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Gesundheitspolitik   
Liebe Leserin,
    Lieber Leser,

Sie finden hier aktuelle Informationen aus dem Bereich Gesundheitspolitik .
Ältere Beiträge dieser Kategorie finden Sie in unserem  Archiv oder Sie können interessante Beiträgen einfach und bequem über unsere Suchfunktion finden.

17.05.2013
Gesundheitsminister Bahr kündigt 3-wöchige Babypause an - darf nicht in Elternzeit

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will nach der Geburt seines ersten Kindes eine politische Auszeit von drei Wochen nehmen. "Ich werde im Sommer nach der Geburt unseres Kindes eine Babypause einlegen", kündigte er in der Zeitung "Die Welt" an. Drei Wochen werde er nicht ins Büro gehen und wolle für Frau und Kind da sein. "Natürlich werde ich in der Zeit auch mal aufs Handy gucken müssen." Aber diese Anfangszeit zu dritt sei ihm wichtig.


17.05.2013
Patienten werfen Ärzten Pfusch vor - Gut 23.000 Fehler beklagt

Patienten in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr mehr als 23.000 Mal wegen des Verdachts auf fehlerhafte Operationen und Therapien beschwert. So viele Vorwürfe gingen allein bei den Krankenkassen und zuständigen Ärztestellen ein. In knapp einem Drittel der untersuchten Fälle bestätigten die Gutachter den Verdacht auf Ärzte- und andere medizinische Fehler. 3.932 Behandlungsfehler wurden allein von den Gutachtern des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bestätigt - insgesamt dürfte es weit mehr als 7.000 bestätigte Fehler gegeben haben.


17.05.2013
Niederlage für Novartis bei Bewertung von Arzneimitteln

Im Streit um die Nutzenbewertung von Arzneimitteln hat der Pharmakonzern Novartis eine Niederlage erlitten. Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg wies am Mittwoch eine Klage gegen eine Überprüfung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Kassen, Ärzten und Kliniken ab. Novartis wollte vor Gericht eine Nutzenbewertung für Diabetes-Medikamente stoppen, die bereits auf dem Markt sind. Es handelt sich um das erste Verfahren von Präparaten aus dem "Bestandsmarkt". Die Bewertung ist Basis für Preisverhandlungen
zwischen Hersteller und Krankenkassen.


17.05.2013
Europäischer Adipositas-Tag: Zuckerhaltige Getränke fördern Übergewicht und Diabetes Typ 2

Der Konsum von Limonade und Co. macht auf Dauer dick. Vor allem Kinder und Jugendliche trinken zu viel Limonaden, Cola- Fruchtsaft-, Tee- und Milchmischgetränke mit hohem Zucker- und Kaloriengehalt. Auch die Entstehung von Diabetes Typ 2 wird durch ein solch ungesundes Trinkverhalten begünstigt. Lebensmittelkonzerne tragen aktiv zu diesem Problem bei, indem sie massiv übergewichtfördernde Produkte entwickeln und speziell für diese junge Konsumenten-Zielgruppe aggressiv bewerben. Die Organisation foodwatch e.V. verlieh diese Woche dem Produkt "Capri-Sonne" des Heidelberger Unternehmens Wild den Negativpreis "Goldener Windbeutel 2013" für die dreistesten Werbepraktiken für ungesunde Lebensmittel mit Zielgruppe Kind. Die gemeinnützige Organisation diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe begrüßt diese Auszeichnung und fordert anlässlich des Europäischen Adipositas-Tags am 18. Mai 2013 ein Verkaufsverbot von Soft-Drinks und anderen zuckerhaltigen Getränken sowie die Förderung eines gesunden Trinkverhaltens in Schulen, Kindertagesstätten und Betrieben mittels Trinkwasserzapfanlagen.


17.05.2013
Klinik-Qualität wird umfassender überprüft

Angesichts anhaltender Kritik an der Behandlungsqualität müssen die mehr als 2.000 deutschen Krankenhäuser künftig umfassendere Angaben etwa zur Hygiene machen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) von Krankenkassen, Ärzten und Kliniken beschloss am Donnerstag in Berlin neue Regeln für die verpflichtenden Qualitätsberichte der Kliniken.


