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23.06.2004 |
Infos für Ärzte |
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Krebsgesellschaft zertifiziert Brustzentrum am UKE Hamburg
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Die Heilungsrate bei Brustkrebs hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert. Für
diesen Fortschritt sind viele Ursachen verantwortlich: Zum einen wird der Brustkrebs in
früheren Stadien erkannt. Das ist nicht nur Folge der Mammographie- Früherkennungsprogramme, sondern auch eine geänderte Wahrnehmung und gesteigerte
Körperkompetenz seitens der Frauen selbst. Viele von ihnen gehen heute früher zum Arzt.
Zum anderen wurden die Heilungsraten in fast allen Stadien verbessert. Die seit langer Zeit
etablierten „Standardtherapien“ Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie und
Chemotherapie wurden in kleinen Schritten über viele Jahre weiter optimiert.
Darüber hinaus werden die verfügbaren Therapien konsequenter eingesetzt. Leitlinien, Fortbildungsinitiativen und die im Sommer vergangenen Jahres begonnene Zertifizierung von Brustzentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie haben dazu geführt, dass nachgewiesene Fortschritte auch tatsächlich bei den Patientinnen in höherer Qualität ankommen, so Prof. Michael Bamberg, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.: „Ich begrüße es daher außerordentlich, dass mit dem UKE Hamburg ein weiteres Brustzentrum in Deutschland das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie erhält und damit zu den aktiven Mitstreitern im Kampf gegen den Brustkrebs zählt.“
Das Brustzentrum am UKE in Hamburg ist mit allen modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ausgestattet. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen sorgt dafür, dass Frauen mit Brustkrebs auf höchstem
medizinischen Niveau und nach aktuellstem wissenschaftlichen Kenntnisstand versorgt werden können. Die Interdisziplinarität spielt bei den Anforderungen an die Behandlungsqualität eine maßgebliche Rolle, ebenso wie die Vermeidung unnötiger Operationen bei Krebsverdacht. Eine umfassende Dokumentation aller Krankheitsverläufe von der Diagnose bis zur Nachsorge ebnet den Weg für eigenständige Forschungen zur Verbesserung von Diagnostik und Therapie.
"Ich möchte aber auch betonen", so Bamberg, " dass diese hohen Anforderungen an die Qualität der Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs in Deutschland leider noch immer nicht selbstverständlich sind. Nicht jede Klinik, die sich Brustzentrum nennt, entspricht den
anspruchsvollen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie. Dies liegt daran, dass der Zertifizierungsgedanke im medizinischen Bereich in Deutschland noch relativ neu ist und daher Begriffe wie „Brustzentrum“ urheberrechtlich nicht geschützt sind. Leider wird der Begriff „Brustzentrum“ gelegentlich zu Werbezwecken eingesetzt, ohne dass die entsprechende Einrichtung tatsächlich alle notwendigen Strukturen und Kooperationspartner aufweisen kann. Dadurch werden die Patientinnen verwirrt, und somit ist das Gegenteil von dem erreicht, was wir schaffen möchten: eine bessere, transparente Qualitätsstruktur bei der Behandlung von Brustkrebs in Deutschland. Selbsternannte Brustkrebszentren müssen der Vergangenheit angehören, da deren Qualität nicht nach standardisierten Kriterien überprüft werden konnte.
Informieren und aufklären, Transparenz und Orientierung bieten – das sind die Aufgaben,
denen wir uns auch in Zukunft mit großem Engagement widmen möchten. Betroffene und
Angehörige müssen sich auf die Erfahrungen der behandelnden Ärzte in den zertifizierten
Brustzentren verlassen können. Denn nur diese Kliniken stellen die optimale Versorgung
sicher. Darüber hinaus ist auch die Eigenverantwortung der Patientinnen gewachsen und
dazu gehört ebenfalls, sich umfassend zu informieren. "
Quelle: UKE Hamburg anlässlich der
Zertifizierung des Brustzentrums durch die Deutsche Krebsgesellschaft
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Zuletzt geändert am: 23.06.2004 |
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