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Gesundheitspolitik

06. Oktober 2020 Bundesregierung mahnt erneut zu Wachsamkeit wegen Corona-Ausbreitung

Die Bundesregierung hat erneut zur Wachsamkeit wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland aufgerufen. "Die Dynamik nimmt zu", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Es sei nötig, sehr aufzupassen. Ziel sei weiterhin, die Fallzahlen so niedrig zu halten, dass die Gesundheitsämter Ketten von Infizierten nachvollziehen und unterbrechen könnten. Seibert verwies darauf, dass es aktuell in einigen Regionen und Ballungsräumen wie etwa in manchen Bezirken Berlins "kritische Werte" von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen gibt.
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Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kam am Montag erneut mit zuständigen Ministern im Corona-Kabinett zusammen. Beschlüsse seien nicht gefasst worden, sagte Seibert. Vorbereitet wurden demnach aber geplante Neuregelungen zu Tests und Reiserückkehrern aus dem Ausland, die Bund und Länder Ende August grundsätzlich vereinbart hatten.

Eine neue Musterquarantäneverordnung, die das Innenministerium erarbeitet, sieht vor, dass Einreisende aus Risikogebieten nach der Rückkehr für zehn Tage in Quarantäne gehen müssen. Wer einen negativen Test vorlegen kann, soll sie frühestens nach fünf Tage nach der Einreise verlassen dürfen. Zum 1. November sollen digitale Einreiseanmeldungen kommen, um Daten schneller an Gesundheitsämter weiterzuleiten. Das Gesundheitsministerium plant zum 15. Oktober neue Regeln zu Tests, die stärker auf Ältere und Vorerkrankte, Pflegeheime und das Gesundheitswesen ausgerichtet werden sollen. Als Ergänzung sollen auch Antigen-Schnelltests verstärkt eingesetzt werden.

Die Bundesregierung erläuterte, dass für die konkrete Ausgestaltung von Quarantäne-Vorgaben die Bundesländer jeweils eigene Regeln treffen. Dies gelte auch für innerdeutsche Reisen von Risikogruppen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich mehr als 300.000 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert.

Quelle: dpa


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EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Bundesweite Kontaktbeschränkungen ab 02. November 2020 – Früher als angekündigt soll die Pandemie mit massiven Kontaktbeschränkungen gestoppt werden (dpa, 28.10.2020).
  • Bundesweite Kontaktbeschränkungen ab 02. November 2020 – Früher als angekündigt soll die Pandemie mit massiven Kontaktbeschränkungen gestoppt werden (dpa, 28.10.2020).