16.05.2013
Modellprojekt der KV Sachsen zur Hochschulzulassung

Die bvmd teilt die Einschätzung des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums, dass die Hochschulzulassung nicht als Instrument geeignet ist, Studienbewerber "von vornherein auf ein späteres Tätigwerden im ländlichen Raum zu verpflichten" (1). Rechnet man die Zeit der Facharztausbildung bis zur möglichen Niederlassung ein, muss sich ein angehender Studierender, der eine solche Verpflichtung eingeht, mehr als elf Jahre vorher auf eine bestimmte Spezialisierung bzw. späteren Lebensort verpflichten. Dies hält die bvmd für eine zu starke Einschränkung der freien Entfaltung und persönlichen Entwicklung (2).


16.05.2013
Klinische Versorgung krebskranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland ist gefährdet

Die Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH) führt vom 24. - 25. Mai 2013 ihre 81. wissenschaftliche Halbjahrestagung in Berlin durch. Schwerpunktthemen der Tagung sind aktuelle Behandlungskonzepte für krebskranke Jugendliche und junge Erwachsene, die Therapie bösartiger Erkrankungen im Säuglingsalter, aktuelle Aspekte der Stammzelltransplantation, neue molekular gezielte Therapiemöglichkeiten und die Behandlung seltener Krebserkrankungen bei Kindern. Zudem werden in freien Vorträgen neue Erkenntnisse zu Grundlagen, Diagnostik und Therapie verschiedener Krebserkrankungen vorgestellt.


16.05.2013
BDC fordert transparente Arztrechnung - für alle Patienten

Der Berufsverband der Deutschen Chirurgen (BDC e. V.) fordert eine grundlegende Veränderung im medizinischen Abrechungswesen. Jeder Patient, ob gesetzlich oder privat versichert, sollte nach Abschluss der Behandlung eine transparente, verständliche Rechnung erhalten. Eine neue Gesetzes-Regelung müsste dies schnellstmöglich zur Pflicht für jede Praxis und jede Klinik machen.


16.05.2013
Fischer: "Rechtsschutzeinschränkung sehen wir kritisch

Gestern hat das Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg über Klagen zum Bestandsmarktaufruf entschieden und diese als unzulässig abgewiesen. Dazu erklärt vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Die Entscheidung des LSG Berlin-Brandenburg ist mit Blick auf die Rechtsschutzsituation betroffener Unternehmen bedauerlich!


16.05.2013
Ärzte und Länder wollen schärfere Korruptionsregeln

Die Ärzteschaft und die rot-grün regierten Bundesländer sind für schärfere Regeln gegen Korruption im Gesundheitswesen als von Bundesminister Daniel Bahr (FDP) geplant. Die Ärzte schlügen vor, "direkt übers Strafrecht zu gehen", sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery am Mittwoch in Berlin. Die Koalition will hingegen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen etwa gegen bestechliche Ärzte durch eine Änderung im Sozialrecht ermöglichen. Montgomery unterstützt nun im Grundsatz einen alternativen Gesetzentwurf, der wohl vom Bundesrat vorgelegt wird.


15.05.2013
Novartis: Mängel bei Bewertung von Arzneimitteln

Im Streit um die Preisgestaltung von Arzneimitteln sieht der Pharmakonzern Novartis Mängel bei den Auswahlkriterien für eine Nutzenbewertung. Aus Sicht des Unternehmens hat der  Gemeinsame Bundesausschuss von Kassen, Ärzten und Kliniken (GBA) willkürlich Diabetes-Medikamente für eine Bewertung ausgewählt.


15.05.2013
Ärzteschaft warnt vor Bürgerversicherung

Vier Monate vor der Bundestagswahl hat sich die deutsche Ärzteschaft klar gegen den Plan von SPD, Grünen und Linken für eine Bürgerversicherung gestellt. Die Dualität von privater und gesetzlicher Krankenversicherung solle erhalten bleiben, sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, am Mittwoch in Berlin.


15.05.2013
Statistik: Weniger als 2% der Brustentfernungen präventiv

Weniger als zwei Prozent der Brustentfernungen in Deutschland werden vorsorglich gemacht. Das berichtete der AOK Bundesverband am Mittwoch in Berlin mit Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Danach gab es 2011 bundesweit rund 119.000 Brustentfernungen oder brusterhaltende Operationen.


