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Neue Studienergebnisse der Queens University in Belfast zeigen, dass der Plasma- Homocysteinspiegel bei Alkoholkonsum steigt, wenn die Remethylierung von Homocystein zu Methionin nicht optimal funktioniert. Besonders davon betroffen sind jene 10% bis 15% der Bevölkerung, die einen Polymorphismus des Gens der Reduktase tragen, welche die Synthese des Tetrahydrofolats katalysiert. Diese Folsäure-Modifikation ist an der Remethylierung des Homocysteins zu Methionin als Kosubstrat beteiligt. Die Probanden besaßen einen Genotyp der Methylentetrahydrofolat-Reduktase(MTHFR) mit einer gegenüber dem Wildtyp bis zu 30% verminderten Enzymaktivität. Allerdings interessierten sich die Wissenschaftler in dieser Studie hauptsächlich dafür, ob die „Darreichungsform“ des Alkohols – verdünnt oder konzentriert, in Wein oder Schnaps eine Rolle spielt.
In der achtwöchigen Interventions-Studie tranken 78 gesunde Männer über zwei Wochen hinweg täglich entweder 240 ml Rotwein oder 80 ml Wodka; nach zweiwöchiger wash-out-Phase wurden die Gruppen getauscht.
Das Ergebnis der Studie: Der Folsäure- und Vitamin-B12-Spiegel war bei beiden Gruppen herabgesetzt. Bei allen Probanden stieg das Homocystein an, jedoch gab es in dieser Crossover-Studie keine signifikanten Unterschied zwischen Rotwein- und Wodka-Trinkern. Die Wirkung von Bier ist zwar noch nicht getestet worden, jedoch ist es unwahrscheinlich, dass das Ausmaß des Anstiegs von Homocysteins von der Art des alkoholischen Getränks abhängt [1].
[1] Gibson A, Woodside JV, Young IS, Sharpe PC, Mercer C, Patterson CC, McKinley MC, Kluijtmans LA, Whitehead AS, Evans A. (2008): alcohol increases homocysteine and reduces B vitamin concentration in healthy male volunteers – a randomized, crossover intervention study. QJM 101(11):881-7
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