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In einer neuen Untersuchung der Framingham-Studie, in der das bildgebende Verfahren der Magnetresonanz-Tomografie (MRT) zur Untersuchung des Gehirns zum Einsatz kam, wurde der Zusammenhang zwischen Homocysteinspiegel und subklinischen Gehirnschäden untersucht [1]. Dabei stellte sich heraus, dass hohes Homocystein mit kleinerem Gehirnvolumen und stillen Hirninfarkten assoziiert ist. Aus ihren Daten schließen die Autoren, dass der Assoziation von Homocystein und Gehirnalterung sowohl zelluläre als auch vaskuläre Mechanismen zugrunde liegen.
Als subklinische vaskuläre Zeichen der Hirnalterung werden im MRT stille Infarkte und „White Matter Hyperintensitiy“ schlecht durchbluteter Hirnareale gesehen. Ein kleines Hirnvolumen weist dagegen auf Verlust von Nervenzellen bzw. Atrophie hin. Bei M. Alzheimer sind insbesondere die frontalen und temporalen Hirnareale betroffen. Vaskuläre und neuronale Ursachen für den Untergang von Nervengewebe sind allerdings nicht klar voneinander zu trennen.
Bei der Framinham-Kohorte von 1965 im Mittel 62 Jahre alten gesunden Männern und Frauen wurde erstmals zwischen 1991 und 1995 und zum zweiten Mal 1998 und 2001 der Homocysteinwert bestimmt (Tabelle 1). Das MRT wurde zwischen 1999 und 2002 angefertigt.
Die MRT-Auswertung hat ergeben, dass hohe Plasma-Homocysteinwerte mit geringerem Hirn-Volumen (Tabelle 2) assoziiert waren. Bei der Gruppe der Patienten über 55 Jahren war der Trend stärker. Hohe Homocysteinwerte in der zweiten Messung standen außerdem mit geringeren Volumina der Frontallappen (-0,14%.P=0,001) und der Temporallappen in Beziehung (-0,10%, P=0,04).
Hohe Plasma-Homocysteinwerte waren auch mit stillen Hirninfarkten assoziiert – auch bei gesunden Erwachsenen mittleren Alters. Initial hohe Homocysteinwerte (gemessen zwischen 1991 und 1995) waren mit einem 1,5fach erhöhten Risiko für stille Hirninfarkte verbunden (95% Konfidenzintervall, (1,1-2,1, P=0,02). Offenbar sind für die mit Homocystein bzw. B-Vitaminmangel assoziierte Hirnalterung vaskuläre und zelluläre Mechanismen verantwortlich.
Referenz:
[1] Seshadri S, Wolf PA, Beiser AS, Selhub J, Au R, Jacques PF, Yoshita M, Rosenberg IH, D'Agostino RB, DeCarli C (2008): Association of plasma total homocysteine levels with subclinical brain injury: cerebral volumes, white matter hyperintensity, and silent brain infarcts at volumetric magnetic resonance imaging in the Framingham Offspring Study. Arch Neurol 65(5):642-9.
Quelle: Medice
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