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19.07.2005 |
Gesundheitspolitik |
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Jeder zweite Beschäftigte in Privatwirtschaft ohne Betriebsrente
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Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft haben keine betriebliche Altersversorgung. Nach Angaben des Bundessozialministeriums verfügten 10,3 Millionen Beschäftigte in privaten Betrieben (42 Prozent) im Jahr 2003 über eine Betriebsrente. Bislang habe seit der Rentenreform vor vier Jahren nur jeder dritte Beschäftigte von den Angeboten der Arbeitgeber auf eine Betriebsrente Gebrauch gemacht, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) am Montag.
Das Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hatte die Betriebsräte von mehr als 2000 Unternehmen zur betrieblichen Altersversorgung befragt. Das WSI warnt nun vor «ernsthaften Sicherungslücken in der Altersversorgung».
«Vielen Arbeitnehmern ist offenbar noch nicht klar, wie einschneidend der Rückgang bei der gesetzlichen Rente sein wird», sagte die Referatsleiterin für Sozialpolitik beim WSI, Simone Leiber. Zudem schreckten viele Beschäftigte vor dem unübersichtlichen Angebot verschiedener Betriebsrenten zurück oder hätten Angst beim Job- Wechsel ihren Rentenanspruch zu verlieren.
Nach Angaben des WSI gibt es auch auf der Seite der Arbeitgeber eine Lücke bei den Betriebsrenten. Zwar schreibe die Rentenreform von 2001 jedem Unternehmen vor, seinen Beschäftigten eine betriebliche Altervorsorge anzubieten, aber erst 79 Prozent der Unternehmen hätten dies bislang umgesetzt. Die beliebteste Form der betrieblichen Altersvorsorge sei die Direktversicherung, gefolgt von der Pensionskasse.
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Zuletzt geändert am: 19.07.2005 |
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