15.05.2013
Unnötige Operationen? Qualifizierte Zweitmeinungen inklusive Untersuchung gibt es beim niedergelassenen Chirurgen

Es vergeht kein Tag, an dem nicht in den Medien über vermeintlich unnötige Operationen im Krankenhaus, Mengenentwicklung und Kosten stationärer Eingriffe diskutiert wird. Welche Auswirkungen die Stimmungsmache der gesetzlichen Krankennkassen auf die Patienten hat, bekommen auch niedergelassene Chirurgen zu spüren. "Viele Patienten sind verunsichert, weil sie Zweifel hegen, ob es für die angeratene Operation tatsächlich medizinische Gründe gibt. Leider beeinträchtigen diese Zweifel das Vertrauen in die gesamte Ärzteschaft - egal ob niedergelassen oder im Krankenhaus", berichtet Dr. Dieter Haack, Präsident des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC).


15.05.2013
IMK-Indikator: Rezessionsgefahr bleibt sehr gering

Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft innerhalb der nächsten drei Monate in eine Rezession gerät, bleibt sehr gering. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung. Für den Zeitraum von Mai bis Ende Juli 2013 weist das IMK-Frühwarninstrument eine Rezessionswahrscheinlichkeit von nur 2,8% aus.


15.05.2013
Gericht prüft Klage von Pharmakonzern gegen Bewertung

Im Streit um die Preise für neue Arzneimittel prüft das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg an diesem Mittwoch eine Klage des Pharmakonzerns Novartis. Das Unternehmen wehrt sich gegen eine Nutzenbewertung von Diabetes-Medikamenten. Die Bewertung ist Basis für Preisverhandlungen zwischen Hersteller und Krankenkassen. Per Eilverfahren hatte Novartis versucht, diese zu stoppen - erfolglos. Die Potsdamer Richter hatten im vergangenen Februar dafür zunächst keine Grundlage gesehen. Nun überprüfen sie im Hauptverfahren den Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses von Kassen, Ärzten und Kliniken (GBA). Das Gericht will noch am selben Tag sein Urteil sprechen.


15.05.2013
Elektrische Zigaretten - ein unkontrollierter Versuch am Verbraucher

Elektrische Zigaretten erzeugen - anders als herkömmliche Zigaretten - nicht tausende giftiger und krebserzeugender Substanzen, dennoch sind sie nicht harmlos. Sie enthalten als Hauptbestandteil eine atemwegsreizende Substanz, in der Regel giftiges, abhängig machendes Nikotin, zum Teil krebserzeugende Substanzen und oftmals haben sie verschiedene Produktmängel. Trotzdem werden sie zur Zeit als Lifestyle-Produkt ohne geeignete Qualitätskontrollen frei verkauft - damit werden die Verbraucher unfreiwillig zu Versuchsobjekten.


14.05.2013
Bahr: Chefs sind mitverantwortlich für Mitarbeiter-Gesundheit

Bei der Gesundheitsvorsorge sieht Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auch Unternehmenschefs in der Pflicht. "Chefs sind für ihre Mitarbeiter verantwortlich. Ich will Firmen überzeugen, dass sich Investitionen in gesundes Arbeiten lohnen", sagte der FDP-Politiker der "Bild"-Zeitung (Dienstag).


14.05.2013
Medikamententests in der DDR - Fischer: "Erneute wissenschaftliche Bearbeitung braucht Koordination"

Zu Medienberichten über Medikamententests in der DDR erklärt Birgit Fischer, Hauptgeschäftsführerin des vfa: "In der DDR entsprachen die Standards für klinische Studien nach unserem Erkenntnisstand dem damals Üblichen: Das DDR-Recht machte Vorgaben für die Durchführung klinischer Prüfungen, die denen westlicher Staaten und auch der USA vergleichbar waren. Zudem ist festzuhalten, dass viele Studien nach gleichem Prüfplan nicht nur in der DDR, sondern parallel in westlichen Ländern durchgeführt wurden. Dies belegt der Bericht einer von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit eingerichteten Untersuchungskommission aus dem Jahr 1991.


14.05.2013
Verbraucherschützer für einheitliche Krankenversicherung

Für ein Ende des Nebeneinanders von gesetzlicher und privater Krankenversicherung haben sich die Bertelsmann Stiftung und die Verbraucherzentrale Bundesverband ausgesprochen. "Die Aufspaltung der Krankenversicherung ist ineffizient und problematisch", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Aart De Geus, am Montag in Berlin laut einer Mitteilung.


14.05.2013
Arbeitnehmer im Südwesten weit seltener krank als im Nordosten

Arbeitnehmer in Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr weit seltener krankgeschrieben gewesen als etwa in Mecklenburg-Vorpommern. Das geht aus Ergebnissen des neuen Gesundheitsreports der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag in Berlin vorlagen.


