|
Ernährung
Gesunde Ernährung ist das A und
O, nicht nur bei Osteoporose. Egal ob als Prävention
oder als Teil der Behandlung. Hier kann der Patient
entscheidend zum Erfolg einer Behandlung beitragen.
KALZIUM: Feind Nr.1 der
Osteoporose.
Kalziumreiche Lebensmittel stärken
die Knochen, aber nicht automatisch. Es kommt
auf die Verbindung an! Mit Oxalsäure z.B. geht
Kalzium eine Verbindung ein, die vom Körper nicht
aufgeschlüsselt werden kann.
Wichtig sind alle MILCH- und SAUERMILCHPRODUKTE.
Die darin reichlich enthaltene Laktose (zu deutsch:
Milchzucker) unterstützt die Kalziumverwertung
im Darm. Dabei liefern magere Käsesorten mehr
Kalzium als fette. Hart- und Schnittkäse sind
wahre "Kalziumbomben". Auch Sesam (100g enthalten
780mg!), Grünkohl, Brokkoli, Lauch , Fenchel und
spezielle Mineralwasser sollten regelmäßig auf
dem Speiseplan stehen.(Grafik (2) Osteoporose
Patientenratgeber des Kuratorium Knochengesundheit,
o.O.,o.J., S.45). Bei einer MILCHEIWEIßALLERGIE
bietet Soja nur bedingt einen ausreichenden Ersatz.
1/8l Sojamilch enthält lediglich 26mg Kalzium
(in 1/8l Kuhmilch stecken 150mg). Mehr Kalzium
enthält Sojamehl (195mg/100g) und Sojabohne (260mg/100g).
Bei MILCHZUCKERALLERGIE (Laktoseintoleranz) kann
man ausweichen auf Hart-, Schnitt und Weichkäse,
bei deren Produktion Milchzucker mikrobiell abgebaut
wird.
Spinat, rote Beete, Rhabarber,
Mangold, Nüsse, Kakao und Schokolade enthalten
Oxalsäure, die die Kalziumverwertung im Darm vermindert,
bei Spinat z.B. um 92%. Auf oxalsäurehaltige Lebensmittel
sollte verzichtet werden.
Den Kalziumhaushalt stören auch Schwarztee, Kaffee,
Cola, Nikotin, Alkohol und Zucker. Selbst liefern
sie kein Kalzium, sorgen aber dafür das dieses
vermehrt über die Nieren ausgeschieden wird. Hier
gilt die Regel "Weniger ist oft mehr". Daher:
maximal drei Tassen Kaffee pro Tag!
Wahre Kalziumräuber sind phosphalthaltige Lebensmittel
(Käse mit Schmelzsalzen, Wurst, Fleisch und Schokolade).
Tauschen Sie diese Lebens - und Genussmittel auf
Ihrem Einkaufszettel öfters gegen kalziumreiche
Produkte (Milch, Joghurt, ...) aus. Wie wäre es
z.B. einmal mit einem Käse- anstelle eines Schinkenbrotes?
Ballaststoffe - Vollkorn
Auch wenn Ballaststoffe und die
im Vollkorn enthaltene Phytinsäure Kalzium und
andere Mineralstoffe binden, darf darauf keinesfalls
verzichtet werden. Diese tritt zudem vor allem
in "isolierten Ballaststoffen", wie Weizenkleie,
auf. Vollkornprodukte sind wichtige Mineralstofflieferanten.
Sie enthalten mehr verwertbares Kalzium als Weißmehlprodukte.
(Achten Sie beim Mehlkauf auf die Typenzahl! Je
höher die Zahl, desto höher der Mineralstoffgehalt.)
Vitamin D
Vitamin D kurbelt die Kalziumverwertung
an. Vitamin-D-reiche Nahrungsmittel sind fette
Seefische (z.B. Makrele und Hering) und Avocado.
Viel Bewegung an der frischen Luft hilft dem Körper
selbst Vitamin D zu erzeugen.
Zwei feine Gerichte lassen sich
mit den folgenden Rezepten zaubern. Probieren
Sie sie doch mal aus!
Brokkoli
in Käse-Sesam Soße
|