfläche reduzierte sich von 28 auf 6,6%.
Der hervorragenden Studienlage zu Pimecrolimus trug im vergangenen Jahr auch die International Consensus Conference on Atopic Dermatitis II (ICCAD II) Rechnung. In einer Überarbeitung der internationalen Leitlinien zur Therapie der atopischen Dermatitis wird Pimecrolimus sowohl für eine Akut- als auch für eine Erhaltungstherapie empfohlen. Dabei wird betont, dass nur Pimecrolimus bislang in klinischen Studien eine Schubreduzierung gezeigt hat. Es wäre interessant zu wissen, ob mit Pimecrolimus nicht nur eine Schubpro-phylaxe, sondern sogar ein Effekt auf die Manifestation der anderen Erkrankungen des atopischen Formenkreises möglich ist. Das Unternehmen Novartis hat jetzt eine entsprechende Langzeit-Studie mit mehr als 1.000 Kindern begonnen, die in der verblindeten Phase auf einen Zeitraum von drei Jahren angelegt ist.
Quelle: Novartis
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Neurodermitis>>
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Zuletzt geändert am: 14.06.2004 |
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