14.05.2013
Mehr Geld für Kliniken soll schon im Sommer fließen

Die CDU will die geplante Finanzspritze für die mehr als 2000 Krankenhäuser in Deutschland schon in wenigen Monaten wirksam werden lassen. "Wir wollen, dass unsere Soforthilfe noch in diesem Sommer bei den Krankenhäusern ankommt, denn sie brauchen sie dringend", sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), der Deutschen Presse-Agentur in Berlin nach einer Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags. "Das sollten wir auch gesetzlich klarstellen, dass das Geld spätestens im August fließt."


13.05.2013
Freie Impfungen für Kinder armer Familien in Griechenland

Aus Angst vor der Ausbreitung von Kinderkrankheiten hat das griechische Finanzministerium 500 000 Euro für die Impfung von Kindern aus Familien ohne Versicherung freigegeben.


13.05.2013
Ostbeauftragter Bergner fordert Aufklärung von Arzneimittel-Tests

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christoph Bergner (CDU), hat eine lückenlose Aufklärung westdeutscher Arzneimittel-Tests in der DDR gefordert. "Die vorliegenden Fakten müssen rückhaltlos untersucht und die Hintergründe aufgeklärt werden", sagte Bergner der "Mitteldeutschen Zeitung" (Montag). "Es wäre ein schwerer Skandal, wenn tausende DDR-Bürger - vermutlich sogar unter Verletzung von Rechtsvorschriften der DDR - zu billigen und wohlfeilen Versuchskaninchen gemacht worden wären."


13.05.2013
Berufsverband der Deutschen Chirurgen zum Thema "Wird in Deutschland zu viel operiert?"

Prof. Hans-Peter Bruch, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Chirurgen, sagt: "Ja, wir müssen Instrumente entwickeln, um Operationen einzudämmen. Zumindest dort wo die Fachgesellschaften und Verbände die begründete Vermutung haben, dass die Operationszahlen den wirklichen Bedarf deutlich übersteigen.


13.05.2013
BPI: "Letzte Chance, die Pharmareform in dieser Legislatur zu korrigieren"

Anlässlich der heutigen Bundestags-Anhörung zu den gesetzlichen Änderungen im Arzneimittelgesetz (AMG) und im Sozialgesetzbuch V fordert der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) die Gewährleistung eines ausreichenden Rechtsschutzes. Eine das Verfahren nicht verzögernde Klage müsse nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) über den Zusatznutzen möglich sein - unabhängig davon, wann ein Wirkstoff bewertet werde. Geht es nach dem Gesetzgeber, dann sollen mögliche Klagen der vom Bestandsmarktaufruf betroffenen Hersteller ebenso wie bei der Bewertung neuer Wirkstoffe erst nach Abschluss des Verfahrens zugelassen werden.


13.05.2013
Verbände gegen schärfere Gehaltskontrollen bei Kassenchefs

Gesetzliche Krankenkassen, Gewerkschaften und Arbeitgeber machen Front gegen Koalitionspläne für eine stärkere Kontrolle der Gehälter von Kassenchefs. Die geplante Neuregelung sei ein ungerechtfertigter und unsachgerechter Eingriff in die soziale Selbstverwaltung, kritisierten mehrere Kassenverbände sowie der DGB und der Arbeitgeberverband BDA am Freitag in Berlin. Die Mitglieder der Selbstverwaltung gingen verantwortungsvoll mit den Mitteln der Beitragszahler um. Bereits heute gebe es ein Höchstmaß an Transparenz über Entscheidungen.


10.05.2013
Mehrheit der Krankenkassen bezahlt Homöopathie beim Arzt

Rund 70% der gesetzlichen Krankenkassen übernehmen nach Ärzteangaben inzwischen die Behandlungskosten für Homöopathie bei speziell dafür ausgebildeten Medizinern. "Für die Krankenkassen ist das wahrscheinlich ein Marketinginstrument, um sich von der Konkurrenz abzusetzen", sagte die Vorsitzende des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ), Cornelia Bajic, der Nachrichtenagentur dpa. Viele Patienten wünschten sich homöopathische Verfahren als Ergänzung oder Alternative zur Schulmedizin. 90 der rund 130 gesetzlichen Kassen übernähmen heute die Kosten dafür.


