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Gesundheitspolitik

27. November 2019 Umfrage: Biotechnologie positiv besetzt, Gentechnik weniger

Die Deutschen sehen die Biotechnologie insgesamt überwiegend positiv, gegenüber der Gentechnik sind sie eher skeptisch.(1) Dabei sind Biopharmazeutika in weiten Teilen der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt, Vorbehalte beruhen zumindest zum Teil auf Informationsdefiziten. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Deutschen zum Biotech-Standort Deutschland im Auftrag des Pharmaunternehmens Amgen.
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Fachinformation
Der Begriff Gentechnik weckt bei jedem vierten Deutschen erst einmal negative Assoziationen.(1) Biotechnologie wie auch Stammzellenforschung sind dagegen bei weit mehr als der Hälfte der Deutschen positiv besetzt, wie die Studie zeigt. Negativ belegt ist die Stammzellenforschung nur für 8% der Befragten, bei der Biotechnologie sind es hingegen nur 4%.(1)

Dabei ist die Biotechnologie längst noch nicht allen Menschen ein Begriff. 11% der Befragten gaben an, in der Umfrage zum ersten Mal davon zu hören.(1) Weitere 51% hatten zwar schon davon gehört, sich aber noch nicht damit beschäftigt.(1) Biopharmazeutika kannten 24% der Befragten noch nicht, weitere 48% hatten davon gehört, sich aber noch nicht weiter informiert.(1) Die Begriffe Biologika und Biosimilars stießen bei größeren Teilen der Bevölkerung auf Wissenslücken: 53% der Befragten hörten zum ersten Mal in der Umfrage von Biologika, 69% von Biosimilars. Gentechnik und Stammzellenforschung sind dagegen der großen Mehrheit der Bevölkerung geläufig. Mehr als die Hälfte der Deutschen hat sich zumindest ein wenig mit diesen Themen beschäftigt.(1)

Rolle der Gentechnik in der Medizin Obwohl die Bedeutung der Biotechnologie in der Medizin zunimmt,(2) weiß mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht, dass Arzneimittel und Therapien auch auf Basis der Gentechnologie entwickelt werden.(1) So werden Biopharmazeutika mit Hilfe von biotechnischen Verfahren hergestellt oder aus gentechnisch veränderten Organismen gewonnen. Künstlich hergestelltes, menschliches Insulin für Diabetes-Patienten ist ein Beispiel für Gentechnik. Sobald diese Einsatzmöglichkeiten in der Medizin und Pharmaforschung erklärt werden, begrüßen 58% die Gentechnik und die Ablehnung schrumpft auf gerade einmal 6%.(1) Wenn Gentechnologie dabei hilft, Krankheiten wie Krebs, Rheuma oder Osteoporose besser zu behandeln, steigt die Zustimmung in der Bevölkerung sogar auf 90%.(1) "Die Bedeutung von Biopharmazeutika wächst. Zuletzt erreichte die Zahl der Neuzulassungen in der EU einen neuen Rekord", sagt Dr. Roman Stampfli, Geschäftsführer der Amgen GmbH. "Die Biotechnologie wird uns auch künftig wertvolle Möglichkeiten eröffnen, neue Therapieansätze gegen viele schwere Krankheiten zu finden."

Mehr Aufklärung erwünscht

Gut sechs von zehn Deutschen sagen, es sei ihnen gleichgültig, ob Arzneimittel mit oder ohne Gentechnik hergestellt würden.(1) Knapp acht von zehn Befragten empfinden die Diskussion um die Gentechnik in der Medizin als emotional aufgeladen.(1) Das erschwere es, sich objektiv einen Überblick zu verschaffen, geben sie an. Und fast neun von zehn Befragten wünschen sich generell zum Thema Biotechnologie mehr Informationen.(1)

Zur Studie

Für die Studie "Medizinischer Fortschritt und der Biotech-Standort Deutschland" wurden 1.000 Deutsche im Auftrag von Amgen repräsentativ befragt. Die Befragung führte das Marktforschungsunternehmen Toluna im Juli 2019 online durch.

Quelle: AMGEN GmbH

Literatur:

(1) Amgen-Studie "Medizinischer Fortschritt und der Biotech-Standort Deutschland", Marktforschungsinstitut Toluna, Juli 2019
(2) Biotech-Report 2019: https://www.vfa.de/de/presse/publikationen


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