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Intima-Media-Dicke der A. carotis: Ein guter Risikomarker für Atherosklerose

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass die Intima-Media-Dicke (IMD) der Halsschlagadern, bei Patienten mit Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen mit Alter, Blutdruck und Lipidwerten korreliert. Neue Daten aus der CAPS-Studie (Carotid Atherosklerosis Progression Study) belegen, dass die IMD zur Bewertung des Risikos für kardiovaskuläre Ereignisse geeignet ist. In der Studie der Neurologischen Universitätsklinik Frankfurt am Main wurde bei mehr als 5000 Patienten etwa vier Jahre lang regelmäßig die IMD der Halsschlagadern gemessen. Die Zunahme der Wanddicke korrelierte mit der Häufigkeit des Auftretens von Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod. Bei den Patienten unter 50 Jahren war die Korrelation ebenso gut wie bei den älteren Patienten.




Die Darstellung der Atherosklerose in der Halsschlagader mittels hoch auflösendem Ultraschall eignet sich für die Basisdiagnostik zur Feststellung des individuellen Herz-Kreislauf-Risikos und des Risikos für zukünftige kardiovaskuläre Ereignisse.

Lorenz MW, von Kegler S, Steinmetz H, Markus HS, Sitzer M (2006): Carotid intima-media thickening indicates a higher vascular risk across a wide age range: prospective data from the Carotid Atherosclerosis Progression Study (CAPS).
Stroke 37(1):87-92.