10.05.2013
Revolution auf dem Pharmamarkt - Jetzt geht es um Milliarden

Erstmals kommen die wichtigsten Medikamente des Pharmamarkts auf den Prüfstand. Die Hersteller warnen vor Rationierung. Doch der für die Überprüfungen Verantwortliche drückt selbstbewusst aufs Tempo.


10.05.2013
Weniger Menschen mit Einkommen auf Hartz IV angewiesen

Hunderttausende Menschen arbeiten in Deutschland, ohne dass ihr Lohn zum Leben reicht - sie brauchen zusätzlich Hartz IV. Die Zahl der "Aufstocker" ist aber zurückgegangen. Die Arbeitsagentur sieht eine positive Entwicklung.


08.05.2013
Kasse muss in bestimmten Fällen Fettabsaugung zahlen

Die Kosten für eine medizinisch notwendige Fettabsaugung im Krankenhaus muss die Krankenkasse übernehmen. Sie kann die Bezahlung nicht mit dem Hinweis ablehnen, der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) empfehle die Behandlung nicht. Das geht aus einer Entscheidung des Hessischen Landessozialgerichts (LSG) hervor, auf die die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins hinweist (Az.: L 1 KR 391/12).


08.05.2013
Weichmacher DEHP wird hauptsächlich über Lebensmittel aufgenommen

Lebensmittel stellen einen bedeutenden Übertragungsweg des Weichmachers DEHP dar. Der Stoff, der Kunststoffe flexibel macht, wird in der Umwelt sowie im menschlichen Urin nachgewiesen. Dies ist unerwünscht, da der Stoff schädigende Wirkungen auf die Fortpflanzungsorgane hat und dadurch die Fortpflanzungsfähigkeit und die Entwicklung des Kindes im Mutterleib beeinträchtigen kann. In Spielzeug oder Kosmetika darf DEHP daher nicht mehr eingesetzt werden. Insgesamt ist die Aufnahmemenge bei fast allen Menschen gering und es besteht daher in der Regel kein Gesundheitsrisiko. Kleinkinder können im ungünstigen Fall stärker belastet sein, da sie DEHP nicht nur über die Nahrung, sondern auch über den Hausstaub am Boden und über Gegenstände aufnehmen, die sie in den Mund stecken.


08.05.2013
DRK fordert Reform des Rettungsdienstes

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Baden-Württemberg fordert von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) eine grundlegende Reform des Rettungsdienstes in Deutschland. So sollten Einsätze der Notärzte effektiver gemacht und Kosten bei Kliniken und Krankenkassen gesenkt werden. Ziel müsse sein, überflüssige Krankenhauseinweisungen von Patienten zu vermeiden, zitieren die "Stuttgarter Nachrichten" (Mittwoch) aus einem Schreiben des Präsidenten des DRK-Landesverbandes, Lorenz Menz, an Bahr.


08.05.2013
Bericht: Immer mehr Menschen brauchen trotz Job Hartz IV/ Bundesagentur widerspricht

Immer mehr Menschen in Deutschland verdienen trotz eines Vollzeit- oder Teilzeitjobs zu wenig, um davon leben zu können. Dies geht nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) aus neuen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Danach ist die Zahl der Arbeitnehmer, die trotz eines Verdienstes von mehr als 800 Euro brutto im Monat auf Hartz IV angewiesen sind, in den vergangenen vier Jahren kontinuierlich gestiegen.


08.05.2013
Fachkräftemangel trifft auch Kliniken - Familienbewusstsein wächst

Der Fachkräftemangel trifft nach einer Umfrage zunehmend auch die Krankenhäuser in Deutschland. Drei Viertel von ihnen hätten bereits Schwierigkeiten, Stellen im ärztlichen Dienst zu besetzen, 41% im Pflegedienst, ermittelte Prognos im Auftrag der "berufundfamilie gGmbH", einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.


07.05.2013
Jeder Vierte fände Ehrenamt in der Pflege interessant

Mehr als jeder Vierte (28%) bewertet ein Ehrenamt in der Pflege als reizvoll. Das hat eine repräsentative Forsa-Studie ergeben. Die Befragten konnten darin angeben, welche Felder für diejenigen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, besonders interessant seien - zum Beispiel Pflege, Umwelt oder Tierschutz. Die große Mehrheit der Befragten (80%) gab an, dass Ehrenamtliche in der Pflege vor allem bei Alltagsaufgaben helfen könnten. Dazu gehört zum Beispiel, für Pflegebedürftige einkaufen zu gehen. Nur 30% sagten, dass Ehrenamtliche auch körperorientierte Pflege übernehmen sollten. Dazu zähle zum Beispiel, die Pflegebedürftigen zu waschen.


