zur Startseite

 
  Do, 23.05.13 - 06:08
 Aktuelle Infos für Ärzte
 Gesundheitspolitik
 Schwerpunktthema
 Online CME
 Videofortbildung
 Praxismanagement
 Kongresskalender
 Archiv
 

Artikelselektion nach:
 Erweiterte Suche
 
 
 Praxis-Service
 Nützliche Links
 Newsletter-Abo
 Kontakt
 Download
 Datenschutz
 Impressum
 Home
   04.07.2005
Gesundheitspolitik    
 

Studie: Große Kassen verloren Mitglieder - Günstige profitierten

Die fünf größten gesetzlichen Krankenkassen haben nach einer Studie zwischen 2001 und 2004 zusammen 3,1 Prozent ihrer Mitglieder an kleinere und günstigere Kassen verloren. Profitiert hätten vor allem Betriebs- und Innungskrankenkassen, berichtete das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI am Montag in Essen mit. Dass große Kassen in den vergangenen Jahren nicht noch mehr Mitglieder verloren hätten, liege vermutlich daran, dass die Versicherten auch Faktoren wie guten Service mit Geschäftsstellen vor Ort berücksichtigten.


Die Beitragsätze der gesetzlichen Kassen lagen laut RWI 2004 zwischen gut 10 und knapp 16 Prozent. Kassen, die Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet aufnähmen, lägen aber sämtlich über 12 Prozent. Die gesetzlichen Kassen haben derzeit 48,8 Millionen Mitglieder, ohne kostenlos mitversicherte Familienmitglieder. Die fünf größten Kassen zählen 19,8 Millionen Mitglieder. Bei privaten Krankenkassen sind 8 Millionen Menschen Mitglied.

Gesetzlich Krankenversicherte können ihre Kasse seit 1996 problemlos wechseln. Der Prozess der Mitgliederverschiebung ist nach Schätzung des RWI dabei noch nicht abgeschlossen. Im Mai dieses Jahres hatten die großen Angestellten-Krankenkassen berichtet, dass der Trend zu den Betriebskrankenkassen (BKK) gestoppt sei. Nach diesen Angaben waren 180 000 Mitglieder von den rund 200 BKK abgewandert, nachdem deren Beitragssätze gestiegen waren.

Die Studie hat das RWI in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Medizinmanagement der Universität Duisburg-Essen erstellt. Erstmals seien die Daten aller gesetzlichen Krankenkassen individuell ausgewertet worden. Der Erhebungszeitraum erstreckte sich von Anfang 2001 bis April 2004.

Beitrag bewerten (nach Schulnoten):
1 2 3 4 5 6
1 = sehr gut ... 6 = ungenügend
Stichwortsuche:
   Krankenversicherung>>
Weitere Artikel zu diesem Thema:
   Verbraucherschützer für einheitliche Krankenversicherung (14.05.2013)
   vdää zum Antrag des Vorstandes der Bundesärztekammer zur Weiterentwicklung der Krankenversicherung: "Unsozial und unausgegoren" (24.04.2013)
   Jeder Achte privat krankenversichert - Tendenz steigend (16.04.2013)
   Studie: Auflösung privater Kassen brächte hohe Verluste für Ärzte (02.04.2013)
   Teure Gleichstellung - Unisex-Tarife haben Versicherungskosten erhöht (21.03.2013)

Zuletzt geändert am: 04.07.2005