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Am National Institute on Aging in Baltimore, USA wurde mit Hilfe der Daten des National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES) untersucht, wie sich die Folat- und Vitamin-B12-Versorgung auf die Stimmung der US-Bevölkerung auswirkt. Im NHANES wird ein standardisierter Fragebogen verwendet, der u. a. 10 Fragen zu Anzeichen von Depression enthält. Dieser Teil des Patient Health Questionnaire (PHQ) wurde ausgewertet [1]. Ein PHQ-Wert über 10 dient als Grenzwert für Depression. Sensitivität und Spezifität sind jeweils 88%.
Ein Depressionsscore über 10 war bei Probanden über 50 signifikant mit einem niedrigen Folatstatus assoziiert. Je höher der Folatspiegel, desto weniger Depressionen: gegenüber dem Tertil mit dem niedrigsten Folatspiegel (Odds Ratio=1) verringerte sich das Chancenverhältnis für Depression im höchsten Folat-Tertil auf 0,4 (Abbildung 1). Wie schon in anderen Studien, in denen mit Fragebögen gearbeitet wurde, waren Frauen häufiger von Depression betroffen als Männer.
Abbildung 1: Chancenverhältnis (Odds Ratio) für einen PHQ≥10 in Abhängigkeit von Folatstatus, B12-Status und Homocystein. Die Probanden wurden jeweils nach ihrem Folat-, B12- und Homocystein-Spiegel Tertilen zugeordnet. T1=niedrig, T2=mittel, T3=hoch. Die Balken sind Konfidenzintervalle.
[1] Beydoun MA, Shroff MR, Beydoun HA, Zonderman AB (2010): Serum folate, vitamin B-12, and homocysteine and their association with depressive symptoms among U.S. adults. Psychosom Med 72(9):862-73.
Quelle: Medice
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