07.05.2013
Krankenkasse muss teurere Reha-Klinik nicht bezahlen

Patienten können sich nicht einfach eine teurere Reha-Einrichtung aussuchen - sonst bleiben sie auf den Kosten sitzen. Das geht aus einer Entscheidung des Bundessozialgerichts in Kassel vom Dienstag hervor. Demnach dürfen Krankenkassen günstigere Einrichtungen für stationäre Rehabilitationsmaßnahmen vorgeben.


07.05.2013
Vereinbarkeit von Beruf und Familie - Woran Arbeitgeber scheitern und was Erfolge bringt

Der Fachkräftemangel hat in einigen Branchen heute bereits eine existenzbedrohliche Dimension erreicht – so auch bei deutschen Krankenhäusern. Die berufundfamilie gGmbH - eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung - hat mit einer von der Prognos AG durchgeführten, repräsentativen Umfrage 150 deutsche Krankenhäuser nach ihren aktuellen sowie zukünftig erwarteten Problemen bei der Stellenbesetzung, der Bedeutung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für die Bekämpfung des Fachkräftemangels, ihren familienbewussten Aktivitäten sowie den Hürden und Blockaden dabei befragt. Die Ergebnisanalyse weist nicht nur den Weg für Kliniken, sondern liefert wichtige Erkenntnisse für alle Arbeitgeber: Woran scheitern ihre familienbewussten Bemühungen, was bringt Erfolge? 


07.05.2013
Beamte des EU-Ministerrates streiken

Ein großer Teil der insgesamt rund 3500 Beamten des EU-Ministerrates hat am Dienstag gegen mögliche Einkommenseinbußen gestreikt. Ein Sprecher des Rates bestätigte, dass nur sechs Konferenzen wie geplant stattfinden konnten. Etwa 20 andere Beratungen seien gestrichen worden. Weder der Ministerrat noch die Gewerkschaft der EU-Beamten machten Angaben über den Grad der Beteiligung an dem Streik.


07.05.2013
Brasilien will 6.000 Ärzte aus Kuba ins Land holen

Brasilien und das sozialistische Kuba bauen ihre Kooperation im Gesundheitswesen aus. Dazu sollen 6000 kubanische Ärzte nach Brasilien kommen, um in besonders armen Gegenden zu arbeiten. Die Außenminister Brasiliens und Kubas, Antonio Patriota und Bruno Eduardo Rodríguez, besprachen am Montag bei einem Treffen in Brasília Details der geplanten Entsendung.


06.05.2013
Urologen an Weiterentwicklung eines Bachelor-Studiengangs für Pflegekräfte beteiligt

Mit einer Hochschulkooperation zur Weiterbildung für examinierte Pflegekräfte geht das Fach Urologie neue Wege: Ab Oktober 2013 bietet das Fachgebiet gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Karlsruhe eine akademische Ausbildung an, deren Absolventinnen und Absolventen im Arbeitsfeld zwischen Arzt/Ärztin und Pflegepersonal zahlreiche Aufgaben übernehmen. Das dreijährige Studium zum "Physician Assistant (PA)", zu Deutsch Arztassistent, schließt mit dem Hochschulgrad Bachelor of Science (B.Sc.) ab. Das spezielle Curriculum an der DHBW wurde in enger Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) weiterentwickelt und auf die speziellen Erfordernisse im Bereich der Urologie abgestimmt.


06.05.2013
G-BA bewertet Zusatznutzen von Decitabin - Hersteller: "Individuelle Therapiesituation des Patienten zu wenig berücksichtigt"

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat den Beschluss zu Dacogen® (Decitabin) (1) im Rahmen der frühen Nutzenbewertung bekanntgegeben (2). Darin stuft der G-BA das Ausmaß des Zusatznutzens als "gering" ein. Da Dacogen® als Arzneimittel zur Behandlung eines seltenen Leidens im Bereich der Hämato-Onkologie zugelassen ist ("Orphan Drug"), galt der medizinische Zusatznutzen bereits durch die Zulassung als belegt.


06.05.2013
Grüne wollen Zigarettenautomaten verbieten

Mit einem Verbot von Zigarettenautomaten wollen die Grünen Jugendliche vom Rauchen abhalten. Die vorhandenen Maßnahmen seien unzureichend, heißt es in einem Fraktionsantrag an den Bundestag. Außerdem solle es weniger Werbung für Tabakprodukte im öffentlichen Raum geben, vor allem an der Ladenkasse. Das aktuelle System zur Alterskontrolle sei "nicht effektiv".


03.05.2013
Zahlreiche Verbraucherthemen im Bundesrat

Der Bundesrat berät heute über mehrere Initiativen zum Schutz von Verbrauchern. Dabei geht es unter anderem um Schutz vor unseriösen Geschäftspraktiken bei Telefonwerbung, Inkasso und Abmahnungen bei Urheberrechtsverstößen im Internet. Auch soll über eine Neuordnung der Telefonauskunft diskutiert werden.


03.05.2013
TK: Immer mehr junge Erwachsene nehmen ADHS-Medikamente

Neben Kindern und Jugendlichen bekommen nach Zahlen der Techniker Krankenkasse (Tk) auch immer mehr junge Erwachsene Medikamente gegen die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung ADHS. Die Zahl der 17 bis 20 Jahre alten Patienten, die ein Präparat zur Behandlung von ADHS verschrieben bekamen, sei von 2011 bis 2012 um 12% gestiegen, teilte die Kasse am Donnerstag in Hamburg mit.


02.05.2013
Hausärzte warnen vor Mangel an Allgemeinmedizinern

Angesichts des zunehmenden Ärztemangels vor allem in ländlichen Regionen fordern Deutschlands Hausärzte energischere Schritte zur Stärkung der Allgemeinmedizin. Besorgniserregend sei, dass die Zahl der Allgemeinmediziner sinke, auch wenn es insgesamt mehr Ärzte gebe, betonte der Deutsche Hausärzteverband anlässlich der Veröffentlichung einer neuen Studie am Donnerstag in Berlin. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung hatte mit Experten Fehlentwicklungen im Gesundheitswesen untersucht. Das Papier bemängelt auch eine zu schwache Rolle der hausärztlichen Versorgung.


02.05.2013
Ersatzkassen-Chefin fordert Mitsprache bei Klinikfinanzierung

Die Vorsitzende des Verbandes der Ersatzkassen, Ulrike Elsner, hat mehr Mitsprache der Krankenkassen bei der Finanzierung von Kliniken gefordert. "Es macht keinen Sinn, allen Krankenhäusern Jahr für Jahr mehr Geld in die Hand zu geben", sagte Elsner der in Berlin erscheinenden Zeitung "Neues Deutschland" (Donnerstag). Damit verfestige man unwirtschaftliche Strukturen statt die Versorgung der Versicherten zu verbessern. Die derzeitigen Strukturen belohnten Kliniken, die statt Qualität Masse produzieren.

 


02.05.2013
Ärzte widmen sich Versorgung von Patienten ohne Papiere

Die Ärzte in Deutschland wollen sich dem Problem stellen, dass viele Patienten in Deutschland keine Krankenversicherung haben. Dazu zählen zum Beispiel Menschen, die ohne Versicherungsschutz aus dem Ausland nach Deutschland gekommen sind.


02.05.2013
BDI bezweifelt Vorwurf falscher Klinikabrechnungen

Der GKV-Spitzenverband scheint sich darauf zu konzentrieren, die Leistungserbringer im Gesundheitswesen, seine Vertragspartner, rundum zu diffamieren. Der neueste Clou: Angeblich sei jede zweite Krankenhaus-Abrechnung falsch. Den Kassen entstünden dadurch Schäden in Höhe von zwei Milliarden Euro jährlich. Der Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI e.V.), Dr. Wolfgang Wesiack, bezweifelt diese Behauptungen: "Das ist völlig unglaubwürdig."


30.04.2013
Studie: Zu wenige junge Menschen sorgen fürs Alter vor

Junge Erwachsene in Deutschland sind einer Studie zufolge oft sparsam, aber nur eine Minderheit legt regelmäßig etwas fürs Alter beiseite. 55% der Befragten im Alter von 17 bis 27 Jahren sparen demnach regelmäßig Geld, 30% unregelmäßig. Für eine Altersvorsorge zusätzlich zur gesetzlichen Rente legen aber nur 38% kontinuierlich Geld zurück. Das Institut TNS Infratest hatte im Auftrag des Versorgungswerks Metallrente bundesweit 2.500 junge Leute befragt.